Mageres Fleisch und aufgeschlagenes Ei
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Fleisch, Fisch und Ei im Babybrei

Für die notwendige Eisenversorgung sind tierische Lebensmittel wie Fleisch besonders geeignet, denn Eisen aus Fleisch ist für den Körper leichter aufnehmbar als Eisen aus Gemüse. Es lohnt sich deshalb ab dem 6. Monat vegetarische und fleischhaltige Breie zu kombinieren.

Hier finden Sie ein Rezept zur Zubereitung der Fleischbeilage im Gemüsebrei.

Wer sich das Zubereiten des Fleisches für den Brei zu Hause vereinfachen möchte, kann beim Metzger das gewünschte Fleisch im Fleischwolf zerkleinern lassen. Das Fleisch sollte dann noch am selben Tag gegart und püriert oder eingefroren werden.

Es empfiehlt sich mageres Fleisch vom Rind, Lamm oder Geflügel (Poulet- oder Trutenfleisch) zu verwenden.

Leber ist zwar ein guter Eisenspender, enthält aber auch viele Giftstoffe. Fachleute raten daher von Leber in der Beikost ab. Darüberhinaus ist der Vitamin-A-Gehalt der Leber sehr hoch und das kann zu einer Überdosierung (Hypervitaminose) führen.

Circa ab dem 10. Monat kann anstatt Fleisch auch Fisch zugefügt werden. Seefisch enthält viel Jod – ein Spurenelement, das Kinder für ihr Wachstum, ihre geistige und körperliche Entwicklung brauchen. Die verwendeten Fischfilet sollten grätenfrei sein. Lachsfilet (frisch oder tiefgefroren) ist fast grätenfrei und reich an Omega-3-Fettsäuren, die die geistige Entwicklung des Kindes fördern. Auch allergiegefährdete Babys dürfen zum Jahresende hin Fisch essen. Es gibt Hinweise, dass der Fischkonsum im ersten Lebensjahr sogar einen schützenden Effekt vor Allergien hat.

Eier sollten erst ab dem 10.-12. Monat mit dem Essen vom Tisch eingeführt werden. Das Eisen im Eigelb kann nur schlecht vom Körper aufgenommen werden, dazu ist Eigelb schwer verdaulich und löst möglicherweise Allergien (s.u.) aus. Bei gemischter Ernährung reicht ein hartgekochtes Ei pro Woche für Babys  aus. Diese Empfehlung ist nur ein Richtwert, der bei Wachstumsschüben auch einmal überschritten werden kann. Auch bei vegetarischer Ernährung kann das sinnvoll und notwendig sein. In der ovo-lacto-vegetarischen Kostform zählt Hühnerei neben Erbsen und roten Linsen zu einer wichtigen Eisen- und Eiweissquelle.

Die Eier sollten mindestens 10 Minuten lang gekocht werden, damit eventuell vorhandene Keime wie Salmonellen ausreichend abgetötet werden.

Hühnereiallergien sind die häufigsten Nahrungsmittelallergien bei Kleinkindern. Im deutschsprachigen Raum ist etwa jedes 50. Kind im ersten Lebensjahr betroffen, besonders häufig, wenn es per Kaiserschnitt geboren wurde und gleichzeitig an einer Neurodermitis leidet. Andererseits gibt es keinen gesicherten Beleg für einen allergievorbeugenden Effekt durch Meidung potenter Nahrungsmittelallergene im 1. Lebensjahr (Leitlinien Allergieprävention der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie). Und die Hälfte der betroffenen Kinder hatten in einer grossen europäischen Studie ihre Empfindlichkeit innerhalb eines Jahres "ausgewachsen".

Zur Allergie-Vermeidung gilt grundsätzlich: Immer nur eine Lebensmittelart neu einführen. Erst wenn das Kind sie gut verträgt, können Sie langsam variieren.


Häufige Fragen zum Thema

Kann man Babys auch vegetarisch ernähren?

Sind Innereien und Meeresfrüchte für Babys geeignet?

Letzte Aktualisierung : 12-09-18, MR / FS

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