Die Behandlung einer Extrauterin-Schwangerschaft

Wird eine Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter aufgrund der typischen Symptome frühzeitig genug festgestellt, wird Ihnen wahrscheinlich ein Präparat (Methotrexat) gegeben, mit dem man ein Weiterwachsen der Schwangerschaft verhindert. Die Fruchtblase mit dem Embryo kann vom umliegenden Gewebe absorbiert werden oder geht spontan ab.

Möglicherweise müssen Sie sich jedoch einer Operation unterziehen. Das ist der Fall, wenn Sie Schmerzen haben und eine Blutung in die Bauchhöhle hinein vermutet wird. Dank der heutigen laparaskopischen Instrumente ist dies allerdings ein minimaler Eingriff (Laparaskopie), mit dem der Embryo, die Plazenta und möglicherweise beschädigtes Gewebe entfernt werden. Der Arzt operiert über dünne Kanülen, die er durch drei kleine Schnitte von je zwei Zentimeter Länge in den Bauchraum schiebt. Bei zu starken inneren Verletzungen ist aber eine Bauch-Operation (Laparatomie) unumgänglich. Wenn ein Eileiter beschädigt ist und nicht wiederhergestellt werden kann, wird man ihn entfernen müssen. Bei starkem Blutverlust kann auch eine Bluttransfusion erforderlich werden.

Hatten Sie bereits eine extrauterine Schwangerschaft, so sollten Sie Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin darüber informieren. Bei einer erneuten Schwangerschaft (SS - Test positiv) wird dann gleich mit einer Ultraschalluntersuchung das Vorliegen einer Schwangerschaft in der Gebärmutter nachgewiesen. So kann frühzeitig ausgeschlossen werden, dass sich die Komplikation einer Extrauterinschwangerschaft wiederholt.

Viele Frauen können nach einer extrauterinen Schwangerschaft wieder schwanger werden und eine normale Schwangerschaft austragen, selbst wenn einer der Eileiter entfernt wurde. Die Chancen auf eine Empfängnis sind jedoch etwas geringer als vorher, das Risiko einer erneuten extrauterinen Schwangerschaft dagegen höher.

Stand: 06/12, BH

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