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Picknick unterwegs im Park unter Bäumen
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Ge­sun­de Er­näh­rung auf Rei­sen


Egal, ob man mit dem Auto oder mit dem Zug in die Fe­ri­en fährt, sich un­ter­wegs gut zu er­näh­ren, ist gar nicht so ein­fach. Auf Rast­stät­ten und Bahn­hö­fen wird vor­wie­gend fet­ti­ges Fast Food an­ge­bo­ten und dies oft zu Prei­sen, die das Rei­se­bud­get ganz schön be­las­ten kön­nen. Wenn Sie nicht mit Blä­hun­gen und lee­rem Porte­mon­naie am Fe­ri­en­ort an­kom­men wol­len, lohnt es sich, die Rei­se auch be­züg­lich der Mahl­zei­ten un­ter­wegs gut zu pla­nen. 

Rich­ti­ge Er­näh­rung be­ginnt vor der Ab­rei­se

Eine Fahrt mit lee­rem Ma­gen zu be­gin­nen ist eben­so Tabu wie vor der Ab­rei­se schwer Ver­dau­li­ches und Le­bens­mit­tel, die Durch­fall oder Sod­bren­nen aus­lö­sen kön­nen, zu es­sen. Dies ist be­son­ders wich­tig für Kin­der, die un­ter Rei­se­ü­bel­keit lei­den, denn so­wohl durch den Hun­ger­schmerz als auch durch schwer auf­lie­gen­de Mahl­zei­ten kann die Übel­keit noch ver­schlim­mert wer­den.

Leicht und ge­sund statt süss und fet­tig

Fer­tig ge­kauf­te Snacks wie Chips und Ge­trei­de­rie­gel ent­hal­ten viel Fett und Zu­cker. Für den klei­nen Hun­ger zwi­schen­durch sind Cher­ry­to­ma­ten, klein ge­schnit­te­ne Gur­ken und Rüeb­li so­wie Nüs­se bes­ser ge­eig­net. Fri­sches Obst ist ap­pe­tit­li­cher, wenn es erst beim Pick­nick in mund­ge­rech­te Stü­cke ge­schnit­ten wird. Also das Rüst­mes­ser nicht ver­ges­sen! Tro­cken­obst ent­hält zwar viel Zu­cker und ist ka­lo­ri­en­reich, lie­fert aber auch En­er­gie. Für grös­se­re Mahl­zei­ten eig­nen sich Sand­wi­ches mit Voll­korn­brot, Sa­la­te aus ge­koch­tem Ge­mü­se, Pas­ta, Käse oder Sied­fleisch, hart­ge­koch­te Eier, Fo­cac­cia, Bir­cher­mües­li, etc. 

Por­tio­niert,...

Je bes­ser die Mahl­zei­ten vor der Rei­se por­tio­niert wer­den, umso we­ni­ger Pick­nick­ge­schirr muss man mit­schlep­pen. Wenn je­der sei­ne ei­ge­ne Lunch­box oder sei­ne Frisch­hal­te­do­se mit Sa­lat hat, ist es auch ein­fa­cher, auf in­di­vi­du­el­le Vor­lie­ben ein­zu­ge­hen, was so man­che Dis­kus­si­on er­spart. Wird al­les be­schrif­tet, braucht man nicht je­den Be­häl­ter zu öff­nen, um zu se­hen, was drin ist.  

...ge­kühlt...

Ins­be­son­de­re für län­ge­re Au­to­rei­sen ist eine Kühl­box mit ge­nü­gend Kühl­ele­men­ten Pflicht. Dar­in blei­ben die Le­bens­mit­tel nicht nur län­ger frisch, das Es­sen schmeckt auch deut­lich bes­ser. Sand­wi­ches und Ge­trän­ke ohne Koh­len­säu­re kön­nen auch am Vor­abend tief­ge­fro­ren wer­den, so dass sie nach ei­ni­gen Stun­den Fahrt an­ge­nehm kühl sind. Ge­la­gert wer­den sie dann al­ler­dings nicht in der Kühl­box, son­dern in ei­ner Iso­lier­ta­sche, da sie sonst nicht recht­zei­tig auf­tau­en. 

...und gut ver­packt

Mat­schi­ge Ba­na­nen, platt ge­drück­te Sand­wi­ches, zer­krü­mel­tes Knä­cke­brot und un­dich­te Trink­fla­schen - sol­che Über­ra­schun­gen ver­der­ben die Stim­mung. Wird al­les in klei­ne bis mit­tel­gros­se Be­häl­ter ver­packt, lässt sich das weit­ge­hend ver­hin­dern. Da­durch sam­melt sich auf der Rei­se nicht un­nö­tig viel Ab­fall an, der am Ende un­ter den Sit­zen lie­gen bleibt. 

Flüs­sig blei­ben

Auch wenn da­durch häu­fi­ger ein Pipi-Halt nö­tig wird, ist es wich­tig, auf der Rei­se aus­rei­chend zu trin­ken. Am bes­ten eig­nen sich Lei­tungs­was­ser, mit Kräu­tern aro­ma­ti­sier­tes Was­ser, un­ge­süss­ter Tee und ver­dünn­ter Frucht­saft. Für Kin­der, die an Rei­se­ü­bel­keit lei­den, kann es hilf­reich sein, wenn dem Tee beim Auf­brü­hen ein Stück­lein Ing­wer bei­gefügt wird. We­ni­ger ge­eig­net sind Ge­trän­ke mit Koh­len­säu­re und zwar nicht nur we­gen der mög­li­chen Blä­hun­gen, son­dern weil es eine ziem­li­che Saue­rei ge­ben kann, wenn die Fla­schen nach ei­ner hol­pe­ri­gen Fahrt ge­öff­net wer­den. 

Sau­ber blei­ben

Eine Gross­pa­ckung feuch­te Rei­ni­gungs­tü­cher soll­te auf Rei­sen stets griff­be­reit sein. Wird sie in der Kühl­box ge­la­gert, sor­gen die Tüch­lein nicht nur für Sau­ber­keit, son­dern auch für eine an­ge­neh­me Er­fri­schung. Bei klei­nen Mal­heurs leis­tet eine Fla­sche mit stil­lem Was­ser gute Diens­te, denn nicht im­mer ist un­ter­wegs sau­be­res Was­ser ver­füg­bar. Auf lan­gen Zug­rei­sen ge­hört die Was­ser­fla­sche zur Grund­aus­stat­tung, da­mit man sich zwi­schen­durch auch mal die Zäh­ne put­zen kann. Ein Ab­fall­beu­tel ver­hin­dert, dass das Auto nach we­ni­gen Stun­den ei­ner Müll­hal­de gleicht. 

Kof­fe­in er­setzt kei­ne Pau­sen 

Na­tür­lich möch­te man mög­lichst schnell am Fe­ri­en­ort an­kom­men. Alle zwei Stun­den eine Pau­se mit ein we­nig Be­we­gung an der fri­schen Luft sind bei lan­gen Au­to­fahr­ten aber drin­gend zu emp­feh­len. Kof­fe­in­hal­ti­ge Ge­trän­ke ma­chen zwar für eine ge­wis­se Zeit wa­cher, re­gel­mäs­si­ge Pau­sen er­set­zen sie aber nicht. 

War­um nicht schon die Rei­se ge­nies­sen? 

Un­ge­sun­des Es­sen, dich­ter Ver­kehr, Stau und der Druck, mög­lichst schnell an­kom­men zu wol­len, kön­nen die Rei­se re­gel­recht ver­mie­sen. Wer sei­ne Fe­ri­en nicht voll­kom­men ge­stresst be­gin­nen - oder be­en­den - möch­te, reist lang­sa­mer und da­für mit mehr Ge­nuss. Ab­seits der gros­sen Stras­sen ge­müt­lich im Re­stau­rant es­sen, eine Über­nach­tung mit ei­nem gu­ten Früh­stück ein­pla­nen, hin und wie­der an ei­nem schö­nen Ort eine Spiel- und Kaf­fee­pau­se ein­le­gen - da­durch dau­ert die Rei­se zwar län­ger, sie wird aber auch ent­spann­ter und ge­nuss­vol­ler. Na­tür­lich ist dazu ei­ni­ges an Pla­nung nö­tig, da­mit man im Vor­aus weiss, wo es sich lohnt, eine län­ge­re Pau­se ein­zu­le­gen. 

Letzte Aktualisierung: 24.03.2020, TV
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