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Mann massiert seiner hochschwangeren Faru den Rücken
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Hil­fe ge­gen Rü­cken­schmer­zen


Star­ke Rü­cken­mus­ku­la­tur beugt Rü­cken­schmer­zen vor - oder lin­dert sie zu­min­dest. Mit ge­ziel­ten Dehn­übun­gen kön­nen Sie ei­nem He­xen­schuss (Rei­zung des Is­chi­as­ner­ven) vor­beu­gen und be­geg­nen, der durch zie­hen­de oder ste­chen­de Schmer­zen in Ge­säss und Bei­nen vie­len Schwan­ge­ren zu schaf­fen macht. Ver­mei­den Sie da­bei je­doch Über­an­stren­gun­gen. Lan­ges Ste­hen ist un­güns­tig - sit­zen oder lie­gen Sie so oft es geht.

So­fort­mass­nah­men bei aku­ten Rü­cken­schmer­zen


  • Wich­tigs­te So­fort­mass­nah­me bei Is­chi­as-Schmer­zen ist die Ent­las­tung der Wir­bel­säu­le z. B. durch Ab­stüt­zen auf ein Mö­bel­stück.

  • Da­nach emp­fiehlt sich das Hin­le­gen. Be­währt hat sich hier die Stu­fen­bett­la­ge­rung, d. h., man legt sich auf den Rü­cken, beugt Hüft- und Knie­ge­lenk im rech­ten Win­kel und la­gert die Un­ter­schen­kel auf ei­nem nied­ri­gen Stuhl, ei­nem Kis­sen­sta­pel oder auf ei­nem zu­sam­men­ge­leg­ten Still­kis­sen. So wer­den die Len­den­wir­bel ent­las­tet.

  • Ent­las­tung schafft auch die Sei­ten­la­ge: Le­gen Sie sich da­bei auf die Sei­te, die nicht schmerzt. Zu­sätz­lich kön­nen Sie sich ein Kis­sen zwi­schen die Knie und evtl. ein zwei­tes un­ter den Bauch klem­men. Beu­gen Sie den Rü­cken zum Kat­zen­bu­ckel. 

  • Fin­den Sie eine für Sie be­que­me Schlaf­po­si­ti­on. Bei Rü­cken­schmer­zen kann es hel­fen, auf ei­ner fes­ten Ma­trat­ze in der Sei­ten­la­ge zu schla­fen und sich mit Kis­sen zwi­schen den Kni­en so­wie un­ter­halb des Bau­ches ab­zu­stüt­zen. 

Das tut jetzt be­son­ders gut...


  • Eine heis­se (max. 40°C) Bett­fla­sche, Heiz­kis­sen, Nie­ren­wär­mer oder an­ge­wärm­tes Kirsch­kern- oder Din­kel­kis­sen kann durch die Wär­me die ver­spann­te Mus­ku­la­tur ent­span­nen und so ge­gen den Schmerz hel­fen. Pro­bie­ren Sie aus, ob Ih­nen Käl­te viel­leicht noch bes­ser hilft.

  • Mas­sie­ren Sie den schmer­zen­den Be­reich mit Jas­min, Man­da­ri­ne, Ros­ma­rin und Wa­chol­der auf Jo­joba­öl oder – noch bes­ser - bit­ten Sie Ih­ren Part­ner dar­um. Auch der gute alte Franz­brannt­wein mit un­ter­schied­li­chen Kräu­tern wie Kie­fer, Ar­ni­ka, Eu­ka­lyp­tus, Men­thol und Cam­pher regt die Blut­zir­ku­la­ti­on an, die Zel­len wer­den mit Sauer­stoff ver­sorgt, und auch der Nähr­stoff­aus­tausch in der Pla­zen­ta wird ver­bes­sert. Aber Vor­sicht: Mas­sa­ge im Kreuz­bein­be­reich kann mög­li­cher­wei­se zu Kon­trak­tio­nen der Ge­bär­mut­ter füh­ren! Des­halb nur den mitt­le­ren und obe­ren Rü­cken mög­lichst ohne Druck mas­sie­ren. Kreuz­bein­be­reich und Wir­bel­säu­le aus­spa­ren.

  • Tra­gen Sie mehr­mals täg­lich Pfef­fer­minz­öl auf die ver­spann­ten Par­ti­en auf.

  • Auch ein über Dampf er­hitz­ter Heu­blu­men­sack zur Schmerz­lin­de­rung, Be­ru­hi­gung und Ent­span­nung bei ver­krampf­ter Mus­ku­la­tur lin­dert an be­trof­fe­nen Stel­len mit an­schlies­sen­der halb­stün­di­ger Bett­ru­he die Be­schwer­den.

Wenn al­les nicht hilft


  • Las­sen Sie sich phy­sio­the­ra­peu­tisch oder os­teo­pa­thisch be­han­deln.

  • Das Schmerz­mit­tel Par­acet­amol darf auch in der Schwan­ger­schaft ge­gen Schmer­zen ein­ge­nom­men wer­den. Be­spre­chen Sie das mit Ih­ren Frau­en­arzt, Ih­rer Frau­en­ärz­tin. Auch Ihr Apo­the­ker, Ihre Apo­the­ke­rin kann Sie be­ra­ten.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Der Is­chi­as­schmerz (Is­chi­al­gie) ge­hört zwar nicht zu den „klas­si­schen“ Schwan­ger­schafts­be­schwer­den, aber sel­ten ist er auch nicht ge­ra­de. Vor al­lem ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft, wenn die Ge­bär­mut­ter schon wie­der et­was tie­fer ge­tre­ten ist, drückt der Kopf des Kin­des auf den Is­chi­as­nerv. Dann …
Wahr­schein­lich steckt eine Scham­bein­lo­cke­rung (Sym­phy­sen­spal­te, Dia­sta­se oder Be­cken­ringlo­cke­rung) da­hin­ter. Die­se kann nicht nur un­ter der Ge­burt, son­dern auch schon in der spä­ten Schwan­ger­schaft ent­ste­hen. Bei sehr schwa­chem Bin­de­ge­we­be kommt es da­bei zu ei­nem Aus­ein­an­der­wei­chen der Kno­chen an …
Die Scham­bein­lo­cke­rung (Sym­phy­sen- oder Be­cken­ringlo­cke­rung) ent­steht manch­mal bei der Ge­burt, sel­te­ner aber auch schon in der spä­ten Schwan­ger­schaft. Bei sehr schwa­chem Bin­de­ge­we­be kommt es da­bei zu ei­nem Aus­ein­an­der­wei­chen der Kno­chen an der Scham­bein­fu­ge und zu ei­ner In­sta­bi­li­tät im Be­cken. Die …
Letzte Aktualisierung: 12.08.2020, BH
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