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Mädchen stupst mit Nase am Babybauch der Mutter
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Die zwei­te Schwan­ger­schaft


Konn­ten Sie sich wäh­rend der ers­ten Schwan­ger­schaft noch ge­nü­gend aus­ru­hen und Zeit für sich und Ihr Un­ge­bo­re­nes neh­men, fällt die­se in der zwei­ten Schwan­ger­schaft gröss­ten­teils weg. Vor al­lem dann, wenn Ihr ers­tes Kind noch im Klein­kind­al­ter ist. Zum ei­nen will der Haus­halt ge­macht wer­den, zum an­de­ren möch­te ihr Kind ge­nau­so mit Mama spie­len, her­um­to­ben und draus­sen die Welt er­kun­den, wie bis­her.

Aber wahr­schein­lich wer­den Sie gar nicht viel Zeit und Ge­le­gen­heit ha­ben, um sich Ge­dan­ken zu ma­chen. Durch die täg­li­che Ab­len­kung wer­den die neun Mo­na­te für Sie ziem­lich schnell vor­bei­ge­hen.

Be­schwer­den sind noch be­schwer­li­cher


Wenn Sie eine un­pro­ble­ma­ti­sche Schwan­ger­schaft er­le­ben, wer­den Sie all die schon be­kann­ten Ver­än­de­run­gen im All­tag gut und ger­ne - ge­gen Ende idea­ler­wei­se mit et­was Un­ter­stüt­zung - be­wäl­ti­gen kön­nen. Schwie­rig wird es, wenn Sie an ei­ner oder meh­re­ren der ty­pi­schen Be­schwer­den lei­den.

Zu Be­ginn der Schwan­ger­schaft kämp­fen vie­le Frau­en ge­gen die Übel­keit. Dies ist ge­ra­de dann schwie­rig, wenn Sie die Schwan­ger­schaft zu die­sem Zeit­punkt noch nicht be­kannt ge­ben möch­ten und ei­gent­lich auf Hil­fe an­ge­wie­sen wä­ren. Ein for­dern­des Klein­kind ist das letz­te, mit dem Sie sich ab­ge­ben wol­len, wenn Sie alle Kräf­te brau­chen, um Nah­rung bei sich zu be­hal­ten. Das­sel­be gilt für die Mü­dig­keit. In der ers­ten Schwan­ger­schaft kann man sich noch auf das Sofa le­gen - mit ei­nem Klein­kind ist das eine Wunsch­vor­stel­lung, die nicht rea­li­sier­bar ist. Am bes­ten nut­zen Sie den Mit­tags­schlaf des Kin­des und ge­hen abends ge­nau­so früh zu Bett.

Kom­pli­ka­tio­nen sind noch kom­pli­zier­ter


Wenn Sie in der vor­her­ge­hen­den Schwan­ger­schaft Schwan­ger­schafts­kom­pli­ka­tio­nen er­lebt ha­ben, ist es wahr­schein­lich, dass Sie auch in die­ser Schwan­ger­schaft nicht ver­schont blei­ben. Das gilt vor al­lem für Kom­pli­ka­tio­nen wie vor­zei­ti­gen We­hen und Früh­ge­burt, Blut­hoch­druck, über­mäs­si­ger Übel­keit (Hy­pere­me­sis), Schwan­ger­schafts­dia­be­tes oder Wo­chen­bett-De­pres­sio­nen. Es muss aber nicht so sein. Ihr Arzt oder Ihre Ärz­tin wird bei den Kon­troll­un­ter­su­chun­gen sehr ge­nau auf frü­he An­zei­chen ach­ten und al­les ge­nau mit Ih­nen be­spre­chen.

Wenn Sie an ei­ner Schwan­ger­schafts­kom­pli­ka­ti­on lei­den, die Sie dazu zwingt, sich zu scho­nen oder ver­mehrt zu lie­gen, ist es wich­tig, dass Sie gut or­ga­ni­siert sind. Fra­gen Sie früh­zei­tig bei Fa­mi­lie und Freun­den nach, wer Sie un­ter­stüt­zen und Zeit mit Ih­rem Kind ver­brin­gen könn­te.

Kör­per­li­che Ver­än­de­run­gen ge­hen schnel­ler


Beim ers­ten Kind ha­ben Sie viel­leicht vol­ler Un­ge­duld dar­auf ge­war­tet, Ihr Baby zu spü­ren. In ei­ner zwei­ten Schwan­ger­schaft wer­den Sie die Kinds­be­we­gun­gen schon et­was frü­her be­mer­ken, da Sie die­ses „spe­zi­el­le Ge­fühl“ schon ken­nen und ein­ord­nen kön­nen.

Konn­ten Sie es in der ers­ten Schwan­ger­schaft kaum er­war­ten, Ih­ren Ba­by­bauch zu zei­gen, müs­sen Sie sich beim zwei­ten Mal we­ni­ger lan­ge ge­dul­den, denn der Bauch­um­fang nimmt schnel­ler zu. Da sich Ihr Ge­we­be, v.a. die Bauch­mus­ku­la­tur, be­reits ein­mal stark aus­ge­dehnt hat, wird der Bauch schnel­ler sicht­bar sein.

Da­ge­gen kann es sein, dass sich Ihre Brüs­te we­ni­ger emp­find­lich an­füh­len und nicht mehr so schnell prall und gross wer­den wie vor­her.

Sie wis­sen, was Sie bei der Ge­burt er­war­tet


Weil Sie die An­zei­chen des sich ver­än­dern­den Kör­pers bes­ser ein­schät­zen kön­nen, wer­den Sie ver­mut­lich auch et­was ge­las­se­ner sein, wenn Sie das ers­te Zie­hen im Bauch spü­ren. Braxt­on-Hicks-Kon­trak­tio­nen, wil­de We­hen, Vor­we­hen oder Übungs­we­hen kann man meist durch et­was Ruhe, leich­te Be­we­gung oder ei­nen Po­si­ti­ons­wech­sel lin­dern. Aus Ih­rer Er­fah­rung mit der ers­ten Schwan­ger­schaft ken­nen Sie den Un­ter­schied zu ech­ten We­hen und sind kaum be­un­ru­higt.

Wenn die ers­te Ge­burt ein gross­ar­ti­ges Er­leb­nis war, kön­nen Sie bei der zwei­ten Ge­burt da­von pro­fi­tie­ren. Wäh­rend sich eine ers­te Ge­burt durch­schnitt­lich über 12 bis 14 Stun­den hin­zieht, sind die nächs­ten Ge­bur­ten mit durch­schnitt­lich ca. 7 Stun­den be­deu­tend kür­zer. Wenn Ihre ers­te Ge­burt also rasch ab­ge­lau­fen ist, ha­ben Sie gute Chan­cen, dass es auch beim zwei­ten Kind schnel­ler und ein­fa­cher ge­hen wird. Um­ge­kehrt kön­nen schlech­te Er­fah­run­gen aber auch sehr be­las­tend sein und die Angst vor der zwei­ten Ge­burt noch ver­grös­sern. Durch die Ver­kramp­fung ist die Wahr­schein­lich­keit gross, dass es eine kom­pli­zier­te Ge­burt wird.

Frau­en, die bei der ers­ten Ge­burt ei­nen Kai­ser­schnitt hat­ten, fürch­ten oft, dass es auch bei der zwei­ten Ge­burt zu ei­ner Schnitt­ent­bin­dung kommt. Es gibt aber kei­nen Grund, eine spä­te­re va­gi­na­le Ent­bin­dung aus­zu­schlies­sen. In vie­len Fäl­len kann das zwei­te Baby ganz nor­mal zur Welt kom­men. Wich­tig ist, aus wel­chem Grund der Kai­ser­schnitt bei der ers­ten Ge­burt durch­ge­führt wer­den muss­te und ob der Grund in die­ser zwei­ten Schwan­ger­schaft auch noch be­steht. Für eine va­gi­na­le Ent­bin­dung nach frü­he­rem Kai­ser­schnitt soll­te das Baby al­ler­dings auf we­ni­ger als 4000 g ge­schätzt sein und sich in Schä­del­la­ge be­fin­den.

Ruhe im Wo­chen­bett - das muss or­ga­ni­siert wer­den


Das Wo­chen­bett ist die Zeit für Mut­ter und Baby, in der sich bei­de von der Ge­burt er­ho­len und ken­nen­ler­nen kön­nen. Mit ei­nem zwei­ten Kind ist es nicht mehr ganz so ein­fach, sich die­se Zeit wirk­lich zu neh­men. Scheu­en Sie sich nicht, um Un­ter­stüt­zung zu bit­ten. Ge­ra­de wenn Ihr Part­ner nur kur­ze Zeit zu Hau­se blei­ben kann, tut es gut, wenn Ih­nen je­mand das Mit­tag­essen kocht oder für ein paar Stun­den et­was mit Ih­rem ers­ten Kind un­ter­nimmt. Wäh­rend Sie Ihr Baby stil­len, brau­chen Sie be­son­ders viel Ruhe. Dazu gibt es bei uns ei­ni­ge Tipps.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Stimmt es, dass die Prä­eklamp­sie in der zwei­ten Schwan­ger­schaft sel­te­ner auf­tritt? Jede Frau, die zum ers­ten­mal schwan­ger ist, hat ein sta­tis­ti­sches Ri­si­ko von ca. 3-5%, eine Prä­eklamp­sie (Ge­sto­se) zu ent­wi­ckeln. In der zwei­ten Schwan­ger­schaft liegt die­ses Ri­si­ko nur noch bei 0,5%. Be­rück­sich­tigt …
Auch wenn Sie mei­nen, sich an den letz­ten Kurs noch gut er­in­nern zu kön­nen und die ei­ge­ne Er­fah­rung der Ge­burt hin­ter sich ha­ben: Vie­les ver­gisst man er­staun­lich schnell, vor al­lem die Atem­tech­nik. Ohne fach­kun­di­ge An­wei­sung ist es schwer, sie sich wie­der an­zu­eig­nen. Aus­ser­dem gibt es viel­leicht …
In vie­len Fäl­len steht ei­ner va­gi­na­len Ent­bin­dung nach ei­nem Kai­ser­schnitt nichts ent­ge­gen. Aus­schlag­ge­bend ist im Ein­zel­fall, war­um die da­ma­li­ge Schnitt­ent­bin­dung durch­ge­führt wur­de. Be­steht der­sel­be Grund im­mer noch, kann ein ge­plan­ter Kai­ser­schnitt sinn­voll sein. Bei­spiel: Wenn das müt­ter­li­che …
Letzte Aktualisierung: 15.02.2021, KM/BH
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