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                              Mit Frucht­bar­keits­tra­cker und Weara­bles zum Wunsch­kind

                              Frucht­bar­keits­tra­cker oder Apps un­ter­stüt­zen die Me­tho­de der na­tür­li­chen Fa­mi­li­en­pla­nung.

                              Frau am Handy
                              ©
                              GettyImages

                              Wenn es mit dem Schwang­erwer­den nicht so recht klappt, hel­fen elek­tro­ni­sche Frucht­bar­keits- oder Zy­klus­tra­cker. Das An­ge­bot an Weara­bles für Frau­en mit Kin­der­wunsch wächst. Die di­gi­ta­len Hel­fer be­rech­nen die frucht­ba­ren Tage an­hand von un­ter­schied­li­chen An­sät­zen. Vor­sicht ist stets beim Da­ten­schutz ge­bo­ten.

                              Um schwan­ger zu wer­den – und da­mit ih­ren Le­bens­traum zu er­fül­len – grei­fen vie­le Paa­re auf me­di­zi­ni­sche Hil­fe zu­rück. Eine re­pro­duk­ti­ons­me­di­zi­ni­sche Be­hand­lung ist je­doch nicht nur kost­spie­lig, son­dern kann auch kör­per­lich und see­lisch sehr be­las­tend. Wenn das Tem­pe­ra­tur­mes­sen und das Be­ob­ach­ten des Zer­vix­schleims über län­ge­re Zeit nicht zum Er­folg führt, gibt es heu­te hilf­rei­che Al­ter­na­ti­ven. Weara­bles ver­spre­chen, die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft mit di­gi­ta­ler Un­ter­stüt­zung zu er­hö­hen.

                              So er­hö­hen Sie Ihre Chan­cen auf Er­fül­lung des Kin­der­wunschs

                              • Wearables sind direkt mit dem Körper verbunden und messen so Basaltemperatur und weitere Parameter.
                              • Geprüfte Medizinprodukte sind bei der Prognose des Eisprungs genauer als Lifestyle-Produkte.
                              • Achtung, sensible Daten! Achten Sie sich besonders genau, wem Sie Ihre Daten weitergeben.

                              Wel­che Frucht­bar­keits­tra­cker gibt es auf dem Markt?


                              Die mo­der­nen di­gi­ta­len Hel­fer nut­zen die alt­be­kann­te Me­tho­de der na­tür­li­chen Fa­mi­li­en­pla­nung (NFP), die un­ter an­de­rem auf der Tem­pe­ra­tur­me­tho­de ba­siert: Der Ver­lauf der Ba­sal­t­em­pe­ra­tur, die so­ge­nann­te Kern­tem­pe­ra­tur des Kör­pers, die sich wäh­rend des Schla­fes ein­stellt, weist auf den Ei­sprung hin.

                              Va­gi­na­le Weara­bles

                              So gibt es zum Bei­spiel Weara­bles, die va­gi­nal an­ge­wen­det wer­den. Sie be­stehen aus ei­nem klei­nen Ge­rät, das die Form und Grös­se ei­nes Tam­pons oder ei­nes fle­xi­blen Kunst­stoff­rings hat und mit ei­nem Bio­sen­sor aus­ge­stat­tet ist. Für eine täg­li­che Er­fas­sung und ex­ak­te Be­stim­mung der Kör­per­kern­tem­pe­ra­tur trägt die Frau das Weara­ble nachts. Der «Tam­pon» ist ein Mi­nither­mo­me­ter, das wäh­rend der ge­sam­ten Schlaf­dau­er in der Schei­de bleibt und die Da­ten mor­gens nach dem Ent­fer­nen per Blue­tooth an das Smart­pho­ne sen­det.

                              Der Kunst­stoff­ring wird nach der Mens­trua­ti­on in die Schei­de ein­ge­setzt und erst wie­der beim Ein­set­zen der nächs­ten Pe­ri­ode her­aus­ge­holt. Die Aus­wer­tungs­soft­ware er­stellt eine ge­naue Aus­wer­tung in Form ei­nes Zy­klo­fer­ti­lo­gram­mes mit An­zei­ge ei­nes Zy­klus­mus­ters, der frucht­ba­ren Tage und des Ei­sprungs. Nach drei Zy­klen soll es mög­lich sein, eine Ei­sprung-Pro­gno­se er­stel­len zu las­sen. Bleibt die Pe­ri­ode aus, kann das Ge­rät di­rekt eine Schwan­ger­schaft er­mit­teln. Bei ei­ni­gen An­bie­tern ist es dazu noch mög­lich, wei­te­re Be­ob­ach­tun­gen wie die Be­schaf­fen­heit des Zer­vix­schleims ein­zu­tra­gen. 

                              Vor­sicht: Abo­ge­büh­ren sind eine Kos­ten­fal­le und kön­nen die­se An­ge­bo­te bei län­ger­fris­ti­ger An­wen­dung sehr teu­er ma­chen.

                              Hor­mon­com­pu­ter

                              Wei­ter kön­nen Hor­mon­com­pu­ter zur na­tür­li­chen Ver­hü­tung oder Be­stim­mung der frucht­ba­ren Tage bei Kin­der­wunsch ver­wen­det wer­den. Der Hor­mon­test er­folgt durch Urin-Test­stäb­chen, die zur Aus­wer­tung ins Ge­rät ge­steckt wer­den. Nach un­ge­fähr fünf Mi­nu­ten leuch­tet dann die­ser Frucht­bar­keits­tra­cker rot für die frucht­ba­ren oder grün für die un­frucht­ba­ren Tage.

                              Ach­tung: Der Pearl-In­dex für die­se Hor­mon­com­pu­ter liegt bei 6.4, was be­deu­tet, dass die­se Me­tho­de nicht ge­eig­net ist für Paa­re, die eine Schwan­ger­schaft kon­se­quent ver­mei­den möch­ten. Auch für stil­len­de Frau­en oder sol­che, die vor Kur­zem schwan­ger wa­ren oder ei­nen sehr un­re­gel­mäs­si­gen Zy­klus ha­ben, sind die­se Ge­rä­te nicht die rich­ti­ge Wahl. 

                              Ther­mo­me­ter

                              Eine wei­te­re Mög­lich­keit ist, durch ein Ther­mo­me­ter die Ba­sal­t­em­pe­ra­tur zu mes­sen und via Blue­tooth an die zu­ge­hö­ri­ge App zu über­tra­gen. Die frucht­ba­ren Tage und da­mit der bes­te Zeit­punkt, um schwan­ger zu wer­den, sol­len da­mit an­ge­zeigt wer­den.

                              Ähn­lich funk­tio­niert ein Ge­rät, wel­ches die mor­gend­li­che Ba­sel­tem­pe­ra­tur un­ter der Zunge wäh­rend 60 Se­kun­den misst. Die­ser Zy­klus­com­pu­ter zeigt per Farb­ska­la an, ob ein frucht­ba­res Fens­ter vor­han­den ist. Die­ses Ge­rät dient ei­gent­lich zur Ver­hü­tung, kann je­doch auch als Frucht­bar­keits­tra­cker an­ge­wen­det wer­den. Es ist in der An­schaf­fung recht teu­er, ver­ur­sacht aber kei­ne Fol­ge­kos­ten durch den Kauf von Ur­in­stäb­chen und soll ei­nen Pearl-In­dex von 0.7 auf­wei­sen.

                              Sym­pto­ther­ma­le Hor­mon­com­pu­ter

                              Neue­re Ver­sio­nen von Com­pu­tern sol­len ne­ben der Be­rech­nung der frucht- und un­frucht­ba­ren Ta­gen zu­sätz­lich die Wahr­schein­lich­keit für das Ge­schlecht des Ba­bys an­ge­ben so­wie eine Funk­ti­on zur Be­rech­nung des Ge­burts­ter­mins be­inhal­ten. Nach ei­ner Schwan­ger­schaft kann die­ses Ge­rät auch zur Ver­hü­tung ge­nutzt wer­den, so­bald der Zy­klus wie­der re­gel­mäs­sig ist. Ein wei­te­rer Zy­klus­com­pu­ter be­rech­net via sym­pto­ther­ma­le Me­tho­de die un­frucht­ba­ren und frucht­ba­ren Tage so­wie den BMI der An­wen­de­rin. Die ge­ne­rier­ten Da­ten wer­den via Blue­tooth-Ba­sal­ther­mo­me­ter an eine zu­ge­hö­ri­ge App trans­por­tiert und aus­ge­wer­tet. 

                              Arm­band

                              Eine an­de­re Mög­lich­keit bie­ten Frucht­bar­keits­tra­cker für das Hand­ge­lenk. Das ele­gan­te Arm­band wird über Nacht ge­tra­gen, die Sen­so­ren er­mit­teln meh­re­re Wer­te wie Tem­pe­ra­tur, Puls, Atem­fre­quenz, Durch­blu­tung und Be­we­gung. Neue­re Ent­wick­lun­gen mes­sen die Tem­pe­ra­tur via Ohr­stöp­sel. Die dar­aus ge­won­ne­nen Da­ten sen­det das Arm­band mor­gens ans Smart­pho­ne, wor­aus die App In­for­ma­tio­nen über frucht­ba­re Tage, Schlaf­qua­li­tät und kör­per­li­che Fit­ness ab­lei­tet. Laut Her­stel­ler eig­net sich die­ses Weara­ble auch bei En­do­me­trio­se und wäh­rend des Stil­lens. 

                              Ein wei­te­res Pro­dukt misst den CO2-Ge­halt an­hand des Atems. Dazu muss das Ge­rät ein­mal täg­lich an den Mund ge­hal­ten wer­den, wäh­rend aus­ge­at­met wird. Via App wird an­ge­zeigt, ob man frucht­bar ist. 

                              Da­ten­schutz ge­nau über­prü­fen


                              Vor dem Kauf ei­nes Kin­der­wunsch-Weara­bles soll­ten Sie die Da­ten­schutz­er­klä­rung des Un­ter­neh­mens ge­nau durch­le­sen. Fra­gen Sie auch ru­hig di­rekt beim An­bie­ter nach. Denn Ihre sehr per­sön­li­chen Da­ten sind be­son­ders schüt­zens­wert und soll­ten ge­si­chert auf­be­wahrt wer­den.

                              Gut ist es, wenn die Da­ten ver­schlüs­selt über­mit­telt und bei der Spei­che­rung auf dem Ser­ver ge­trennt von den Nut­zer­da­ten ab­ge­legt wer­den. Das soll die An­ony­mi­sie­rung der sen­si­blen Da­ten ge­währ­leis­ten. Auch der Nach­weis, dass in der Schweiz oder Deutsch­land ste­hen­de Ser­ver für die Spei­che­rung ver­wen­det wer­den, kann dem Schutz der In­for­ma­tio­nen die­nen.

                              Fin­ger weg von Life­style-Pro­duk­ten


                              Zu vie­len Pro­duk­ten gibt es zwar Stu­di­en, aber häu­fig wer­den die­se von den An­bie­tern selbst fi­nan­ziert und kom­men kaum auf un­ab­hän­gi­ge Er­geb­nis­se. Von Life­style-Pro­duk­ten, die oft über­ra­schen­de Er­fol­ge ver­spre­chen, soll­ten Paa­re mit Kin­der­wunsch ge­ne­rell Ab­stand neh­men. 

                              Als Me­di­zin­pro­dukt zer­ti­fi­zier­te Tra­cker kön­nen da­ge­gen eine gute Ori­en­tie­rungs­hil­fe bie­ten, wenn es dar­um geht, ein Zeit­fens­ter für die «frucht­ba­ren Tage» zu er­mit­teln. Sie sind oft viel hand­li­cher in der An­wen­dung und kön­nen vie­len Frau­en das mor­gend­li­che Tem­pe­ra­tur­mes­sen, re­gel­mäs­si­ge Urin­tests und viel Rech­nen er­spa­ren. Nicht alle Soft­ware­ent­wick­ler sind mit den um­fang­rei­chen re­gu­la­to­ri­schen An­for­de­run­gen im Ge­sund­heits­we­sen ver­traut. Fällt ein Ge­rät oder eine App un­ter die Me­di­zin­pro­dukte­re­gu­lie­rung, gel­ten er­höh­te An­for­de­run­gen an Qua­li­täts­ma­nage­ment und Do­ku­men­ta­ti­on bei Ent­wick­lung, Tes­ting, Va­li­die­rung und Ver­sio­nen­ma­nage­ment. Die Markt­ein­füh­rung er­for­dert ein CE-Kenn­zei­chen und muss in den meis­ten Fäl­len Swiss­me­dic ge­mel­det wer­den. Geht ein Ge­rät oder eine App über eine rei­ne Wis­sens­be­reit­stel­lung wie Aus­bil­dungs­vi­de­os oder me­di­zi­ni­schen In­halt hin­aus und bie­tet Ent­schei­dungs­un­ter­stüt­zung und/oder be­rech­net ge­wis­se Pa­ra­me­ter, liegt ein Me­di­zin­pro­dukt vor.

                              Fa­zit: Vie­le Apps er­lau­ben das Tra­cken von zu­sätz­li­chen Pa­ra­me­tern wie Tem­pe­ra­tur, LH-Heim­tests, den zer­vi­ka­len Schleim. Sie kön­nen aber die ef­fek­ti­ven frucht­ba­ren Tage im mo­men­ta­nen Zy­klus nicht fest­stel­len. Dar­um sind sie zur Ver­hü­tung zu un­si­cher. In­ter­es­sant sind die Be­schrei­bun­gen in­ner­halb der Apps am je­wei­li­gen Zy­klus­tag wie der mög­li­chen Ge­müts­la­ge und der kör­per­li­chen Sym­pto­me wie Mü­dig­keit, Ver­stop­fung, Akne und Was­ser­ein­la­ge­run­gen ab­hän­gig von den er­rech­ne­ten Hor­mon­spie­geln.

                              Stellt sich die Er­fül­lung des Kin­der­wun­sches in den ers­ten zwölf Mo­na­ten nicht ein, su­chen Sie das Ge­spräch mit Ih­rer Gy­nä­ko­lo­gin. Das Al­ter des Paa­res, die An­zahl der noch vor­han­de­nen Ei­zel­len und das Sper­mio­gramm des Man­nes spie­len für eine wei­te­re Pla­nung eine wich­ti­ge Rol­le.

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                              Letzte Aktualisierung: 29.08.2022, AS

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