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10 Le­bens­mit­tel, die für Schwan­ge­re tabu sind

Von ro­hen Ei­ern über Schim­mel­kä­se bis zu Al­ko­hol: Wor­auf wer­den­de Müt­ter bes­ser ver­zich­ten soll­ten.

Schwangere liest die Angaben auf einem Käsepaket
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Ab­wechs­lungs­reich und aus­ge­wo­gen soll sich eine wer­den­de Mut­ter er­näh­ren... ist doch ei­gent­lich ganz ein­fach, oder? Wenn da nur nicht die paar Spei­sen wä­ren, die jetzt be­son­ders ge­fähr­lich sein könn­ten.

1. Rohe Eier


Vor­sicht ist bei Ei­er­spei­sen an­ge­sagt: Roh oder halb roh kön­nen sie Sal­mo­nel­len ent­hal­ten. Ti­ra­mi­su, Bay­ri­sche Creme, Schog­gi-Mousse, haus­ge­mach­te Glace, Sau­ce Béar­nai­se und Hol­lan­dai­se so­wie selbst­ge­rühr­te Ma­yon­nai­se sind des­halb für wer­den­de Müt­ter tabu.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Eier sind grund­sätz­lich eine wert­vol­ler Er­näh­rungs­be­stand­teil ge­ra­de in der Schwan­ger­schaft und soll­ten im Spei­se­plan nicht feh­len. Nicht die Hüh­ner­ei­er selbst sind die häu­figs­ten Sal­mo­nel­len­über­trä­ger, son­dern Ge­rich­te, die aus nicht ganz fri­schen ro­hen Ei­ern zu­be­rei­tet und zu lan­ge und nicht …

2. Ro­hes Fleisch


Ro­hes oder nicht voll­stän­dig durch­er­hitz­tes Fleisch kann un­ter an­de­rem To­xo­pla­mo­se-Er­re­ger ent­hal­ten. Ver­zich­ten Sie des­halb auf blu­ti­ge Steaks, Car­pac­cio, Tar­tar, Roh­wurst oder ro­hen Schin­ken und Pö­kel­fleisch. Be­son­de­re Vor­sicht ist bei Schwei­ne-, Lamm und Zie­gen­fleisch ge­bo­ten.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Bei Ver­dacht auf eine fri­sche To­xo­plas­mo­se-In­fek­ti­on be­kommt die Mut­ter so­fort das An­ti­bio­ti­kum Spi­ra­my­cin. Ab etwa der 16. SSW oder wenn sich im wei­te­ren Ver­lauf durch eine Un­ter­su­chung im Na­bel­schnur­blut oder im Frucht­was­ser her­aus­stellt, dass die In­fek­ti­on tat­säch­lich auf das Kind über­ge­gan­gen …
Die Sym­pto­me der To­xo­plas­mo­se sind in den meis­ten Fäl­len so leicht und un­spe­zi­fisch, dass man sie für ei­nen leich­ten An­flug von Grip­pe hält. Des­halb kann man ohne Be­stim­mung des An­ti­kör­per­ti­ters in Ih­rem Blut nicht wis­sen, ob man schon ein­mal eine To­xo­plas­mo­se durch­ge­macht hat und im­mun ist. Bei …
Kann man auch über an­de­re tie­ri­sche Er­zeug­nis­se wie Milch und Eier eine To­xo­plas­mo­se be­kom­men? Nein, Milch und Eier sind kei­ne In­fek­ti­ons­quel­len für To­xo­plas­mo­se. Schwan­ge­re soll­ten den­noch vor­sich­tig sein: Un­pas­teu­ri­sier­te (Roh-)Milch kann Lis­te­ri­en und rohe Eier kön­nen Sal­mo­nel­len ent­hal­ten.

3. Ro­her Fisch


Ob Su­shi, Sa­shi­mi, Maki, roh ge­räu­cher­te Fo­rel­len­fi­lets oder Räu­cher­lachs, Mat­jes, He­ring, rohe Krab­ben oder rohe Aus­tern: Rohe und halb ge­gar­te Fisch­mahl­zei­ten kön­nen eine für Schwan­ge­re ge­fähr­li­che Le­bens­mit­tel­ver­gif­tung, Lis­te­rio­se und To­xo­plas­mo­se ver­ur­sa­chen.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Wäh­rend der Schwan­ger­schaft ist es sehr wich­tig, viel Fisch zu es­sen, denn da­mit führt man sich eine Ex­tra­por­ti­on Jod, hoch­wer­ti­ges Ei­weiss und wert­vol­le Ome­ga-3-Fett­säu­ren zu. Wenn Sie ger­ne Su­shi, Sa­shi­mi, Maki, ge­räu­cher­te Fo­rel­len­fi­lets oder Räu­cher­lachs, Mat­jes, He­ring oder rohe Aus­tern …
Die Deut­sche Ge­sell­schaft für Er­näh­rung (DGE) emp­fiehlt Schwan­ge­ren eine täg­li­che Jod­zu­fuhr von ca. 250 Mi­kro­gramm. Die­se Men­ge ist durch re­gel­mäs­si­gen Fisch­kon­sum (zwei­mal pro Wo­che) und kon­se­quen­te Ver­wen­dung von jo­dier­tem Spei­se­salz im Haus­halt nur an­nä­hernd zu er­rei­chen. Des­halb wird von …

4. Mit Queck­sil­ber be­las­te­te Fisch­sor­ten


Schwan­ge­re Frau­en soll­ten vor­sichts­hal­ber die stär­ker mit Queck­sil­ber be­las­te­ten Fisch­sor­ten mei­den, vor al­lem Thon, Schwert­fisch, Heil­butt oder Hecht, Hai, Tor­pe­do- und Za­cken­barsch. Grund­sätz­lich ist Fisch aber ge­sund, es wird zu zwei Fisch­mahl­zei­ten pro Wo­che ge­ra­ten.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Queck­sil­ber ist ei­ner der we­ni­gen Stof­fe, die zu Ent­wick­lungs­stö­run­gen beim un­ge­bo­re­nen Kind füh­ren kön­nen. Al­ler­dings müs­sen dazu sehr gros­se Men­gen mit der Nah­rung auf­ge­nom­men wer­den. Das deut­sche Bun­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Le­bens­mit­tel­si­cher­heit (BVL) rät des­halb, in der …

5. Milch­pro­duk­te aus Roh­milch 


Ach­ten Sie auf den Hin­weis "pas­teu­ri­siert": Da­bei wur­de die Milch näm­lich so stark er­hitzt, dass alle Kei­me ab­ge­tö­tet wur­den. Rohe Milch und die aus ihr her­ge­stell­ten Pro­duk­te (z.B. Weich­kä­se, Frisch­kä­se und Quark) kön­nen da­ge­gen Lis­te­rio­se-Bak­te­ri­en ent­hal­ten. 

6. Blau­schim­mel­kä­se


Ob Blau­schim­mel (Ro­que­fort, Gor­gon­zo­la) oder an­de­rer Edel­schim­mel (Lim­bur­ger, Müns­ter, Ro­ma­dur) – in ro­her Form we­gen mög­li­cher Lis­te­ri­en-Be­las­tung bes­ser nicht in der Schwan­ger­schaft! Ge­kocht, zum Bei­spiel in ei­ner Gor­gon­zo­la-Sau­ce, ist aber nichts da­ge­gen ein­zu­wen­den.

7. Schafs­kä­se


Der „ech­te“ Feta wird aus Roh­milch vom Schaf her­ge­stellt und häu­fig an der Kä­se­the­ke aus of­fe­nen Ge­fäs­sen ver­kauft. Lie­ber ab­ge­packt kau­fen und dar­auf ach­ten, dass er pas­teu­ri­siert wur­de. Glei­ches gilt für Zie­gen­kä­se und den ori­gi­nal Moz­za­rel­la aus Roh­milch.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Ja, prak­tisch ge­se­hen ist das so. Bei­de Be­grif­fe (auch Werk­milch) wer­den wäh­rend des Auf­be­rei­tungs­pro­zes­ses der Milch ver­wen­det, denn Roh­milch ist un­mit­tel­bar nach der Ge­win­nung aus hy­gie­ni­schen Grün­den nicht ge­nuss­fer­tig. Um ge­nus­s­taug­lich zu wer­den, muss sie auf- und um­ge­ar­bei­tet, z.B. mit Wär­me …
Nein. Die Über­le­bens- und Ver­meh­rungs­fä­hig­keit von Lis­te­ri­en ist stark vom Her­stel­lungs­ver­fah­ren und den La­ge­rungs­be­din­gun­gen ab­hän­gig - und das be­trifft noch vie­le an­de­re Le­bens­mit­tel. Ko­chen, Bra­ten, Ste­ri­li­sie­ren und Pas­teu­ri­sie­ren tö­tet die Lis­te­rio­se-Bak­te­ri­en ab. Da­ge­gen kön­nen Spei­sen mit …
Ist Par­me­san aus Roh­milch? So­lan­ge Milch­er­zeug­nis­se nicht pas­teu­ri­siert (wär­me­be­han­delt) sind, kön­nen sie ge­fähr­li­che Er­re­ger ent­hal­ten, z.B. Lis­te­rio­se-Bak­te­ri­en. Bei Hart­kä­se und Ex­tra­hart­kä­se tra­gen aber ver­schie­de­ne Schrit­te bei der Her­stel­lung zur mi­kro­bio­lo­gi­schen Si­cher­heit die­ser Käse bei. …

8. Ab­ge­pack­ter Sa­lat


Die Feuch­tig­keit in den Plas­tik­beu­teln in Kom­bi­na­ti­on mit den aus­tre­ten­den Zu­ckern, Mi­ne­ral­stof­fen und Pro­te­inen aus den Sa­lat­blät­tern lie­fert ei­nen gu­ten Nähr­bo­den für Bak­te­ri­en – so­gar im Kühl­schrank. Glei­ches gilt für nicht er­hitz­te Spros­sen und Keim­lin­ge.

9. Un­ge­wa­sche­nes Obst und Ge­mü­se


Ro­hes Ge­mü­se und Obst soll­te im­mer gründ­lich ge­wa­schen wer­den, so kann ein Gross­teil der even­tu­ell vor­han­de­nen Pes­ti­zi­den und/oder Fun­gi­zi­de ent­fernt wer­den. Aber auch Bak­te­ri­en, Fä­kal­kei­me und Schim­mel­pil­ze – und die gibt es na­tür­lich auch auf Bio-Ware.

10. Al­ko­hol


Es gibt kei­nen Grenz­wert, bis zu dem Al­ko­hol­ge­nuss in der Schwan­ger­schaft völ­lig un­be­denk­lich ist. Um si­cher zu ge­hen, soll­te man des­halb in der Schwan­ger­schaft ganz auf Al­ko­hol ver­zich­ten. Zi­ga­ret­ten­rau­chen und Dro­gen­kon­sum sind eben­falls tabu.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Das dür­fen Sie sich gön­nen! Es spricht nichts ge­gen ein ge­le­gent­li­ches al­ko­hol­frei­es Bier. Aber Vor­sicht! Vie­le „al­ko­hol­freie“ Bie­re sind nur al­ko­hol­re­du­ziert. In Deutsch­land darf sich z.B. je­des Bier al­ko­hol­frei nen­nen, des­sen Al­ko­hol­ge­halt un­ter 0,5 Pro­zent liegt. Ach­ten Sie auf die An­ga­be auf …
Es gibt kei­ne Al­ko­hol­men­ge, die in der Schwan­ger­schaft noch völ­lig un­be­denk­lich ist. Aber es gibt auch kei­ne ein­deu­ti­gen Hin­wei­se da­für, dass der ge­le­gent­li­che Ge­nuss von ge­rin­gen Men­gen Al­ko­hol Ih­rem Baby wäh­rend der Schwan­ger­schaft scha­det. Wenn Sie si­cher ge­hen wol­len, soll­ten Sie ganz auf …
Ei­ni­ge Kräu­ter und Ge­wür­ze kön­nen un­ter ge­wis­sen Vor­aus­set­zun­gen (z.B. of­fe­ner Mut­ter­mund) we­hen­för­dernd wir­ken. Dazu ge­hört ne­ben Ba­si­li­kum und Ore­ga­no auch Chi­nin (in Bit­ter Le­mon und To­n­ic Wa­ter ent­hal­ten), Zimt, Nel­ken, Ing­wer, Mus­kat, Ei­sen­kraut (Ver­be­na), Kamp­fer, Min­ze, Thu­ja, Kar­da­mom und …
Lust auf gros­se Men­gen La­kritz (das heisst mehr als 100 g pro Tag) ist über ei­nen be­grenz­ten Zeit­raum kein ernst­haf­tes Pro­blem. Den schwan­ger­schafts­ty­pi­schen Ess­ge­lüs­ten dür­fen Sie ru­hig eine Zeit­lang nach­ge­ben. Län­ger­fris­ti­ger über­mäs­si­ger Ver­zehr von La­kritz ("Bä­ren­dreck") kann aber …
Darf ich in der Schwan­ger­schaft Goji-Bee­ren es­sen? Nein bes­ser nicht: In der Schwan­ger­schaft wird - v.a. auf­grund man­geln­der Da­ten - vom Kon­sum die­ser Frucht ab­ge­ra­ten, da sie Be­tain, eine ab­or­ti­ve und mens­trua­ti­ons­aus­lö­sen­de  (em­menago­ge) Sub­stanz ent­hält, die den Blut­fluss in der Ge­bär­mut­ter und …
Grund­sätz­lich soll­ten Schwan­ge­re al­ko­hol­hal­ti­ge Le­bens­mit­tel und Ge­trän­ke mei­den. Und das gilt auch bei der Zu­be­rei­tung von Spei­sen. Selbst wenn die Spei­sen über den Sie­de­punkt ge­bracht wer­den (= Ko­chen), ver­flüch­tigt sich der Al­ko­hol­ge­halt nicht voll­stän­dig. Je nach Spei­se und Zu­be­rei­tungs­art …

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Letzte Aktualisierung: 18.07.2022, BH

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