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                              Frau hat die Hände auf dem Bauch

                              Kann man den Ei­sprung spü­ren?


                              Wenn Sie Ih­ren Kör­per ge­nau be­ob­ach­ten, wer­den Sie etwa in der Zy­klus­mit­te lei­se Si­gna­le für Ihre frucht­ba­re Zeit er­ken­nen: Ein An­stieg der Kör­per­tem­pe­ra­tur (Ba­sal­t­em­pe­ra­tur), der Mit­tel­schmerz im Be­cken oder eine Ver­än­de­rung des Zer­vix­schleims... und ei­ni­ges mehr!

                              Die Kör­per­tem­pe­ra­tur (Ba­sal­t­em­pe­ra­tur) steigt an


                              Bei ei­nem ei­ni­ger­mas­sen nor­ma­len Zy­klus steigt die Kör­per­tem­pe­ra­tur nach dem Ei­sprung an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Ta­gen um etwa ein hal­bes Grad an. Die­se Ver­än­de­rung mer­ken Sie nor­ma­ler­wei­se nicht. Aber wer sich ein Kind wünscht, kann sei­ne Tem­pe­ra­tur täg­lich mes­sen (die so­ge­nann­te Ba­sal­t­em­pe­ra­tur ) und weiss dann im nächs­ten Zy­klus, wann mit dem Ei­sprung un­ge­fähr zu rech­nen ist.

                              Um eine brauch­ba­re Tem­pe­ra­tur­kur­ve zu er­hal­ten, soll­te im­mer zur glei­chen Uhr­zeit und an der­sel­ben Kör­per­stel­le ge­mes­sen wer­den. Am frucht­bars­ten ist eine Frau zwei bis drei Tage vor dem höchs­ten Punkt der Tem­pe­ra­tur­kur­ve. Das heisst: Wenn die Tem­pe­ra­tur zu stei­gen be­ginnt, ist es ei­gent­lich schon zu spät, um ein Kind zu zeu­gen.

                              Prak­tisch für die in­di­vi­du­el­le Aus­wer­tung ist des­halb eine in­ter­ak­ti­ve Ba­sal­t­em­pe­ra­tur­kur­ve. So kön­nen die Mes­sun­gen von ein paar Mo­na­ten zur Vor­aus­be­rech­nung der frucht­bars­ten Tage be­nutzt wer­den. Au­to­ma­tisch wird dies von ei­nem Zy­klus­com­pu­ter er­le­digt, den Sie in Apo­the­ken und Dro­ge­ri­en kau­fen kön­nen.

                              Der Mit­tel­schmerz


                              Eine von fünf Frau­en spürt den so­ge­nann­ten Mit­tel­schmerz, ei­nen Schmerz im Un­ter­leib, der durch den Ei­sprung her­vor­ge­ru­fen wird und we­ni­ge Mi­nu­ten bis zu meh­re­ren Stun­den dau­ern kann.

                              Der Zer­vix­schleim wird "spinn­bar"


                              Ein an­de­res Zei­chen ist die Ver­än­de­rung des Schleim­pfropfs, der den Ge­bär­mut­ter­hals (die Zer­vix) nach aus­sen hin ver­schliesst.

                              • Zu Be­ginn des Zy­klus, nach der Mens­trua­ti­on, ist die Schei­de eher tro­cken und es tritt we­nig Zer­vi­kal­schleim aus. Der Schleim­pfropf ist zäh­flüs­sig und prak­tisch un­durch­dring­bar für Sper­mi­en.

                              • Ge­gen den Ei­sprung hin ent­fal­tet das Hor­mon Ös­tro­gen sei­ne Wir­kung: Es be­fin­det sich mehr Schleim am Schei­den­aus­gang und er ist dünn­flüs­si­ger und durch­sich­ti­ger. Zwei Tage vor dem Ei­sprung, also an den ers­ten frucht­ba­ren Ta­gen, zieht er so­gar Fä­den zwi­schen Dau­men und Zei­ge­fin­ger, man nennt das „spinn­bar“. Vie­le Frau­en ver­glei­chen den Va­gi­nal­schleim in die­ser Zeit mit ro­hem Ei­weiss.

                              • Am Tag nach dem Ei­sprung ist der Schleim dann wie­der zä­her bis so­gar fast tro­cken. Die frucht­ba­ren Tage sind da­mit vor­bei.

                              Auch noch prak­tisch: Der ba­si­sche Zer­vix­schleim ver­schiebt in der emp­fäng­nis­be­rei­ten Zeit den pH-Wert des sonst sau­ren Schei­den­mi­lieus und bie­tet so den Sper­mi­en ein güns­ti­ges Über­le­bens­kli­ma und Nah­rung auf dem Weg zur Ei­zel­le.

                              Ge­bär­mut­ter­hals und Lymph­kno­ten in der Leis­te


                              Der Ge­bär­mut­ter­hals be­wegt sich in den Ta­gen vor dem Ei­sprung nach oben und wird wei­cher und of­fe­ner und die Lymph­kno­ten in der Leis­te schwel­len et­was an. Die Leis­ten­lymph­kno­ten sind klei­ne Drü­sen auf bei­den Sei­ten des Be­ckens. Die Schwel­lung ist auf der­sel­ben Sei­te des Kör­pers, auf der die Ei­zel­le in die­sem Zy­klus frei­ge­setzt wird.

                              Der Herz­schlag wird schnel­ler - in den Ta­gen vor dem Ei­sprung um etwa zwei Schlä­ge pro Mi­nu­te  (An­stieg der Ru­he­puls­fre­quenz RPR). Die Brüs­te und Brust­war­zen kön­nen dann - wie in ei­ner Schwan­ger­schaft - emp­find­li­cher sein und so­gar schmer­zen. An­de­rer­seits kann in den Ta­gen vor dem Ei­sprung der hohe Ös­tro­gen­spie­gel die Li­bi­do ver­stär­ken.

                              Schwa­che Mit­tel­blu­tung um den Ei­sprung her­um


                              Man­che Frau­en er­le­ben eine schwa­che Schmier­blu­tung (Spot­ting) um den Zeit­punkt des Ei­sprungs. Im ers­ten Teil des Zy­klus steigt der Ös­tro­gen­spie­gel, wo­durch die Ge­bär­mut­ter­schleim­haut wächst. Nach dem Ei­sprung stei­gen die Pro­ges­te­ron­wer­te an, wo­durch sich die Ge­bär­mut­ter­schleim­haut ver­dickt und reift. Spot­ting um den Ei­sprung her­um kann da­durch ver­ur­sacht wer­den, dass die Ge­bär­mut­ter­schleim­haut auf­grund des ho­hen Ös­tro­gen­spie­gels schon ge­wach­sen ist, sich je­doch noch nicht ver­dickt hat, da das Pro­ges­te­ron noch nicht sei­nen Hö­he­punkt er­reicht hat.

                              Der LH-Test oder Ovu­la­ti­ons­test


                              Al­ter­na­tiv zur Be­ob­ach­tung Ih­res Kör­pers gibt es ei­nen Ovu­la­ti­ons­test in der Apo­the­ke. Die Test­stäb­chen wer­den ein­fach in den Urin­strahl ge­hal­ten und mes­sen die zu­neh­men­de Kon­zen­tra­ti­on des Hor­mons LH in den 24 bis 36 Stun­den vor dem Ei­sprung.

                              Das Er­geb­nis ist in­nert drei Mi­nu­ten ab­les­bar. Es be­sagt lei­der nur, ob LH nach­weis­bar ist, aber nicht, ob es da­nach auch wirk­lich zu ei­nem Ei­sprung kommt - es gibt auch ei­nen LH-An­stieg ohne Ovu­la­ti­on. Ein an­de­res Test­ver­fah­ren misst den CO2-Ge­halt in der aus­ge­at­me­ten Luft.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              In der Zy­klus­mit­te steigt die Kör­per­tem­pe­ra­tur nach dem Ei­sprung an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Ta­gen um etwa ein hal­bes Grad an. Wer sich ein Kind wünscht, kann sei­ne so­ge­nann­te Ba­sal­t­em­pe­ra­tur täg­lich mes­sen und weiss dann im nächs­ten Zy­klus, wann mit dem Ei­sprung un­ge­fähr zu rech­nen ist. Um eine …
                              Nein. Was mit hoch­auf­lö­sen­dem Ul­tra­schall dar­stell­bar ist, nennt man Fol­li­kel (oder Ei­bläs­chen). Dies sind flüs­sig­keits­ge­füll­te Struk­tu­ren, die je­weils eine Ei­zel­le be­inhal­ten. Der Fol­li­kel wächst im Ver­lauf ei­nes Mo­nats zu ei­ner ge­nü­gen­den (rei­fen) Grös­se her­an, bis es zu ei­nem Ei­sprung kommt. …
                              Beim Ei­sprung, der Ovu­la­ti­on, platzt ein rei­fer Fol­li­kel im Ei­er­stock. Ob dies am lin­ken oder rech­ten Ei­er­stock ge­schieht, ist völ­lig zu­fäl­lig - und kei­nes­falls im­mer ab­wech­selnd. Eine oder meh­re­re Ei­zel­len wer­den dann von dem trich­ter­för­mi­gen Ende des Ei­lei­ters, der sich über den Ei­er­stock …

                              Fo­rum


                              Fra­gen, An­re­gun­gen oder Be­mer­kun­gen rund um die Tem­pe­ra­tur­mess­me­tho­de, Zer­vix­schleim- und Mut­ter­mund­be­ob­ach­tung oder zum sons­ti­gen Zy­klus­ge­sche­hen? Dann emp­feh­len wir, ein­mal in das swiss­mom-Fo­rum hin­ein­zu­schau­en: Tem­pe­ra­tur / Zer­vix­schleim / Mumu / Zy­klus­ge­sche­hen

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                              Letzte Aktualisierung: 15.03.2021, BH
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