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He­pa­ti­tis (Gelb­sucht)


Un­ter dem Be­griff He­pa­ti­tis ver­steht man eine Le­ber­ent­zün­dung, die durch eine Vi­rus­in­fek­ti­on ver­ur­sacht sein kann.

Die He­pa­ti­tis A kommt heu­te fast nur noch un­ter schlech­ten hy­gie­ni­schen Be­din­gun­gen vor. Des­halb nennt man sie auch „Rei­s­ehe­pa­ti­tis“. Die Über­tra­gung er­folgt durch ver­un­rei­nig­tes Was­ser und Le­bens­mit­tel, die zu­vor mit Kot in Kon­takt ge­kom­men sind. In Ri­si­ko­län­dern kann man sich aber kaum durch Vor­sichts­mass­nah­men schüt­zen. Wenn Sie also un­be­dingt in sol­che Län­der rei­sen müs­sen, las­sen Sie sich bit­te ge­gen He­pa­ti­tis (kom­bi­niert A und B) imp­fen. Die­se Imp­fung ist auch in der Schwan­ger­schaft er­laubt. Es gibt zwar kei­ne Hin­wei­se auf eine er­höh­te Fehl­bil­dungs­ra­te, wenn eine Schwan­ge­re an He­pa­ti­tis er­krankt. Bei ei­ner schwer ver­lau­fen­den He­pa­ti­tis A kommt es aber ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft häu­fi­ger zu ei­ner Früh­ge­burt.

Die He­pa­ti­tis B und C wer­den durch den Kon­takt mit in­fi­zier­tem Blut und an­de­ren Kör­per­flüs­sig­kei­ten über­tra­gen, und zwar am häu­figs­ten durch Ge­schlechts­ver­kehr oder den ge­mein­sa­men Ge­brauch von In­jek­ti­ons­na­deln. Eine In­fek­ti­on führt in vie­len Fäl­len zu ei­ner schwe­ren chro­ni­schen Le­ber­er­kran­kung. Auch Ihr Kind kann an­ge­steckt wer­den, wenn Sie Vi­rus­trä­ge­rin sind oder sich wäh­rend der Schwan­ger­schaft an­ste­cken. 20 bis 30 % der Kin­der wer­den so zu le­bens­lan­gen Trä­gern des He­pa­ti­tis-B-Vi­rus. Schon wäh­rend der Schwan­ger­schaft kann sich das Kind über die Pla­zen­ta an­ste­cken, spä­tes­tens aber bei der Ge­burt über die ver­letz­ten müt­ter­li­chen Blut­ge­fäs­se. Der He­pa­ti­tis-B-Vi­rus ver­ur­sacht kei­ne Fehl­bil­dun­gen, kann je­doch zu ei­ner Früh­ge­burt, nied­ri­gem Ge­burts­ge­wicht oder zu ei­ner Le­ber­ent­zün­dung beim Fe­tus füh­ren.

Im Rah­men der Schwan­ger­schafts­vor­sor­ge wird des­halb bei al­len Schwan­ge­ren zwi­schen der 28. und 32. Wo­che das Blut auf eine He­pa­ti­tis-In­fek­ti­on un­ter­sucht. Dann kann Ihr Kind bei der Ge­burt ge­impft wer­den, um ei­ner In­fek­ti­on vor­zu­beu­gen. Zu­sätz­lich wird mit Me­di­ka­men­ten be­han­delt. Un­ter die­sen Be­din­gun­gen kön­nen Sie Ihr Baby so­gar stil­len.

Letzte Aktualisierung: 30.08.2016, BH

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