Familie am Esstisch
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Gesunde Ernährung für die ganze Familie

So lernt Ihr Kind gut essen

Die meisten Kinder lieben Pasta, das Gemüse dazu bleibt aber oft auf dem Teller liegen. Wenn es ums Essen geht, können Kinder sehr pingelig sein und sogar die Kerne der Tomaten aus dem Sugo pulen. Allzu häufig kommt es vor, dass Eltern den Kindern oder dem Familienfrieden zuliebe verschiedene Menüs kochen.

Viele Kinder mögen kein Gemüse und das ist auch ganz normal. Für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung und ein starkes Immunsystem brauchen Kinder aber die Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind.

Kinder ändern ihre Vorlieben häufig und brauchen bis zu zehn Versuche eines neuen Lebensmittels, bis sie es mögen. Auch wenn Sie damit einen kleinen Kampf mit Ihrem Kind riskieren, kann es sich längerfristig durchaus lohnen.

Häufige Frage zum Thema

Nein, sicher nicht! Schon die ganz Kleinen haben ein gut funktionierendes System der Selbstregulierung. Das gestillte Baby wendet sich von der Mutterbrust ab, wenn es satt ist, das gefütterte Kind verweigert sich dem vollen Löffel, das Kleinkind schiebt den Teller weg. Das Kind mit...

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Ungesunder Zucker

Dass Zucker nicht gesund ist, wissen die meisten Eltern. Zucker ist aber gerade bei Kindern unglaublich beliebt, sie kennen den süssen Geschmack schon von der Muttermilch oder der Säuglingsnahrung.

Die Zahl der übergewichtigen Kinder steigt seit Jahren an und Schuld daran ist unter anderem auch der Zucker.  Zucker liefert dem Körper nichts, was dieser braucht. Ein Energielieferant ist Zucker, wie häufig angenommen wird, auch nicht. Die notwendige Energie kann der Körper aus Kohlenhydraten selber herstellen.

Eine Ernährung ganz ohne Zucker ist also sehr gesund. Dies jedoch mit Kindern umzusetzen ist nahezu unmöglich. Eine zuckerarme Ernährungsform hingegen ist als Familie erstrebenswert und auch machbar. Wenn Sie im Alltag den raffinierten Zucker mit Alternativen ersetzen, können Sie auch mal ein Auge zudrücken, wenn Ihr Kind an einen Kindergeburtstag eingeladen ist, in der Badi ein Glace schleckt oder der Osterhase ein Nestchen voller Süssigkeiten versteckt.

Ist Fett wirklich ungesund?

Fett hat einen schlechten Ruf, eigentlich völlig unbegründet. Fett ist neben Eiweiss und Kohlenhydraten einer der wichtigsten Hauptnährstoffe für unseren Körper und somit ein unverzichtbarer Energielieferant. Ausserdem ist Fett ein Geschmacksträger und dafür verantwortlich, dass wir diverse fettlösliche Vitamine aufnehmen können.

Den schlechten Ruf hat das Fett vor allem von den gesättigten Fettsäuren. Diese sind hauptsächlich in tierischen Produkten wie Fleisch, Milch oder Butter enthalten und können bei übermässiger Zufuhr die Blutfettwerte ansteigen lassen und somit Schaden in unserem Körper anrichten.

Eine erfolgreiche Diät sollte eigentlich gar keine Diät sein, denn diese sind meist zeitlich begrenzt. Vielmehr wäre eine dauerhafte Umstellung der Ernährung das Ziel. Wenn Sie gut informiert und bereit dazu sind, können Ihnen auch die gefährlichen Versuchungen keinen Strich durch die Rechnung machen.

Eiweissarme Ernährung für Kinder?

Das Wachstum eines Kindes ist rasant, es beträgt durchschnittlich 4 bis 6 Zentimeter pro Jahr. In der Pubertät kann es sogar noch mehr sein. Dieser Wachstumsprozess benötigt vie Energie, welche die Kinder durch die Nahrung aufnehmen.

Eiweiss ist einer der drei Hauptnährstoffe, liefert aber im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Fett selber keine Energie. Eiweiss ist aber unerlässlich für den Aufbau und die Erneuerung von Zellen und Gewebe. Ausserdem ist Eiweiss unter anderem für die Bildung von Hormonen und für den Aufbau von Antikörpern und Gerinnungsfaktoren zuständig.

Die Gründe für eine eiweissarme Ernährung sind vielfältig. Diverse Kinder oder Familien lehnen tierische Produkte aus ethischen oder ökologischen Überlegungen ab. Genau diese Nahrungsmittel gehören aber zu den wichtigsten Eiweissliferanten.

Zum andern mögen viele Kinder keine Milchprodukte, auch Fleisch und Fisch sind nicht überall beliebt.

Wenn Sie für Ihre Familie eine Ernährung ohne tierisches Eiweiss bevorzugen, beachten Sie bitte, dass Sie gnügend pflanzliches Eiweiss zu sich nehmen. Dies beispielsweise in Form von Hülsenfrüchten und Sojaprodukten.

Häufige Fragen zum Thema

Fleischlose Ernährung wird immer beliebter: In Umfragen geben sieben bis zehn Prozent der Erwachsenen an, sich vegetarisch zu ernähren. Mütter und Väter, die auch ihr Kind aus ökologischen oder weltanschaulichen Gründen grundsätzlich fleischfrei ernähren wollen, sollten folgende Empfehlungen der...

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Bei der veganen Ernährung  wird völlig auf tierische Nahrungsmittel verzichtet. Wie bei der vegetarischen Ernährung ist Fleisch tabu, zusätzlich aber auch Milch und alle Milchprodukte, Fisch, Eier, Honig und Gelatine. Rein wissenschaftlich gesehen ist „vegan“ keine artgerechte Ernährung für...

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Manche Kinder mögen einfach keine Milch trinken – nicht einmal gemischt mit Kakao oder als heisse  Schoggi. Dann ist es sinnlos, ein Kind trotzdem dazu überreden zu wollen. Milch ist zwar ein wichtiger Lieferant des für Zähne und Knochen unentbehrlichen Nährstoffs Calcium und verschiedener B-Vitamin...

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Geeignete Getränke für Kinder

Mit dem heutigen Überangebot an Süssgetränken und Säften ist es mitunter ganz schön schwierig, den Kindern Wasser schmackhaft zu machen. Dabei ist und bleibt Wasser der beste Durstlöscher sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Es enthält weder Kalorien, noch Zucker, Aromen oder Farbstoffe.

Der Körper eines Kindes besteht bis zu 75 Prozent aus Wasser. Dies zeigt ebenfalls auf, wie wichtig die Zufuhr von H2O ist.

Wer aber etwas Abwechslung in den Getränke-Alltag bringen möchte, kann für die Familie Früchte- oder Kräutertees zubereiten, diese schmecken auch kalt sehr gut. Ausserdem können sie Leitungswasser mit Kräutern, Beeren oder Früchten aromatisieren.

Von Süssgetränken ist im Alltag abzuraten, sie enthalten einfach zu viel Zucker. Wenn Sie Ihrem Kind aber zu Hause nur Wasser oder Tee anbieten, schadet ihm ein Glas Cola zu speziellen Anlässen bestimmt nicht.

Gesunde Ernährung für zwei

In der Schwangerschaft sollten Sie mengenmässig nicht für zwei essen, dafür umso nährstoffreicher und hochwertiger. Ihr Baby ist über die Nabelschnur mit Ihnen verbunden und nimmt damit alles auf, was Sie essen.

In erster Linie benötigt Ihr Baby einen grossen Teil der Vitamine und Mineralstoffe, die Sie zu sich nehmen. Damit Sie selber trotzdem ausreichend damit versorgt sind, sollten Sie die Zufuhr erhöhen. Dies können Sie durch eine frische, ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung tun.

Wenn Sie als Stärkebeilage auf Vollkornprodukte achten, sind Sie länger satt. Um Heisshungerattacken vorzubeugen, planen Sie am besten regelmässige kleine Zwischenmahlzeiten ein. Und überfällt Sie doch einmal der Hunger, greifen Sie zu Obst, Nüssen, Getreideriegel oder Trockenfrüchten.

Häufige Fragen zum Thema

Eine vegetarische Diät, die nur auf Fleisch verzichtet, aber tierisches Eiweiss wie Eier, Milchprodukte, vielleicht sogar Fisch und einen Zusatz bestimmter Vitamine und Mineralstoffe (v.a. Eisen, Jod, Zink und Calcium) einschliesst, muss für das Ungeborene nicht nachteilig zu sein. Zumindest geht...

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Nein, das ist ein altes Vorurteil. Kochsalzarme Kost kann für Schwangere sogar gefährlich werden, weil dadurch das Durstgefühl und die wichtige zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme gebremst wird. Ausserdem enthält Kochsalz auch wichtige Mineralstoffe.

Nicht einmal bei Wassereinlagerungen (Ödemen) oder...

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Essstörungen und Unverträglichkeiten

Eigentlich ist es bei den meisten Kindern ja so, dass sie fast pausenlos essen. Hier ein Apfelschnitz, da ein Riegel und zwischendurch mal ein Gummibärli. Für Kinder, die an einer Essstörung leiden, ist dieses Verhalten nicht normal.

Kinder, die über längere Zeit gar nicht essen und die Nahrungsaufnahme verweigern, sind deutlich untergewichtig und leiden wegen der fehlenden Energiezufuhr unter anderem an Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.

Übergewichtige Kinder hingegen sind in unserer Gesellschaft weiter verbreitet und die Zahl steigt konstant an. Die Gründe dafür sind mangelnde Bewegung und ein Überangebot an ungesunden Nahrungsmitteln.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (-Intoleranz) zeichnet sich dadurch aus, dass der Körper nicht in der Lage ist, bestimmte Nahrungsbestandteile zu verdauen oder mittels Stoffwechsel zu verwerten. Eine Nahrungsmittelintoleranz ist aber nicht zu verwechseln mit der Nahrungsmittelüberempfindlichkeit (-Allergie). Bei einer solchen bildet der Körper Antikörper gegen einen bestimmten Nahrungsbestandteil.

Zwischenmahlzeiten

Kinder verbrauchen Unmengen von Energie. Einerseits sind sie ständig in Bewegung, andererseits braucht der Körper für das Wachstum und die Entwicklung sehr viel Kraft. Vorallem das kindliche Gehirn, das täglich mit dem Erlernen von Neuem stark beansprucht wird, muss mit genügend Kalorien versorgt werden.

Da der Magen des Kindes aber nicht auf einmal solche Mengen an Energie aufnehmen kann, sind Zwischenmahlzeiten sehr wichtig. Sie sorgen auch dafür, dass der Blutzuckerspiegel ihres Kindes immer einen gewissen Pegel hält. Fällt dieser nämlich ab, wird das Kind müde und die Konzentration nimmt ab.

Letzte Aktualisierung : 07-11-19, KM

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