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Baby beim Trinken an der Brust
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Rich­tig An­le­gen und Stil­len

Man­che Frau­en be­nut­zen die rich­ti­ge Still­tech­nik ganz in­stink­tiv, er­folg­rei­ches Stil­len im Wo­chen­bett ist aber nicht selbst­ver­ständ­lich.


Rich­ti­ges An­le­gen


Auch wenn Stil­len et­was sehr na­tür­li­ches ist, klappt es nicht im­mer von An­fang an rei­bungs­los. Das Baby muss die Brust­war­ze rich­tig er­fas­sen, da­mit die Milch gut fliesst und die Brust­war­zen nicht wund wer­den.

Der Such­re­flex, mit dem ein Kind be­reits ge­bo­ren wird, ist ein­drück­lich zu be­ob­ach­ten. So­bald Sie sich mit Ih­rem Baby zum Stil­len hin­set­zen, wird es je nach Hun­ger un­ru­hig sei­nen Kopf im Rich­tung Brust dre­hen und es kaum er­war­ten kön­nen, an­ge­legt zu wer­den.

Milch­ein­schuss, Milch­bil­dung und Milch­fluss


We­ni­ge Tage nach der Ge­burt wer­den Ihre Brüs­te an­schwel­len, mög­li­cher­wei­se ha­ben Sie ein schmerz­haf­tes Span­nungs­ge­fühl oder leich­tes Fie­ber. Die Zu­nah­me des Brust­vo­lu­mens beim Milch­ein­schuss ist al­ler­dings gröss­ten­teils nicht durch die Milch­men­ge selbst, son­dern durch eine Schwel­lung der Brust­drü­sen zu er­klä­ren.

Die Mut­ter­milch wird näm­lich in den Brust­drü­sen ge­bil­det und dort in klei­nen Bläs­chen ge­la­gert. So­bald das Baby an der Brust saugt, ent­lee­ren sich die­se Bläs­chen und flies­sen durch die Milch­gän­ge in Rich­tung Brust­war­ze. Vie­le Müt­ter ver­spü­ren die­sen Milch­spen­de­re­flex mit ei­nem leich­ten Krib­beln oder Zie­hen.

Das lässt sich pau­schal nicht so ein­fach sa­gen, denn die Brust ist kein Re­ser­voir für Milch, son­dern eine Pro­duk­ti­ons­stät­te. Schon kur­ze Zeit nach dem letz­ten An­le­gen (z. B. schon nach 15 Mi­nu­ten) könn­ten Sie er­neut an­le­gen und es wür­de auch wie­der recht viel pro­du­ziert. Des­halb kön­nen …
Wie lan­ge es dau­ert, bis sich die In­halts­stof­fe von Le­bens­mit­teln in der Mut­ter­milch zei­gen, ist sehr un­ter­schied­lich. Es hängt aber eng da­mit zu­sam­men, wie lan­ge Nah­rungs­mit­tel bei ei­nem „nor­mal" ar­bei­ten­den Darm im Ver­dau­ungs­trakt ver­blei­ben, und dies wie­der­um hängt vor al­lem vom Fett­ge­halt der …
Klei­ne Brüs­te ge­ben nicht ge­nug Milch - das ist ganz falsch. Es ist völ­lig egal, wie gross der Bu­sen ist: Ent­schei­dend ist die Men­ge an Drü­sen­ge­we­be. Das kann bei ei­ner Frau mit gros­sen Brüs­ten durch­aus klei­ner sein als bei ei­ner mit klei­nen oder mitt­le­ren Brüs­ten. Die Brust ist kein …

Die Still­mahl­zeit


Die Milch­men­ge, die ein Baby an der Brust trinkt, ist nicht mess­bar. Für vie­le Müt­ter von  Neu­ge­bo­re­nen, wel­che in man­chen Fäl­len alle zwei Stun­den ge­stillt wer­den möch­ten, stellt sich dann die Fra­ge, ob das Baby auch ge­nug be­kommt.

Je­des Baby saugt an­ders: Die ei­nen trin­ken nur kurz, da­für sehr ef­fi­zi­ent an der Brust, an­de­re brau­chen län­ger oder mel­den sich häu­fi­ger. Be­son­ders abends ha­ben Neu­ge­bo­re­ne oft ein stär­ke­res Still­be­dürf­nis und möch­ten bei­na­he un­un­ter­bro­chen an der Brust sein. Die­ses Ver­hal­ten wird Clus­ter­fee­ding ge­nannt und hat nichts da­mit zu tun, dass Sie viel­leicht zu we­nig Milch hät­ten. Be­den­ken Sie, dass Stil­len nicht nur Nah­rungs­auf­nah­me be­deu­tet: Ihr Baby kann da­mit auch sein Saug­be­dür­nis be­frie­di­gen, Ihre Nähe ge­nies­sen und sich da­mit trös­ten und ent­span­nen.

Schon in den ers­ten Ta­gen nach dem Milch­ein­schuss, also etwa drei bis fünf Tage nach der Ge­burt, soll­ten Sie Ih­rem Baby im­mer bei­de Brüs­te nach­ein­an­der an­bie­ten. Las­sen Sie erst eine Brust leer trin­ken - min­des­tens zehn Mi­nu­ten lang. Dann be­kommt Ihr Baby erst die dün­ne­re, den Durst lö­schen­de und …
Star­re Re­geln für den Still­rhyth­mus, also wie oft Sie Ihr Baby pro Tag stil­len, gibt es ei­gent­lich nicht. Es wird im­mer Pha­sen ge­ben, in de­nen ein Still­kind auch ein­mal jede Stun­de an­ge­legt wer­den muss, weil es schon wie­der Hun­ger, Durst oder viel­leicht auch Schmer­zen hat. Viel­leicht be­fin­det es …
In be­son­de­ren Si­tua­tio­nen kann es not­wen­dig sein, Kin­der zum Stil­len zu we­cken. Das ist der Fall, wenn Kin­der nicht ge­nü­gend an Ge­wicht zu­neh­men. Auch bei Neu­ge­bo­re­nen mit Gelb­sucht (er­höh­te Bi­li­ru­bin­wer­te) muss auf re­gel­mäs­si­ges Stil­len ge­ach­tet wer­den, denn ein Man­gel an Flüs­sig­keit und Nah­rung …

Still­po­si­tio­nen


Sit­zend, Lie­gend oder auch im Tra­ge­tuch: Stil­len ist in di­ver­sen Po­si­tio­nen mög­lich und häu­fig kris­tal­li­siert sich im Lau­fe der ers­ten Wo­chen eine Lieb­lings-Still­po­si­ti­on von Mama und Baby her­aus.

Wich­tig ist, dass es Ih­nen be­quem ist und dass Sie Ihr Baby so po­si­tio­nie­ren, dass es zu Ih­nen an die Brust kommt und nicht Sie sich zum Baby beu­gen müs­sen. 

Den­ken Sie auch dar­an, sich zum Stil­len zu­recht­zu­le­gen, was sich wäh­rend die­ser Zeit brau­chen könn­ten: Et­was zu trin­ken oder zu es­sen, eine De­cke, die Fern­be­die­nung oder ein Buch.

Be­son­ders zu be­ach­ten, wenn Sie Stil­len


Mit der Mut­ter­milch schluckt ein Baby wäh­rend des Stil­lens auch Luft. Bleibt die­se Luft im Ma­gen, kann sie da­für sor­gen, dass es im Bauch zwickt und Ihr Baby sich un­wohl fühlt. In­dem Sie Ihr Kind nach dem Stil­len noch eine Wei­le auf­recht hal­ten und es auf­stos­sen las­sen, kann die un­an­ge­neh­me Luft ent­wei­chen.

Ihre Brust ist in der Still­zeit emp­find­li­cher, vor al­lem zu Be­ginn. Ach­ten Sie dar­um gut auf sie und ge­ra­de wenn Sie nun ei­nen deut­lich grös­se­ren Bu­sen ha­ben, wird es Ih­nen mit ei­nem gut sit­zen­den BH woh­ler sein. 

Be­den­ken Sie auch, dass Ihr Baby Sie beim Stil­len nicht nur über den Kör­per­kon­takt, son­dern auch über Ih­ren Duft wahr­nimmt. Sei­en Sie des­halb mit Bo­dylo­tions oder Par­füm zu­rück­hal­tend.

Be­reits wäh­rend der Schwan­ger­schaft ha­ben Sie dar­auf ge­ach­tet, was Sie es­sen, da­mit sich Ihr Kind ge­sund ent­wi­ckeln kann. Nun ste­hen Sie vor ei­ner ähn­li­chen Si­tua­ti­on, denn Ihr Kind pro­fi­tiert über die Mut­ter­milch da­von, wie Sie sich er­näh­ren.  

Letzte Aktualisierung: 28.10.2021, KM

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