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Junge zeigt Mädchen die Faust
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Krach un­ter den Kin­dern


In Fa­mi­li­en mit meh­re­ren Kin­dern kann es manch­mal rich­tig kra­chen. Das ist et­was All­täg­li­ches und auch völ­lig nor­mal. Denn im Streit pral­len die un­ter­schied­li­chen In­ter­es­sen, Er­fah­run­gen und Stim­mun­gen der in der Re­gel un­ter­schied­lich ver­an­lag­ten Kin­der auf­ein­an­der. Nur wenn Ihre Kin­der auch Ge­le­gen­heit ha­ben, die­se Kon­flik­te aus­zu­tra­gen, ler­nen sie, sich ab­zu­gren­zen und ein ge­sun­des Selbst­be­wusst­sein zu ent­wi­ckeln.

Streit muss also sein, auch wenn er manch­mal das Fa­mi­li­en­le­ben stört und die El­tern nervt und da­durch Ver­stim­mun­gen auf­tau­chen. Spä­tes­tens, wenn das Ge­brüll im Kin­der­zim­mer oder das Ge­zan­ke am Ess­tisch un­über­hör­bar wer­den, wer­den Sie sich fra­gen, ob Sie ein­grei­fen sol­len – und wie es mach­bar wäre, eine sol­che Es­ka­la­ti­on ein an­de­res Mal zu ver­hin­dern. Da­bei ist es vor al­lem wich­tig, den rich­ti­gen Zeit­punkt zu er­wi­schen. Grei­fen Sie zu früh ein, neh­men Sie Ih­ren Kin­dern die Chan­ce, die Si­tua­ti­on sel­ber zu meis­tern. Grei­fen Sie zu spät ein, ist an eine güt­li­che Lö­sung wo­mög­lich schon nicht mehr zu den­ken. Der rich­ti­ge Zeit­punkt wäre also dann, wenn alle Vor­wür­fe und An­schul­di­gun­gen aus­ge­spro­chen sind und der Streit sich im Kreis zu dre­hen be­ginnt.

Erst jetzt soll­ten Sie als Er­wach­se­ner die Si­tua­ti­on in kind­ge­rech­ten Wor­ten zu­sam­men­fas­sen und al­len Streit­häh­nen si­gna­li­sie­ren, dass man sie ernst nimmt. Spott, Dro­hun­gen oder ein er­ho­be­ner Zei­ge­fin­ger nüt­zen gar nichts. Nur wenn sich Kin­der – und üb­ri­gens auch Er­wach­se­ne – in ih­rer Wut ver­stan­den füh­len, sind sie auch selbst zum Ver­ständ­nis für an­de­re be­reit. Oft sind Ihre Kin­der nach die­ser ers­ten Hil­fe­stel­lung dann auch in der Lage, selbst eine Lö­sung zu fin­den.

Ha­ben Sie die­sen Zeit­punkt ver­passt und die Fet­zen flie­gen be­reits, dann ver­su­chen Sie es mit der Fra­ge: „Ist das jetzt Spass oder Ernst?“. Es macht den Streit­par­tei­en wo­mög­lich noch klar, dass sie grad im Be­griff sind, die Gren­ze zwi­schen to­le­rier­ba­rem Streit und un­to­le­rier­ba­rer Ge­walt zu über­schrei­ten. Ist der Kon­flikt be­reits über die­se Stu­fe hin­aus ge­wach­sen, dann hilft nur ein Ein­grei­fen: Tren­nen Sie die Streit­häh­ne en­er­gisch.

Eine wich­ti­ge Grund­la­ge, um Streit zu ver­mei­den, sind fes­te, für alle ver­bind­li­che Re­geln, wel­che Sie ge­mein­sam mit Ih­ren Kin­dern mit fol­gen­der Fra­ge­stel­lung auf­stel­len kön­nen:

  • Wel­che Spiel­zeu­ge und wel­che per­sön­li­chen Be­rei­che sind tabu?

  • Wel­che Schimpf­wör­ter sind er­laubt?

  • Wie weit dür­fen kör­per­li­che Tech­tel­mech­tel ge­hen?

  • Wel­che Pflich­ten und Rech­te ha­ben jün­ge­re, re­spek­ti­ve äl­te­re Ge­schwis­ter?

Dass da­bei Ge­rech­tig­keit herr­schen muss, ist selbst­ver­ständ­lich. Und noch ein Tipp: Lan­ge­wei­le schürt Zank. Kin­der, die be­schäf­tigt sind, ha­ben we­ni­ger Zeit und Lust zum Strei­ten.

In­ter­es­san­te In­for­ma­tio­nen zur Ge­schwis­ter­bin­dung fin­den Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 18.03.2020, VZ / BH

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