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Schwangere räumt die Wäscheschublade auf
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Die 40. Wo­che Ih­rer Schwan­ger­schaft


Der Kli­nik­kof­fer ist ge­packt, das Kin­der­zim­mer ist ein­ge­rich­tet und falls sich in den ver­gan­ge­nen Ta­gen der Nest­bau­ins­tikt be­merk­bar ge­macht hat, ha­ben Sie viel­leicht noch das gan­ze Haus sau­ber ge­macht oder Kon­fi­tü­re ein­ge­kocht. Ir­gend­wann gibt es je­doch nicht mehr viel zu tun und das War­ten scheint sich end­los hin­zu­zie­hen. Auch wenn sich die Vor­freu­de aufs Baby nun fast nicht mehr aus­hal­ten lässt - ver­su­chen Sie, die letz­ten Tage der Schwan­ger­schaft ganz nach Ih­rem Gus­to zu ge­nies­sen.

Al­les bes­tens vor­be­rei­tet?


Jetzt kann der gros­se Tag nicht mehr weit sein! Die 40. SSW ist an­ge­bro­chen. Steht der Kli­nik­kof­fer be­reit? Wo ist das Auto ge­parkt? Wer­den äl­te­re Kin­der auf Ab­ruf gut ver­sorgt?

Die letz­ten Tage kön­nen un­end­lich lang wer­den. Pla­nen Sie ein paar be­son­de­re Ak­ti­vi­tä­ten für die­se Zeit. Las­sen Sie sich von Freun­den ein­la­den oder ge­hen Sie mit Ih­rem Part­ner al­lei­ne schön es­sen, be­su­chen Sie ein Mu­se­um, ge­hen Sie ins Kino oder ins Thea­ter – viel­leicht dau­ert es eine Zeit­lang, bis Sie das al­les wie­der un­ter­neh­men kön­nen...

Das kann in die­ser Schwan­ger­schafts­wo­che un­ter­sucht wer­den


  • Strep­to­kok­ken-Bak­te­ri­en (Ab­strich)

  • evtl. Blut­ar­mut (Hä­mo­glo­bin)

  • Wachs­tum des Fe­ten (Ul­tra­schall)

Das Nest ist ge­baut


Die meis­ten Frau­en be­mer­ken in die­sen Ta­gen den so­ge­nann­ten „Nest­bau­in­stinkt“ – ei­nen plötz­li­chen En­er­gie­schub, der sie dazu bringt, Schub­la­den auf­zu­räu­men, Fens­ter zu put­zen,  Fuss­bö­den zu wi­schen und Kon­fi ein­zu­ko­chen. Als ob das Haus für den Nach­wuchs auf Hoch­glanz po­liert wer­den müss­te... Vie­le Fach­leu­te sind der Mei­nung, dass die­ses Ver­hal­ten sehr nütz­lich zur na­tür­li­chen Aus­lö­sung von We­hen ist, an­de­re wie­der­um emp­feh­len, dem En­er­gie­schub nicht nach­zu­ge­ben und die Kräf­te lie­ber für die an­ste­hen­de an­stren­gen­de Ge­burts­ar­beit auf­zu­spa­ren. Tun Sie ein­fach das, wozu Sie Lust ha­ben!

Check­lis­te: We­hen­an­re­gung


Wer­den Sie ak­tiv bei der Ge­burt!


Be­we­gungs­frei­heit ist ein wich­ti­ger Fak­tor bei dem Um­gang mit dem We­hen­schmerz. Denn die ge­bräuch­li­che Rü­cken­la­ge ist kei­nes­falls die bes­te Lage, um ein Kind auf die Welt zu brin­gen. Sie kön­nen je­der­zeit um­her­lau­fen und sich be­we­gen, um die für Sie an­ge­nehms­te Ge­bär­po­si­ti­on zu fin­den. Für vie­le Ge­bä­ren­de ist al­lein schon der Ge­dan­ke, selbst et­was ak­tiv zur Ge­burt bei­tra­gen zu kön­nen, eine sehr gros­se psy­cho­lo­gi­sche Stüt­ze. 

Was er­war­tet Sie im Wo­chen­bett?


Das so­ge­nann­te Wo­chen­bett oder Kind­bett ist de­fi­niert ab Ge­burt der Pla­zen­ta bis ca. 6 Wo­chen da­nach. In die­ser Zeit durch­läuft Ihr Kör­per, Ihre Psy­che, aber auch Ihr Kör­per enor­me Ver­än­de­run­gen - er muss sich von den Stra­pa­zen der Ge­burt er­ho­len und pro­du­ziert an­de­re Hor­mo­ne als in der Schwan­ger­schaft. Die­se be­ein­flus­sen wie­der­um Ihre Ge­füh­le zum Kind und zu Ih­rem Part­ner, die Milch­pro­duk­ti­on, aber auch die Rück­bil­dung der Ge­bär­mut­ter.

Die Heb­am­me für's Wo­chen­bett


Wich­tig ist die Heb­am­me nicht nur vor und wäh­rend, son­dern auch noch nach der Ent­bin­dung. Sie weiss al­les über das Stil­len, die Neu­ge­bo­re­nen-Pfle­ge und was jun­ge Müt­ter im Wo­chen­bett brau­chen. Falls Sie noch kei­ne Nach­sor­ge-Heb­am­me ha­ben, wer­den Sie si­cher auf der Home­page der Schwei­zer Heb­am­men fün­dig:

So se­hen Neu­ge­bo­re­ne aus


Fast alle Neu­ge­bo­re­nen se­hen in den ers­ten Stun­den nach der Ge­burt selt­sam aus: Die Pro­por­tio­nen stim­men nicht, sie sind runz­lig im Ge­sicht, wie ein klei­ner al­ter Mensch. Oft sind sie noch mit ei­ner fett­hal­ti­gen, weiss­li­chen, wachs­ar­ti­gen Sub­stanz be­deckt, der Kä­se­schmie­re, die von der Haut des Ba­bys pro­du­ziert wird und es im Frucht­was­ser schützt. Kei­ne Sor­ge! Nach ei­ni­gen Ta­gen hat sich Ihr Baby von den Stra­pa­zen der Ge­burt er­holt und sei­ne Kör­per­funk­tio­nen ha­ben sich sta­bi­li­siert, ge­nau wie Sie selbst. Und spä­tes­tens dann wis­sen Sie, dass Sie das schöns­te Baby der Welt ha­ben!

Wo müs­sen Sie Ihr Baby an­mel­den?


Ver­ges­sen Sie nicht, Ihr Kind in­ner­halb von drei Ta­gen nach sei­ner Ge­burt bei Be­hör­den, Kran­ken­kas­se und Ar­beit­ge­ber an­zu­mel­den. So ver­pas­sen Sie kei­ne Vor­tei­le. Das Wich­tigs­te ha­ben wir für Sie zu­sam­men­ge­stellt.

Schwan­ger­schafts-Ko­lum­ne


Ihre Schwan­ger­schaft in Zah­len


Babybauch 20 Fruechte Wassermelone
  • 40. Woche nach dem 1. Tag der letzten Periode
  • 39 Wochen + 1 - 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 38. Woche nach der Befruchtung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: ca. 91-105 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 3550 g
  • Länge des Fetus: ca. 50 cm

Heb­am­men­tipp: Die Ge­burt be­ginnt


Schwangere mit Wehen telefoniert

Es ist oft nicht so leicht zu entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt ist, in das Spital zu fahren. Auf der einen Seite lassen sich diese ersten Wehen meist zu Hause besser ertragen, und auch das subjektive Zeitgefühl der Geburtslänge verkürzt sich, wenn Sie noch etwas in Ihren vertrauten vier Wänden bleiben. Auf der anderen Seite müssen Sie sich entspannen können, damit am Muttermund etwas passieren kann. Wenn Sie also Angst haben, ist das kontraproduktiv für den Geburtsfortschritt. Wenn Sie das Gefühl haben, die Geburt hat begonnen, rufen Sie Ihr Spital an. Die zuständige Hebamme wird schon am Telefon versuchen, mit Ihnen zu entscheiden, ob Sie noch zu Hause bleiben können oder besser direkt ins Spital fahren sollten. Ist bis jetzt alles komplikationslos und Sie können noch zu Hause bleiben, dann horchen Sie in einer Wehenpause in sich hinein. Erspüren Sie Ihre Stimmung und ob Sie Angst haben oder nicht. Denn sollten Sie sich Sorgen machen, fahren Sie lieber für einen Check-up ins Spital. Der Kopf kann sonst dem Körper und seiner Arbeit im Weg stehen. Sobald Sie dann wissen, dass alles okay ist, können Sie sich besser fallen lassen und Ihren Körper seine Geburtsarbeit machen lassen. 

Letzte Aktualisierung: 18.02.2020, BH
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