Nicht zu empfehlende Getränke in der Schwangerschaft
Schwangere sollen viel trinken. Aber welche Getränke sollte man als werdende Mutter vermeiden?
In der Schwangerschaft nimmt Ihr Blutvolumen zu, was bedeutet, dass Sie mehr Flüssigkeit brauchen. Doch nicht alle Getränke eignen sich dafür, den Flüssigkeitsbedarf zu decken.
Koffein in der Schwangerschaft
Da Koffein die Plazentaschranke schnell überwindet, ist der Koffeinspiegel im Blut Ihres Kindes ähnlich hoch wie bei Ihnen selbst. Koffein besitzt eine stimulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, den Kreislauf, die Atmung und entzieht dem Köper zudem Flüssigkeit. Das ungeborene Kind kann mit einem schnelleren Herzschlag und vermehrte Aktivität auf das Koffein reagieren.
Die empfohlene Tagesdosis Koffein beträgt 200 Milligramm, was etwa zwei Tassen Filterkaffee entspricht. Berücksichtigen Sie dabei aber, dass auch Schwarztee, Cola und Schokolade Koffein enthält.
| Getränk | Koffeingehalt |
|---|---|
| Eine Tasse Filterkaffee (150ml): | 90 mg |
| Eine Tasse Schwarztee (250 ml): | 55 mg |
| Eine Tasse Espresso (40 ml): | 60 mg |
| Ein Glas Cola (200 ml): | 65 mg |
| Eine Dose Energiedrink (250 ml): | 80 mg |
Wenn Sie nur schwer auf Kaffee oder Cola verzichten können, versuchen Sie es mit den entkoffeinierten Sorten. Achten Sie dabei auf die Bezeichnung "natürlich entkoffeiniert". Als Alternative bieten sich auch die sogenannten Getreidekaffes an oder Sie steigen auf Milchkaffe um: halb soviel Kaffee, dafür umso mehr Milch.
Getränke mit Teein und Tannin in der Schwangerschaft
Schwarzer, weisser und grüner Tee hat auf den Körper dieselbe Wirkung wie Kaffee, enthält aber nur halb so viel Koffein (chemisch identisch mit Teein), wenn Sie ihn nicht zu lange ziehen lassen. Allerdings hemmt das reichlich vorhandene Tannin wie das Koffein die Verwertung von Eisen und die Gerbstoffe können Verstopfung begünstigen.
In Apotheken, Reformhäusern und Drogerien erhalten Sie spezielle Teemischungen für Schwangere. Damit sind Sie auch auf der sicheren Seit und trinken keine Kräutertees, welche in der Schwangerschaft vermieden werden sollten.
Chininhaltige Getränke in der Schwangeschaft
Chinin ist ein Aromastoff in Tonic- und Bitter-Lemon-Getränken.Wegen der wehenauslösenden Wirkung sollten Sie in der Schwangerschaft darauf verzichten. Achten Sie auch bei anderen bitteren Getränken darauf, ob es Chinin enthält.
Alkohol und Schwangerschaft
In der Schwangerschaft teilen Sie sich Ihren Blutkreislauf mit dem ungeborenen Kind. Steigt der Alkoholgehalt in Ihrem Blut, ist derjenige des Babys zwei Stunden später genau so hoch. Für die Zellen ist Alkohol giftig und wenn Sie bedenken, dass in einer Schwangerschaft unvorstellbar viele neue Zellen entstehen, die durch Alkohol zerstört werden können, kann auch der Schaden abgeschätzt werden.
Es existiert keine Höchstmenge an Alkohol, die in der Schwangerschaft als unbedenklich gilt. Alkohol kann schon in geringen Mengen und zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefährden.
Milch in der Schwangerschaft
Lebensmittel, welche vor dem Essen oder Trinken nicht erhitzt werden, bergen ein Risiko für eine Listeriose. Dazu gehört auch Milch. Da Listerien durch Erhitzen ab einer Temperatur von 65 °C abgetötet werden, sollten Sie nur Milch konsumieren, welche entweder pasteurisiert oder mit Ultra-Hoch-Temperatur (UHT) erhitzt wurde. Rohmilch ist unbehandelt oder auf höchstens 40 °C erwärmt. Darauf sollten Sie also verzichten.
Zucker und Süssstoffe in Getränken
Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke, denn damit nehmen Sie in kurzer Zeit viele Kalorien zu sich. Getränke mit künstlichem Süssstoff (Aspartam oder Saccharin) sowie Zuckeraustauschstoffen wie zum Beispiel Sorbit, Xylit oder Isomalt können Sie in der Schwangerschaft problemlos konsumieren.