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Schwangere sitzt am Schreibtisch und telefoniert

Ihre Rech­te am Ar­beits­platz - in der Schwan­ger­schaft und nach der Ge­burt


Ist die gros­se Freu­de am po­si­ti­ven Schwan­ger­schafts­test so rich­tig ver­daut, kom­men die Ge­dan­ken auf, wie es nun wei­ter­geht. Ste­hen Sie mit­ten im Be­rufs­le­ben, dann fra­gen Sie sich si­cher, wie Sie Be­ruf und Kind ver­ein­ba­ren kön­nen. Wenn Sie wei­ter­hin ar­bei­ten wol­len, brau­chen Sie eine gute Kin­der­be­treu­ung. Wenn Sie schon wis­sen, dass Sie in der ers­ten Zeit nur für Ihr Kind da sein wol­len, taucht das Pro­blem auf, ob Sie even­tu­ell von sich aus das Ar­beits­ver­hält­nis kün­di­gen soll­ten. Auf was muss nun spe­zi­ell ge­ach­tet wer­den?

1. Al­les, was Recht ist


Wäh­rend der Schwan­ger­schaft und nach der Ge­burt gel­ten für Frau­en be­son­de­re Schutz­be­stim­mun­gen. Alle rechts­re­le­van­ten The­men sind bei swiss­mom un­ter "Geld, Recht, Be­ruf" dar­ge­stellt. Ei­nen ers­ten Über­blick er­hal­ten Sie un­ter fol­gen­den Links: 

Sie kön­nen dort z.B. nach­le­sen, wie und wann Sie Ih­ren Ar­beit­ge­ber über Ihre Schwan­ger­schaft in­for­mie­ren müs­sen. Dies ist für die meis­ten Frau­en kei­ne leich­te Si­tua­ti­on. Oft­mals ist man sich selbst über die ei­ge­nen Ge­füh­le noch nicht ein­mal recht im Kla­ren! Wann also ist der rich­ti­ge Zeit­punkt für ein sol­ches Ge­spräch? Und wie soll­te man es ge­stal­ten? Hier ei­ni­ge ers­te Tipps:

In Be­zug auf die Be­kannt­ga­be Ih­rer Schwan­ger­schaft an Ih­ren Ar­beit­ge­ber sei ge­sagt, dass von Ge­set­zes we­gen we­der grund­sätz­lich eine Ver­pflich­tung noch eine ge­naue Frist herrscht, in­nert wel­cher eine Schwan­ge­re den Ar­beit­ge­ber über die Schwan­ger­schaft in­for­mie­ren muss. Schliess­lich ist es Ihre per­sön­li­che An­ge­le­gen­heit, wann Sie sich tat­säch­lich Ge­wiss­heit über Ih­ren Zu­stand ver­schafft ha­ben. Da­mit kön­nen Sie selbst ent­schei­den, wann Sie den Chef oder die Che­fin in­for­mie­ren. So­bald die Frau aber von ih­ren Rech­ten als Schwan­ge­re pro­fi­tie­ren will, z.B die Schutz­be­stim­mun­gen für Schwan­ge­re und ins­be­son­de­re der Kün­di­gungs­schutz, muss Sie ih­ren Ar­beit­ge­ber in­for­mie­ren. War­ten Sie dem­nach nicht zu lan­ge. Ein gu­ter Zeit­punkt ist der vier­te Mo­nat, denn dann ist die Ge­fahr ei­ner Fehl­ge­burt nicht mehr so gross. Aus­ser­dem bleibt Zeit ge­nug für alle Be­tei­lig­ten, sich auf die neue Si­tua­ti­on ein­zu­stel­len und even­tu­el­le Vor­be­rei­tun­gen zu tref­fen: Eine Schwan­ger­schafts­ver­tre­tung or­ga­ni­sie­ren, Kon­zep­te für ein Teil­zeit- oder Job-Sharing-Mo­dell zu ent­wi­ckeln, etc.

Wenn Sie Ihre Schwan­ger­schaft we­sent­lich län­ger für sich be­hal­ten, könn­te dies für Ver­stim­mung sor­gen: Es ver­mit­telt den Ein­druck, als hät­ten Sie Angst vor den Fol­gen und we­nig Ver­trau­en in die Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft des Ar­beit­ge­bers. Ge­hen Sie selbst­si­cher an die Sa­che her­an: Eine Ver­än­de­rung in Ih­rer Be­rufs­pla­nung be­trifft im­mer auch Ihr be­ruf­li­ches Um­feld und soll­te von ver­ant­wort­li­cher Stel­le mit­ge­stal­tet wer­den. Ein rein for­ma­ler Tipp: In­for­mie­ren Sie im An­schluss an die­ses Ge­spräch auch die Per­so­nal­ab­tei­lung, weil von nun an be­stimm­te Mut­ter­schutz­vor­schrif­ten für Sie gel­ten.

Set­zen Sie sich zu­vor in Ruhe hin und über­le­gen Sie, was Sie be­spre­chen möch­ten. Vie­le Frau­en ha­ben vor al­lem des­halb Angst vor dem Ge­spräch, weil sie be­fürch­ten, der Ar­beit­ge­ber er­war­te de­fi­ni­ti­ve und ver­bind­li­che Aus­sa­gen. Dies ist nicht der Fall: Je­der weiss, dass Sie sich erst ge­nau fest­le­gen kön­nen, wenn das Kind ge­bo­ren ist und al­les plan­mäs­sig ver­lief. Ei­ni­ge wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen kön­nen Sie aber jetzt schon ge­ben: Zum Bei­spiel, ob Sie vor der Ge­burt noch Fe­ri­en be­zie­hen möch­ten oder ob ge­plan­te Ge­schäfts­rei­sen oder grös­se­re zeit­auf­wän­di­ge Pro­jek­te we­gen Ih­rer Schwan­ger­schaft eine Um­dis­po­nie­rung oder Um­or­ga­ni­sa­ti­on be­din­gen.

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Wenn es Ih­nen ge­sund­heit­lich gut geht, ist auch das eine be­ru­hi­gen­de Nach­richt für den Ar­beit­ge­ber. Sa­gen Sie ihm aber auch, wenn et­was an Ih­rem Ar­beits­platz für Sie in den nächs­ten Mo­na­ten nicht mehr mach­bar ist. Und kün­den Sie mög­lichst recht­zei­tig an, wann Sie für Arzt­be­su­che un­ter­wegs sein wer­den.

Wenn Sie schon ziem­lich ge­naue Vor­stel­lun­gen vom wei­te­ren Ver­lauf Ih­rer Be­rufs­tä­tig­keit nach der Schwan­ger­schaft ha­ben, könn­ten Sie die­se ru­hig schon an­spre­chen – das hängt ein we­nig da­von ab, wie gut Ihr Ver­hält­nis zum Chef oder zur Che­fin ist. Auf je­den Fall ist es ein Zei­chen von Ver­trau­en, wenn Sie Ihre Vor­ge­set­zen mit mög­lichst viel Of­fen­heit in Ihre Ent­schei­dungs­pro­zes­se ein­be­zie­hen.

Auf die­se Wei­se lässt sich auch recht gut aus­lo­ten, wie die Chan­cen für Teil­zeit­ar­beit oder Job-Sharing ste­hen. In Ab­spra­che mit Vor­ge­setz­ten oder der Per­so­nal­ab­tei­lung könn­ten Sie ent­spre­chen­de Vor­schlä­ge aus­ar­bei­ten und In­for­ma­tio­nen über prak­ti­zier­te Mo­del­le in an­de­ren Un­ter­neh­men be­schaf­fen. So viel En­ga­ge­ment spricht mit Si­cher­heit für Sie und zeigt, dass Sie auch mit Kind an Job und Fir­ma in­ter­es­siert blei­ben. Wie auch im­mer: Es wird für Sie und Ihr Kind eine gut an­nehm­ba­re Lö­sung ge­ben.

2. Ver­si­che­run­gen


Im Zu­sam­men­hang mit der Kran­ken­kas­se stellt sich ein Pa­ket von wei­te­ren Fra­gen für Sie; die Grund­zü­ge sind hier dar­ge­stellt:

Sie fin­den bei swiss­mom auch Hin­wei­se zu So­zi­al­hil­fe, Für­sor­ge oder be­son­de­re kan­to­na­le Leis­tun­gen.

3. Fa­mi­li­en­recht


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NEW­STI­CKER

Arbeit ist gesund für werdende Mamis: Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern hat an 5.628 gesunden Erstschwangeren ausgewertet, welche Lebensstilfaktoren eine Schwangerschaft positiv beeinflussen. Komplikationslos verlief die Schwangerschaft vor allem bei Frauen, die zu Beginn der Schwangerschaft abnahmen, sich mehr bewegten, ihren Alkoholkonsum einschränkten und viel frisches Obst und Gemüse assen. Auch Frauen, die in den ersten 15 Wochen ihrer Schwangerschaft arbeiteten, hatten seltener Probleme. Dies sei allerdings darauf zurückzuführen, dass berufstätige Frauen seltener Drogen konsumieren und über ein Einkommen verfügen, das ihnen einen gesunden Lebensstil erlaubt. (swissmom Newsticker, 12.1.

Letzte Aktualisierung: 30.03.2020, PvE / CF / AS / NK
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