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Baby im liegen, trinkt aus der Schoppenflasche

Der rich­ti­ge Zeit­punkt zum Ab­stil­len


Vie­le Or­ga­ni­sa­tio­nen wie z.B. die WHO und Fach­leu­te emp­feh­len aus­schliess­li­ches Stil­len wäh­rend der ers­ten 6 Le­bens­mo­na­te. Da­nach lang­sa­me Ein­füh­rung von Bei­kost und zu­sätz­li­ches Stil­len bis zum voll­ende­ten 2. Le­bens­jahr oder län­ger. Den rich­ti­gen Zeit­punkt zum Ab­stil­len kön­nen nur Sie selbst und Ihr Baby be­stim­men. Hö­ren Sie auf Ihr ei­ge­nes Ge­fühl!

Es muss für Sie und Ihr Baby stim­men


Ver­su­chen Sie, mög­lichst auf­merk­sam her­aus­zu­fin­den, wel­cher für Sie bei­de der bes­te Zeit­punkt für den Ab­schied von der Brust ist. Wel­che Si­gna­le sen­det Ihr Baby? Wel­che Ge­füh­le und Er­war­tun­gen ha­ben Sie? Hö­ren Sie auf Ihr Bauch­ge­fühl und las­sen Sie sich nicht von Aus­sen­ste­hen­den be­ein­flus­sen. Die Ent­schei­dung zum Ab­stil­len muss für Ihre ganz per­sön­li­che Le­bens­si­tua­ti­on stim­men. Erst wenn Sie sich ganz si­cher sind, be­sit­zen Sie die er­for­der­li­che Ge­las­sen­heit, um auch Ihr Baby da­von zu über­zeu­gen. Halb­her­zi­ge Ver­su­che ver­un­si­chern das Kind nur.

Ab­stil­len oder Lang­zeit­stil­len?


Na­tür­lich ist es für Ihr Baby von Vor­teil, wenn Sie es so lan­ge stil­len wie es für Sie bei­de stimmt. Sie sind aber auch kei­ne Ra­ben­mut­ter, wenn Sie es aus ir­gend­wel­chen Grün­den nicht tun. An­de­rer­seits brau­chen sich auch Lang­zeit­stil­le­rin­nen nicht zu recht­fer­ti­gen, wenn ihr Kind mit zwei Jah­ren noch eine Still­mahl­zeit ge­niesst.

Im swiss­mom-Fo­rum: Lang­zeit­stil­len

In ei­ner ru­hi­gen Pha­se geht es leich­ter


Wäh­len Sie mög­lichst ei­nen Zeit­punkt mit we­nig an­de­ren Be­las­tun­gen. Wenn ein Baby krank ist, zahnt oder ge­impft wur­de, kann das Stil­len eine wich­ti­ge Quel­le der Be­ru­hi­gung sein. Bes­ser ge­eig­net sind auch küh­le­re Mo­na­te, weil es bei der Um­stel­lung auf Bei­kost in der Som­mer­hit­ze häu­fi­ger Ma­gen-Darm-Pro­ble­me gibt.

Auch das Ab­stil­len kurz vor dem Wie­der­ein­tritt in die Be­rufs­tä­tig­keit kann eine gros­se Her­aus­for­de­rung sein. Mög­li­cher­wei­se ist es ein­fa­cher, Be­ruf und Stil­len für eine kur­ze Zeit über­lap­pen zu las­sen.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Wenn die ers­ten Zähn­chen durch­bre­chen, muss kei­nes­wegs ab­ge­stillt wer­den. Vie­le Müt­ter stil­len zwar ab, weil sie Angst ha­ben, dass es un­ge­müt­lich wird, wenn das Baby sie in die Brust beisst. Doch das ist – theo­re­tisch – ei­gent­lich nicht mög­lich, denn noch fehlt dem Zahn-Neu­ling der Ge­gen­biss. Und …
Eine Man­gel­si­tua­ti­on wird bei hoch­wer­ti­ger, ver­nünf­ti­ger Er­näh­rung und si­cher­heits­hal­ber zu­sätz­li­cher Kal­zi­um-,  Mul­ti­vit­amin- und Ei­sen­sub­sti­tu­ti­on bei Ih­nen oder Ih­rem un­ge­bo­re­nen Kind höchst­wahr­schein­lich nicht ein­tre­ten. Aber je wei­ter Sie mit der Schwan­ger­schaft sind, umso emp­feh­lens­wer­ter …
Ab­stil­len müs­sen Sie we­gen ei­ner Er­käl­tung si­cher nicht. So­lan­ge Sie es kör­per­lich ei­ni­ger­mas­sen schaf­fen, soll­ten Sie wei­ter stil­len. Eine An­ste­ckung durch die Mut­ter­milch ist aus­ge­schlos­sen, denn die Grip­pe-Er­re­ger wer­den durch Tröpf­chen­in­fek­ti­on aus dem Na­sen-Ra­chen­be­reich wei­ter­ge­ge­ben. Das …
Mit ei­ner leich­ten Le­bens­mit­tel­ver­gif­tung oder Ma­gen-Darm-In­fek­ti­on kann durch­aus wei­ter ge­stillt wer­den. Ihr Baby soll­te kei­ner­lei Sym­pto­me zei­gen. Ach­ten Sie aber dar­auf, nun noch viel mehr zu trin­ken, da­mit Ihr Flüs­sig­keits­ver­lust aus­ge­gli­chen wird und die Milch­men­ge nicht ab­nimmt.
Letzte Aktualisierung: 30.11.2020, MR / swissmom-Hebammenteam / CMA
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