Progesteron

Progesteron (Gelbkörperhormon)

Progesteron ist eines der wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone. Bei Schwangeren wird es zunächst im Gelbkörper (Corpus luteum) und später dann im Mutterkuchen (Plazenta) gebildet. Bei Erwachsenen beiderlei Geschlechts werden, unabhängig von einer Schwangerschaft, ausserdem geringe Progesteronmengen in der Nebennierenrinde produziert.

Das Gelbkörperhormon ist während der zweiten Zyklushälfte das wichtigste Hormon. Es bereitet die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor, deshalb nennt man es auch „Schwangerschaftshormon“. Wenn tatsächlich eine Schwangerschaft eintritt, sorgt es für ihren Fortbestand. Progesteron verhindert beispielsweise, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und den Embryo abstösst. Ausserdem bereitet es die Brustdrüse auf die Milchproduktion und -abgabe vor und erhöht dauerhaft die Basaltemperatur.

Progesteron wirkt aber auch an anderen Stellen des Körpers. An der Magen-Darm-Muskulatur verursacht es ebenfalls eine „Ruhigstellung“, so dass die Nahrung länger im Verdauungstrakt bleibt als bei Nichtschwangeren. Wertvolle Nahrungsbestandteile können so besser ausgenutzt werden. Leider kommt es dadurch zum in der Schwangerschaft besonders lästigen Aufstossen, zu Magenbrennen, Völlegefühl, Blähungen und schliesslich auch Verstopfung.

Synthetische Hormone, die dem Progesteron ähneln, nennt man Gestagene. Sie werden z.B. zur Schwangerschaftsverhütung durch die "Anti-Baby-Pille" eingesetzt. Aber auch bei einer Gelbkörperschwäche, Blutungen in der Frühschwangerschaft und zur Verhinderung einer Fehlgeburt kann man Gestagene gezielt einsetzen.

Newsticker

Pizza, Kuchen und mehr | 11.08.2020

Verlangen nach Pommes, Burger und Pizza? Gelüste auf Eis, Kuchen und Schokolade? Viele Frauen erleben kurz vor dem Eintreten der Periode neben Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Brustspannen (PMS) auch einen plötzlichen Heisshunger auf Süsses oder Salziges. Vor allem hochkalorische Lebensmittel erscheinen während der zweiten Zyklushälfte viel schmackhafter als in der ersten Zyklushälfte. Diese Gelüste auf bestimmte Lebensmittel werden in Zusammenhang mit dem Spiegel des Hormons Progesteron gebracht. Je höher dieser ausfiel und je weniger Beeinträchtigungen die Frauen aufgrund prämenstrueller Symptome spürten, desto eher reagierten sie auf hochkalorische Lebensmittel. Frauen mit mehr Beschwerden und niedrigem Progesteronspiegel reagierten hingegen weniger interessiert.

Letzte Aktualisierung : 03-04-18, BH

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