Probleme in der Schule

Schulnöte

Die Schule nimmt einen zentralen Raum im Leben eines Schulkindes ein. Nicht nur, weil es dort einen grossen Teil seiner Zeit verbringt und viel lernen muss, sondern auch, weil sich in der Schule eine Vielzahl von sozialen Kontakten ergeben.

Läuft es in der Schule schlecht, ist dies eine grosse Belastung für das Kind und auch die Eltern leiden mit. Darum ist es wichtig, Schulnöte ernst zu nehmen und Wege zu suchen, wie dem Kind geholfen werden kann.

Auf den folgenden Seiten lesen Sie, wie Sie mit Spannungen mit der Lehrperson umgehen, wie Sie Ihrem Kind helfen können, wenn es unter Leistungsdruck und Schulstress leidet und warum Mobbing nicht wie ein gewöhnlicher Konflikt angegangen werden kann. Ausserdem lesen Sie, was Sie berücksichtigen sollten, wenn es um die Frage geht, ob ein Kind eine Therapie braucht.

Newsticker

Bester Platz für beste Noten | 30.05.2019

Nicht auf jedem Platz im Klassenzimmer lernt es sich gleich gut: Eine Tübinger Studie zeigt erstmals, dass Schüler mehr vom Unterricht mitbekommen und besser lernen, wenn sie so nahe wie möglich bei der Lehrkraft sitzen. Die Forscher nutzten ein für die Studie eigens programmiertes virtuelles Klassenzimmer. Alle Kinder erlebten darin mittels Virtual Reality (VR-) Brillen exakt dieselbe Unterrichtssituation: entweder von einem Sitzplatz nahe bei der Lehrkraft oder in der letzten Reihe. Dabei hatten sie auch virtuelle Mitschüler im Blick, die ab und zu den Unterricht störten, indem sie flüsterten oder sich umdrehten. Nach einer gemeinsamen Unterrichtsstunde lösten Schüler der vorderen Sitzreihen Matheaufgaben schneller und besser als die der hinteren Reihe. Die Forscher folgern, dass sie den Unterricht aufmerksamer verfolgen und sich weniger ablenken lassen als Schüler in der letzten Reihe. Fazit: Im Schulalltag sollten sich die Lehrkräfte im Klassenraum bewegen und die Sitzposition der Schüler während eines Schuljahres regelmässig wechseln.

Hallo Wunderfitz! | 30.07.2018

Derzeit konzentrieren sich die meisten Massnahmen im Klassenzimmer darauf, Kindern schon früh beizubringen, ihre Stimmungen und Gefühle zu kontrollieren. Die Bedeutung der Neugier sollte aber nicht unterschätzt werden. Zu diesem Fazit kommen US-amerikanische Forscher, die Daten von 6.200 Kindern ausgewertet und im renommierten Fachblatt Pediatric Research veröffentlicht haben. Je neugieriger ein Kind war, desto grösser war die Wahrscheinlichkeit, dass es beim Rechnen und Lesen bessere Leistungen brachte – und zwar vor allem wenn es aus einer ärmeren Familie stammte. Die Freude am Entdecken und Forschen zu fördern, könnte demnach insbesondere bei Kindern aus wirtschaftlich benachteiligten Verhältnissen eine wichtige und unterschätzte Möglichkeit sein, die Schulnoten zu verbessern.

Legasthenie im Röntgenbild | 19.07.2017

Rund jedes 20. Kind hat eine Lese-Rechtschreibschwäche. Trotz normaler Intelligenz fällt es Kindern mit Legasthenie schwer, Wörter richtig zu lesen und zu schreiben. Ein MRT-Scans des Gehirns im Vorschulalter kann mit einer Trefferquote von 75 % zeigen, ob ein Kind am Ende der ersten Klasse an einer Lese-Rechtschreibschwäche leidet. Das haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften herausgefunden. Möglicherweise könnte die Methode in vereinfachter Form zur Früherkennung einer Legasthenie bei Kindern im Vorschulalter genutzt werden. Mit einer entsprechenden Förderung könnte so die Ausprägung der Störung deutlich abgeschwächt werden und die Kinder, ihr Selbstbewusstsein und die Lernmotivation müssen nicht leiden.

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