Geschwister

Geschwister - eine Bindung fürs Leben


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Eifersucht unter Geschwistern: Eifersucht auf den Bruder oder die Schwester ist normal. Denn die Geschwisterkinder konkurrieren in gewissem Masse um die Zuneigung und Fürsorge der Eltern. Trotzdem sollten die Eltern kritisch prüfen, inwieweit sie selbst mit ihrem Verhalten möglicherweise die Eifersucht beim Kind schüren. Gut ist, mit den Geschwistern mal getrennt etwas zu unternehmen. So fühlt sich der Sprössling weniger benachteiligt und erlebt etwas Besonderes mit Mutter und/oder Vater. Keinesfalls dürfen Eltern ihre Kinder vergleichen oder als gegenseitiges Vorbild hinstellen, so werde die Eifersucht nur geschürt. Darüber hinaus können positive Erlebnisse zwischen den Geschwistern das Verhältnis ebenfalls verbessern. So lernen die Kinder, sich gegenseitig als Bereicherung zu sehen.

Erstgeborene unter Druck: Früher erbten sie den Landbesitz des Vaters, heute findet man erstgeborene Kinder häufig in Leitungspositionen. Doch der höhere Rang in der Geschwisterfolge macht auch Stress. Die Ankunft des zweiten Babys lässt den Blutdruck der Erstgeborenen um bis zu 5% ansteigen, wie eine Untersuchung in England jetzt ergab. In der Folge scheint die Angst vor der "Entthronung" zur typischen Machtorientierung der älteren Kinder beizutragen. Sie lernen, dass sie sich ständig strategisch absichern müssen, während die Jüngeren - rebellischer, kreativer, risikofreudiger - das allein mit einem Lächeln schaffen. 

Männer mit vielen Brüdern sind fruchtbarer: Frauen auf Partnersuche sollten in erster Linie auf die Anzahl seiner Brüder achten. Je mehr es gibt, umso fruchtbarer ist der Auserwählte. Das besagt eine aktuelle Studie der Universität Sheffield gekommen, die Stammbäume und Spermabeweglichkeit von 500 Männern untersucht hat. Bei vielen Brüdern waren die Spermien schneller als bei Schwestern. Auch Frauen reichen ihre Fruchtbarkeit in die nächste Generation weiter. Als Einzelkind haben sie eine geringere Chance, schwanger zu werden als mit Schwestern. 

Geschwister-Mobbing: Regelmässig durch Geschwister gequält zu werden, kann das Risiko für eine spätere psychische Störung erhöhen. Forscher aus Oxford haben rund 7.000 Kinder im Alter von zwölf Jahren befragt und bis zu ihrem 18. Lebensjahr begleitet. Jene 786 Kinder, die angegeben hatten, dass sie von einem Bruder oder einer Schwester mehrmals in der Woche gemobbt worden waren, verfügten über ein doppelt so hohes Risiko für Depressionen, Angstgefühle und Selbstverletzungen wie Kinder mit „friedlichen“ Geschwistern. Mädchen waren etwas stärker betroffen als Jungen, und am häufigsten in Familien mit drei oder mehr Kindern. Verantwortlich waren laut der Studie oft ältere Brüder.