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Mutter hat Schmerzen beim Stillen

Wun­de, ris­si­ge Brust­war­zen


Ur­sa­che für wun­de Brust­war­zen, Rei­zun­gen und fei­ne Ris­se an den Brust­war­zen ist meist eine fal­sche Tech­nik beim Hal­ten des Ba­bys und beim An­le­gen. Die klei­nen Haut­de­fek­te in der Brust­war­ze ent­zün­den sich leicht und bil­den eine Ein­tritts­pfor­te für die Bak­te­ri­en im Mund des Kin­des, was zur ernst­zu­neh­men­den Brust­ent­zün­dung füh­ren kann. 

Spre­chen Sie mit Ih­rer Heb­am­me oder Still­be­ra­te­rin und ver­su­chen Sie her­aus­zu­fin­den, was Sie falsch ma­chen.

Liegt das Baby rich­tig und ent­spannt im Arm? Kann es ei­nen Teil des War­zen­hofs mit ein­sau­gen? Hat Ihr Baby viel­leicht ein zu kur­zes Zun­gen­bänd­chen und kann des­halb die Brust­war­ze samt –war­zen­hof nicht rich­tig in den Mund neh­men? Ist die Brust oft ge­spannt und voll? Le­gen Sie das Baby zu häu­fig an, weil Sie es be­ru­hi­gen wol­len?

Ein zu­ver­läs­si­ger Trick, da­mit Ihr Baby den Mund weit auf­macht: Be­rüh­ren Sie sei­ne Lip­pen kurz mit der Brust­war­ze, das löst den Such­re­flex aus. Ist das Münd­chen rich­tig ge­öff­net, gleich an­le­gen! Lie­gen die Lip­pen des Ba­bys glatt und nach aus­sen ge­stülpt um den War­zen­hof, ist al­les per­fekt.

  • Bei ei­ner auf­ge­sprun­ge­nen oder so­gar blu­ten­den Brust­war­ze soll­te die­se Brust ge­schont wer­den, bis sie wie­der völ­lig ge­heilt ist. Sie kön­nen auf nied­rigs­ter Stu­fe ab­pum­pen.

  • Sie kön­nen vor­über­ge­hend mit Brust­hüt­chen stil­len. Die­se be­kom­men Sie in ver­schie­de­nen Grös­sen im Fach­ge­schäft oder in Apo­the­ken. Pres­sen Sie nach dem auf­set­zen des Hüt­chens et­was Milch in den Nip­pel, da­mit das Kind an­fangs schnel­ler an die Milch kommt. Be­han­deln Sie das Hüt­chen punk­to Hy­gie­ne wie ei­nen Nug­gi.

  • Be­gin­nen Sie mit der an­de­ren Brust und le­gen Sie erst ge­gen Schluss an die wun­de Brust an.

  • Pres­sen Sie die Milch mit der Hand aus und ge­ben Sie sie Ih­rem Kind mit der Fla­sche oder ei­nem Löf­fel. Falls Ihr Kind nicht sehr hung­rig ist, kön­nen Sie die Milch auch ein­frie­ren.

  • Auch spe­zi­el­le Brust­cremes oder Brust­sal­ben, die Ih­nen Ihr Arzt, Ihre Ärz­tin emp­feh­len oder ver­schrei­ben kann, kön­nen bei der Brust­war­zen­pfle­ge hel­fen. Ach­ten Sie aber dar­auf, kei­ne par­af­fin­hal­ti­gen Brust­pfle­ge­sal­be (z.B. Va­se­li­ne) zu neh­men. Be­währ­te Sal­ben ent­hal­ten Rin­gel­blu­men­blü­ten, Bein­well­blät­ter und -wur­zeln, Schaf­gar­ben­blät­ter und Frau­en­man­tel­kraut.

  • Ein na­tür­li­ches Mit­tel ist, die Brust mehr­mals am Tag in Sal­bei­tee oder Schwarz­tee zu ba­den, an­schlies­send fö­nen, die War­zen mit Jo­han­nis­kraut­öl oder ge­rei­nig­tem Woll­fett ein­zu­rei­ben und Schwarz­tee­beu­tel als Kom­pres­sen auf die Brust­war­zen zu le­gen.

  • Las­sen Sie die Brust so häu­fig wie mög­lich un­be­deckt.

  • Vor­sich­ti­ges Ein­rei­ben mit Eis­wür­feln di­rekt vor dem Stil­len min­dert den Schmerz. 

Hei­len die Brust­war­zen nicht, kann der Grund auch eine Pilz­in­fek­ti­on (Soor) im Mund des Ba­bys sein (sicht­bar an weis­sen Pünkt­chen auf der Mund­schleim­haut), die un­be­dingt bei Mut­ter und Kind me­di­ka­men­tös be­han­delt wer­den muss.

Wir ha­ben für Sie ei­ni­ge Tipps zu­sam­men­ge­stellt, wie Sie wun­den Brust­war­zen vor­beu­gen kön­nen.

Letzte Aktualisierung: 26.11.2019, BH
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