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Ma­la­ria

Schwangere hält ihren Bauch
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Für wer­den­de Müt­ter ist eine Erst-In­fek­ti­on mit Ma­la­ria be­son­ders ge­fähr­lich, weil der Ver­lauf der Er­kran­kung schwe­rer ist als bei Nicht­schwan­ge­ren. Durch Zer­stö­rung der ro­ten Blut­kör­per­chen (Hä­mo­ly­se) kann es zu ei­ner Blut­ar­mut (An­ämie) mit ex­trem nied­ri­gen Hä­mo­glo­bin­wer­ten kom­men. Auch Kom­pli­ka­tio­nen (Ge­hirn, Lun­ge, Blut­zu­cker­ab­fall) sind häu­fi­ger.

Zu­dem ist es auch mög­lich, dass das Un­ge­bo­re­ne ge­schä­digt ist. Je nach Im­mu­ni­täts­la­ge der Mut­ter kann der Fö­tus sich über die Pla­zen­ta der Mut­ter an­ste­cken. Fehl­ge­burt, Wachs­tums­ver­zö­ge­rung und Früh­ge­burt kön­nen die Fol­ge sein. Auch die Pla­zen­ta wird in ih­rer Funk­ti­on ge­stört (Pla­zen­ta­in­suf­fi­zi­enz).

Schwan­ge­re soll­ten sich des­halb mög­lichst nicht in Ma­la­ria­ge­bie­ten auf­hal­ten, denn ein voll­stän­di­ger Schutz vor Ma­la­ria ist al­lei­ne durch kon­se­quen­te Vor­sor­ge­mass­nah­men (Mü­cken­schutz, z.B. Mos­ki­to­netz) nicht er­reich­bar. Nur zu­sam­men mit der re­gel­mäs­si­gen Ein­nah­me von Me­di­ka­men­ten zur Vor­beu­gung (Pro­phy­la­xe) schon eine Wo­che vor Rei­se­be­ginn kann eine Er­kran­kung fast im­mer ver­hin­dert wer­den. Dies ist aber in der Schwan­ger­schaft nur un­ter Vor­be­halt und sorg­fäl­ti­ger Ab­wä­gung von Nut­zen und Ri­si­ko mög­lich, denn bei kei­nem Me­di­ka­ment be­steht die Ge­wiss­heit, dass es die Ent­wick­lung des Kin­des nicht stört.

Chlo­ro­quin und Pro­gua­nil kön­nen in der Schwan­ger­schaft und Still­zeit nach bis­he­ri­gem Er­kennt­nis­stand zur Ma­la­ria­pro­phy­la­xe ein­ge­setzt wer­den. Eine al­lei­ni­ge Pro­phy­la­xe mit Chlo­ro­quin ist in der Re­sis­tenz­zo­ne A schon aus­rei­chend. In den Re­sis­tenz­zo­nen B und C (Hoch­re­sis­tenz­ge­bie­te) muss Chlo­ro­quin und Pro­gua­nil kom­bi­niert wer­den oder Me­flo­quin ge­ge­ben wer­den.

Me­flo­quin soll­te je­doch in den ers­ten drei Mo­na­ten nicht ein­ge­nom­men wer­den, und nach der Ein­nah­me soll­te eine Schwan­ger­schaft in den nächs­ten drei Mo­na­ten ver­hin­dert wer­den.

Do­xy­cy­clin, das z.B. in den Grenz­re­gio­nen Thai­lands zu Laos, Kam­bo­dscha und Bur­ma ein­ge­nom­men wer­den soll­te, ist wäh­rend Schwan­ger­schaft und Still­zeit nicht er­laubt.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Wel­che Form der Ma­la­ria-Pro­phy­la­xe ist auch in der Schwan­ger­schaft er­laubt? Stu­di­en ha­ben ge­zeigt, dass Schwan­ge­re be­son­ders häu­fig von Ma­la­ria­mü­cken ge­sto­chen wer­den und eine Ma­la­ria­er­kran­kung in der Schwan­ger­schaft mit ei­nem sehr ho­hen Fehl­ge­burts­ri­si­ko ein­her­geht. Rei­sen in Ma­la­ria­ge­bie­te …
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Letzte Aktualisierung: 23.09.2019, BH

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