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Mutter hält sich die Brust, Baby weint

Heb­am­men­tipp - Wun­de Brust­war­zen


Wun­de Brust­war­zen sind ein lei­di­ges, aber lei­der sehr rea­les The­ma in der ers­ten Wo­che nach der Ge­burt. Die Haut der Brust­war­zen ist sehr zart und nor­ma­ler­wei­se we­nig be­an­sprucht, die stän­di­ge me­cha­ni­sche Rei­bung, so­wie das stän­di­ge Auf­wei­chen und Aus­trock­nen der Haut lässt sie schnell wund wer­den.

Das Kind will ge­ra­de in den ers­ten paar Ta­gen sehr häu­fig an die Brust. Oft klappt das An­set­zen noch nicht so rei­bungs­los und die Brust­war­ze wird vom Kind an­ge­saugt, wie­der ver­lo­ren, wie­der an­ge­saugt usw., was eine gros­se Be­las­tung für die Brust­war­zen be­deu­tet. Na­tür­lich ist ein leich­tes Wund­sein nor­mal. Die Haut ge­wöhnt sich an die Be­an­spru­chung und här­tet ab.

Ganz wich­tig und die ers­te Mass­nah­me, wenn die Brust­war­zen sehr wund wer­den, ist zu be­ob­ach­ten, ob das Kind kor­rekt an­ge­setzt ist. Nimmt das Baby die Brust­war­ze nicht weit ge­nug in den Mund, wird das emp­find­li­che, be­an­spruch­te Ge­we­be im­mer zwi­schen den Kau­leis­ten des Ba­bys hin- und her­ge­rollt, was sehr schmerz­haft ist. Spre­chen Sie Ihre Heb­am­me oder die Pfle­ge­fach­frau im Wo­chen­bett an und bit­ten Sie sie, eine Still­mahl­zeit zu be­ob­ach­ten.

Ist die Brust­war­ze nur et­was ge­rö­tet, aber nicht ris­sig, reicht zur Brust­war­zen­pfle­ge meist eine sehr fet­te Sal­be, die das stän­di­ge Aus­trock­nen der Brust­war­ze nach dem Stil­len ver­hin­dern soll. Meis­ten wird hier Pu­re­lan ver­wen­det, was Ih­nen be­reits im Spi­tal zur Ver­fü­gung ge­stellt wird. Bei stark be­an­spruch­ten und ris­si­gen Brust­war­zen hat sich Be­pan­then Plus Spray als sehr wirk­sam er­wie­sen. Die­ses soll­te di­rekt nach der Still­mahl­zeit auf die Brust­war­ze ge­sprüht wer­den. Be­vor das Baby das nächs­te Mal ge­stillt wird, kön­nen die Res­te des Sprays ein­fach mit ei­nem feuch­ten Kos­me­tik­pad weg­ge­wischt wer­den.

Eine wei­te­re hilf­rei­che Mass­nah­me sind Sal­bei­tee­kom­pres­sen. Hier­für wird Sal­bei­tee ge­kocht und Wat­te­pads wer­den im Tee ge­tränkt. Wenn die ge­tränk­ten Pads ab­ge­kühlt sind, kön­nen Sie sie auf die be­an­spruch­ten Brust­war­zen le­gen. Sal­bei hat eine ge­fäss­zu­sam­men­zie­hen­de und des­in­fi­zie­ren­de Wir­kung. Wich­tig: Sal­bei­tee nur äus­ser­lich an­wen­den - ge­trun­ken wirkt er ab­stil­lend.

Auch wird häu­fig Mepi­lex Wund­ver­band für die Brust­war­zen ver­wen­det, der zwar recht teu­er ist, aber auch gute Wir­kung ge­zeigt hat.

Eine wei­te­re Mög­lich­keit um wun­de Brust­war­zen zu be­han­deln sind Sil­ber­hüt­chen. Die Sil­ber­hüt­chen sind wie Brust­hüt­chen ge­formt und wer­den zwi­schen den Still­mahl­zei­ten auf den Brust­war­zen, im BH ge­tra­gen. Sil­ber hat von sich aus eine an­ti­mi­kro­bi­el­le, ent­zün­dungs­hem­men­de, an­ti­my­ko­ti­sche und an­ti­bak­te­ri­el­le Wir­kung. Zu­sätz­lich ver­hin­dern sie das Aus­trock­nen der Brust­war­zen zwi­schen dem Stil­len und för­dern so die feuch­te Wund­hei­lung. Nach 24 bis 48 Stun­den soll die Frau be­reits eine Bes­se­rung ver­spü­ren. Die Sil­ber­hüt­chen kön­nen auch prä­ven­tiv ge­nutzt wer­den, um das Wund­wer­den von Be­ginn zu ver­hin­dern.  Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen: die Hüt­chen sind mit fast 60 CHF eine teu­re An­ge­le­gen­heit.

Las­sen Sie sich von Ih­rer Heb­am­me be­ra­ten, die­se kennt be­stimmt vie­le Tipps und Tricks. Oft fin­det man mit der Me­tho­de "Tri­al and Er­ror" ir­gend­wann das rich­ti­ge Mit­tel. 

Letzte Aktualisierung: 13.05.2020, JM
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