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Mutter stillt ihr Kind, Brust halb verdeckt

Wie viel Mut­ter­milch ist ge­nug?


Ist Ihr Baby ge­sund, ge­deiht es gut und trinkt es gern an der Brust, sieht es ro­sig, zu­frie­den und wach aus, reicht die Ge­wichts­kon­trol­le an­fangs ein­mal pro Wo­che z.B. bei der Müt­ter­be­ra­tung oder beim Kin­der­arzt, spä­ter noch sel­te­ner. Im ers­ten hal­ben Jahr soll­te es pro Wo­che etwa 150 bis 200 Gramm zu­neh­men. Die Ge­wichts­zu­nah­me ist aber sehr in­di­vi­du­ell! Es kann Wo­chen ge­ben, in de­nen Ihr Kind we­ni­ger oder auch mehr zu­nimmt.

Meist ist die Sor­ge um die Milch­men­ge völ­lig un­be­grün­det und wird von "wohl­mei­nen­den" Per­so­nen aus­ge­löst, die ver­ges­sen, dass es ne­ben Hun­ger auch noch vie­le, vie­le an­de­re Grün­de gibt, war­um ein Baby schreit.

Die Win­deln soll­ten je­des Mal nass sein. Ge­still­te Ba­bys kön­nen so­wohl mehr­mals täg­lich als auch nur alle paar Tage Stuhl­win­deln pro­du­zie­ren, denn Mut­ter­milch wird na­he­zu rest­los ver­daut. Mut­ter­milch-Stuhl ist weich und gelb­lich, kann re­la­tiv flüs­sig sein und soll­te nicht un­an­ge­nehm rie­chen.

Ob Ihr Baby rich­tig an­ge­legt ist und gut trinkt, er­ken­nen Sie an sei­nen rhyth­mi­schen Saug­ge­räu­schen. Ein hung­ri­ges Baby hat meist die Fäust­chen ge­ballt und lässt sie lo­cker, wenn der ers­te gros­se Hun­ger ge­stillt ist. Sat­te Ba­bys las­sen oft die Ärm­chen hän­gen und lö­sen sich von selbst von der Brust.

Auch wenn Ihr Klei­nes öf­ter als alle drei oder vier Stun­den Hun­ger hat, heisst das noch nicht, dass es an der Brust nicht satt wird. Viel­leicht hat es nur ge­ra­de ei­nen Wachs­tums­schub. Oder es ge­hört zu den Ba­bys, die ei­nen be­son­de­ren Still­rhyth­mus ha­ben und öf­ter klei­ne­re Men­gen brau­chen, um sich rund­um wohl zu füh­len. Beim Stil­len gibt es kei­ne Re­geln für den Ab­stand zwi­schen den Mahl­zei­ten. Stil­len nach Be­darf deckt die Be­dürf­nis­se des Ba­bys am bes­ten ab, denn manch­mal ist es auch ein­fach nur durs­tig oder sucht aus ei­nem an­de­ren Grund die ab­so­lu­te Nähe zu sei­ner Mut­ter.

Be­kommt Ihr Baby al­ler­dings wirk­lich zu we­nig Milch, wird es ins­ge­samt un­ru­hig, schreit und sucht auch nach dem Stil­len noch nach der Brust. Man­geln­de Ge­wichts­zu­nah­me, we­ni­ger nas­se Win­deln als 5 - 7 in 24 Stun­den und schliess­lich nach­las­sen­de Vi­ta­li­tät sind ob­jek­ti­ve Zei­chen da­für. Be­spre­chen Sie mit Ih­rer Müt­ter­be­ra­te­rin, Still­be­ra­te­rin, Heb­am­me oder mit Ih­rem Kin­der­arzt, Ih­rer Kin­der­ärz­tin das wei­te­re Vor­ge­hen und ob Zu­schöp­peln sinn­voll ist.

Häu­fi­ge Fra­gen zum The­ma


Letzte Aktualisierung: 26.11.2019, MR / BH / CMA
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