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Ihre Rech­te am Ar­beits­platz - in der Schwan­ger­schaft und nach der Ge­burt

Schwangere sitzt am Schreibtisch und telefoniert

Eine Schwan­ger­schaft be­deu­tet im­mer eine gros­se Ver­än­de­rung im Le­ben. Wenn Sie schwan­ger und be­rufs­tä­tig sind, gibt es also ei­ni­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen: Möch­ten Sie nach der Ge­burt wie­der ar­bei­ten und wenn ja, mit wel­chem Pen­sum? Oder sind Sie be­reit, Ihre Stel­le zu kün­di­gen, weil Sie je­der­zeit bei Ih­rem Kind sein möch­ten? 

Wann den Ar­beit­ge­ber über die Schwan­ger­schaft in­for­mie­ren?


So­bald die Frau aber von ih­ren Rech­ten als Schwan­ge­re ge­brauch macht –zum Bei­spiel von den Schutz­be­stim­mun­gen für Schwan­ge­re oder dem Kün­di­gungs­schutz – muss Sie ih­ren Ar­beit­ge­ber in­for­mie­ren. Ein gu­ter Zeit­punkt ist der vier­te Mo­nat, wenn die ers­ten kri­ti­schen 12 Schwan­ger­schafts­wo­chen ver­stri­chen sind. 

Von Ge­set­zes we­gen gibt es aber kei­ne Ver­pflich­tung oder ge­naue Frist, in­nert wel­cher eine Schwan­ge­re den Ar­beit­ge­ber über die Schwan­ger­schaft in­for­mie­ren muss. Be­den­ken Sie aber, dass es von Ver­trau­en und Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft zeugt, wenn Sie nicht zu lan­ge da­mit war­ten. Aus­ser­dem ist der Ar­beit­ge­ber be­stimmt froh, wenn ge­nü­gend Zeit für die wei­te­re Pla­nung be­steht.

Ver­si­chern Sie sich im An­schluss an das Ge­spräch mit Ih­rer Vor­ge­setz­ten, dass auch die Per­so­nal­ab­tei­lung über Ihre Schwan­ger­schaft in for­miert wird, für Sie gel­ten von nun an be­stimm­te Mut­ter­schutz­vor­schrif­ten.

Pla­nung der kom­men­den Schwan­ger­schafts­mo­na­te am Ar­beits­platz


Wie eine Schwan­ger­schaft ver­läuft, kann nie­mand vor­her­sa­gen und auch Ihr Ar­beit­ge­ber ist sich be­wusst, dass Sie von ei­nem Tag auf den an­de­ren aus­fal­len könn­ten. Wenn es Ih­nen ge­sund­heit­lich gut geht, ist das aber eine be­ru­hi­gen­de Nach­richt für den Ar­beit­ge­ber. 

Trotz­dem ist es wich­tig, die kom­men­den Mo­na­te zu pla­nen. Zum Bei­spiel, ob Sie vor der Ge­burt noch Fe­ri­en be­zie­hen möch­ten oder ob ge­plan­te Ge­schäfts­rei­sen oder grös­se­re zeit­auf­wen­di­ge Pro­jek­te we­gen Ih­rer Schwan­ger­schaft um­or­ga­ni­siert wer­den müs­sen. Auch falls et­was an Ih­rem Ar­beits­platz für Sie in den nächs­ten Mo­na­ten nicht mehr mach­bar ist, soll­ten Sie an­spre­chen. Und kün­den Sie mög­lichst recht­zei­tig an, wann Sie für Arzt­be­su­che un­ter­wegs sein wer­den.

Wenn Sie schon Vor­stel­lun­gen vom wei­te­ren Ver­lauf Ih­rer Be­rufs­tä­tig­keit nach der Schwan­ger­schaft ha­ben, könn­ten Sie die­se ru­hig schon an­spre­chen. Vie­le Ar­beit­ge­ber sind froh, wenn lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­te­rin­nen mit viel in­ter­nem Wis­sen dem Be­trieb er­hal­ten blei­ben, auch in ei­nem klei­ne­ren Ar­beits­pen­sum. Teil­zeit­ar­beit oder Job­sha­ring könn­ten also mög­li­cher­wei­se so­wohl für Sie als auch für Ih­ren Ar­beit­ge­ber at­trak­tiv sein.

Mut­ter­schafts­ver­si­che­rung und -ent­schä­di­gung


Er­werbs­tä­ti­ge Müt­ter ha­ben für die ers­ten 14 Wo­chen nach der Ge­burt des Kin­des An­spruch auf eine Mut­ter­schafts­ent­schä­di­gung. Die­se Ent­schä­di­gung wird via Aus­gleichs­kas­se vom Ar­beit­ge­ber aus­be­zahlt.

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Letzte Aktualisierung: 28.04.2022, PvE / CF / AS / NK

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