Alles, was ansteckend ist

Infektionskrankheiten und Schwangerschaft

Schwangere haben aufgrund hormoneller Veränderungen eine abgeschwächte Immunabwehr und sind deshalb empfänglicher für Infektionen. Vorsicht lohnt sich. Meiden Sie Mitmenschen, die ganz offensichtlich krank sind - wenn es geht.

Experten-Interview

Prof. Dr. med. Daniel Surbek: Infektscreening in der Schwangerschaft

Ansteckende Krankheiten bzw. Infektionen können speziell für Schwangere und ihr ungeborenes Kind gefährlich werden. Und das gilt nicht nur für Geschlechtskrankheiten wie z.B. Syphilis und Gonorrhoe. Auch an sich harmlose Kinderkrankheiten sind während der Schwangerschaft problematisch, da die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt sind und das ungeborene Kind geschädigt werden kann. Hier ist vor allem die Rötelnvirusinfektionen zu nennen, die zu schweren Fehlbildungen beim Kind (Hauptrisiko bis zur 11. SSW) führen kann. Das Masernvirus ist nicht teratogen, d.h. es verursacht keine Fehlbildungen, aber es besteht ein erhöhtes Risiko für Frühgeburtlichkeit und die Schwangere bekommt leichter eine Lungenentzündung (Pneumonie).

Auch einige Krankheitserreger, die durch Lebensmittel übertragen werden können (z. B. Listerien, Toxoplasmose-Erreger, Salmonellen), sollten durch sorgfältige Hygiene und Auswahl der Speisen vermieden werden.  

Die meisten Infektionskrankheiten sind jedoch in der Schwangerschaft nicht problematischer als vorher oder nachher. Lediglich die Art der Behandlung sollte den neuen Umständen angepasst werden. 

Nähere Informationen finden Sie unter den folgenden direkten Links: 

Bestimmte Schutzimpfungen sind auch während der Schwangerschaft erlaubt, während auf andere besser (v.a. solche mit Lebendimpfstoff) verzichtet werden sollte. Eine versehentliche Impfung kurz vor oder in Frühschwangerschaft ist jedoch kein Anlass für einen Schwangerschaftsabbruch! 

Bitte lesen Sie zum Thema Infektionen auch unter Schwangerschaft/Häufige Fragen.

Infektionskrankheiten