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Geschwister

Was ist das Be­son­de­re an Ge­schwis­ter­be­zie­hun­gen?


Was macht Ge­schwis­ter­be­zie­hun­gen im Ver­gleich zu an­de­ren zwi­schen­mensch­li­chen Be­zie­hun­gen nun so be­son­ders und so stark?

Ge­schwis­ter­be­zie­hun­gen sind die zeit­lich längs­ten Be­zie­hun­gen im Le­ben ei­nes Men­schen. El­tern ster­ben ir­gend­wann, Part­ner tren­nen sich, der Freun­des­kreis än­dert sich, doch die Be­zie­hung zur Schwes­ter oder zum Bru­der bleibt bis an das Le­bens­en­de be­stehen.

Die Be­zie­hun­gen mit der Schwes­ter oder dem Bru­der kann also nie­mals be­en­det wer­den, sie wirkt fort, auch wenn sich die Le­bens­we­ge von Ge­schwis­tern ge­trennt ha­ben oder kei­ne Kon­tak­te mehr statt­fin­den. Ge­schwis­ter­be­zie­hun­gen be­sit­zen zu­dem et­was Schick­sal­haf­tes, weil man sie sich nicht aus­su­chen kann, son­dern in sie hin­ein­ge­bo­ren wird.

Ein ganz wich­ti­ges Merk­mal von Ge­schwis­ter­be­zie­hun­gen ist die räum­li­che und ge­fühls­mäs­si­ge Nähe, wel­che zu die­ser spe­zi­el­len Ver­bun­den­heit führt. Durch das Auf­wach­sen in der glei­chen Fa­mi­lie, also so­zu­sa­gen im glei­chen „Nest", wei­sen Ge­schwis­ter eine In­ti­mi­tät auf, wel­che mit kei­ner an­de­ren So­zi­al­be­zie­hung ver­gleich­bar ist.

Zwi­schen Ge­schwis­tern exis­tie­ren aus­ser­dem mehr oder we­ni­ger aus­ge­präg­te, un­ge­schrie­be­ne Ver­pflich­tun­gen, die sich in hilfs­be­rei­tem, so­li­da­ri­schem und An­teil neh­men­dem Ver­hal­ten zeigt.

Ein ganz we­sent­li­ches Merk­mal der Ge­schwis­ter­be­zie­hun­gen ist schliess­lich das oft gleich­zei­ti­ge Vor­han­den­sein von po­si­ti­ven (Lie­be, Zu­nei­gung) und ne­ga­ti­ven Ge­füh­len (Ab­leh­nung, Hass).

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Letzte Aktualisierung: 17.03.2020, JL
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