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                              Neugeborenes Mädchen im Säuglingsbett
                              ©
                              GettyImages

                              In Kri­sen­zei­ten wer­den mehr Mäd­chen ge­bo­ren

                              Aus der For­schung


                              Stress ist schlecht für männ­li­che Fe­ten. US-For­scher ha­ben her­aus­ge­fun­den, war­um in be­stimm­ten Zei­ten mehr weib­li­che als männ­li­che Ba­bys ge­bo­ren wer­den. Ana­ly­siert wur­den schwe­di­sche Da­ten der Jah­re 1751 bis 1912. Schwe­den hat sehr um­fas­sen­de In­for­ma­tio­nen zur Be­völ­ke­rungs­ent­wick­lung ge­sam­melt.

                              Der Kör­per der wer­den­den Mut­ter be­freie sich un­ter Stress ver­mut­lich eher von Fe­ten, die schwä­cher sind und ge­rin­ge­re Chan­cen ha­ben, bis zur Ge­burt zu über­le­ben, be­rich­ten Ralph Ca­ta­la­no und sein Kol­le­ge Tim Bruck­ner von der Uni­ver­si­tät von Ka­li­for­ni­en in Ber­ke­ley. Männ­li­che Fe­ten gel­ten all­ge­mein als an­fäl­li­ger. Es wer­den zwar ge­ne­rell mehr Jun­gen ge­zeugt, es ge­hen je­doch auch mehr männ­li­che als weib­li­che Nach­kom­men wäh­rend der Schwan­ger­schaft ver­lo­ren, so dass sich das Ge­schlech­ter­ver­hält­nis in nor­ma­len Zei­ten aus­gleicht. Da­ge­gen zeigt der Mut­ter­leib in Zei­ten von Krieg, Na­tur­ka­ta­stro­phen oder ei­ner Hun­gers­not mög­li­cher­wei­se eine ge­rin­ge­re To­le­ranz ge­gen­über schwa­chen Fö­ten, die ge­wöhn­lich nicht ab­ge­stos­sen wür­den. Die For­scher fan­den auch her­aus, dass in sol­chen Jah­ren zwar we­ni­ger Jun­gen auf die Welt ka­men, die dann je­doch län­ger leb­ten, als ei­gent­lich zu er­war­ten war. Ihre Er­klä­rung: Die­je­ni­gen männ­li­chen Fe­ten, die trotz wid­ri­ger Um­stän­de ge­bo­ren wur­den, wa­ren ro­bus­ter und hat­ten da­mit eine ver­gleichs­wei­se hohe Le­bens­er­war­tung.

                              Die un­ge­woll­te «Ab­trei­bung» männ­li­cher Fö­ten dürf­te vom Drang ge­steu­ert wer­den, für das Über­le­ben des ei­ge­nen Ge­schlechts zu sor­gen, ver­mu­ten die For­scher. Weib­li­cher Nach­wuchs sor­ge eher für den Er­halt und die Fort­set­zung des Ge­schlechts als männ­li­cher.

                              On­line-Pu­bli­ka­ti­on in den «Pro­cee­dings of the Na­tio­nal Aca­de­my of Sci­en­ces»
                              www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.0510567103

                              Letzte Aktualisierung: 04.05.2021, BH
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