Anzeige
Schwangere mit Rollkoffer
©
GettyImages

Emp­feh­lun­gen und Tipps fürs Rei­sen mit Ba­by­bauch

Wenn kei­ne Kom­pli­ka­tio­nen da­ge­gen spre­chen, ist Rei­sen wäh­rend der Schwan­ger­schaft völ­lig un­be­denk­lich. Ob mit Auto, Zug, Rei­se­bus, Schiff oder Flug­zeug ist Ih­ren per­sön­li­chen Vor­lie­ben über­las­sen.


Der op­ti­ma­le Rei­se­zeit­punkt


Lan­ge Stre­cken zu Be­ginn und ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft kön­nen in an­de­ren Um­stän­den an­stren­gend wer­den. Man­che Rei­se­ver­an­stal­ter – zum Bei­spiel Ree­de­rei­en und Flug­ge­sell­schaf­ten – ver­lan­gen ein ärzt­li­ches At­test, das nicht äl­ter als zwei Wo­chen ist und be­stä­tigt, dass kein Früh­ge­burts­ri­si­ko be­steht.

Das zwei­te Schwan­ger­schafts­drit­tel, op­ti­ma­ler­wei­se der fünf­te bis sieb­te Mo­nat, ist des­halb die an­ge­nehms­te Rei­se­zeit. Wenn Sie Fe­ri­en pla­nen, sind die­se Mo­na­te, in de­nen Sie nicht so müde sind, Ih­nen nicht mehr stän­dig übel ist und auch der Bauch noch nicht so im Wege steht, ide­al für Fe­ri­en. Auch für ein paar Well­ness­ta­ge sind die 15.-30. Schwan­ger­schafts­wo­chen eine gute Zeit. 

Wenn Sie im End­sta­di­um der Schwan­ger­schaft ins Aus­land rei­sen müs­sen, soll­ten Sie das vor­her bei ei­ner der Kon­troll­un­ter­su­chun­gen mit Ih­rem Arzt oder Ih­rer Ärz­tin be­spre­chen. Stel­len Sie si­cher, dass am Ur­laubs­ort eine ärzt­li­che Ver­sor­gung und ent­spre­chen­de Hy­gie­ne­ein­rich­tun­gen nach den üb­li­chen Stan­dards vor­han­den ist. Ver­ges­sen Sie nicht, Ihre ärzt­li­chen Un­ter­la­gen oder den Mut­ter­pass mit­zu­neh­men und alle not­wen­di­gen Vor­sichts­mass­nah­men (z.B. er­laub­te Rei­se­imp­fun­gen) zu be­rück­sich­ti­gen, um sich ge­gen Le­bens­mit­tel­in­fek­tio­nen und Durch­fall so­wie ge­gen sons­ti­ge In­fek­ti­ons­krank­hei­ten wie bei­spiels­wei­se He­pa­ti­tis und Ma­la­ria, zu schüt­zen.

Be­zahlt die Kran­ken­kas­se im Aus­land?


Die Prü­fung des Ver­si­cher­ten­sta­tus ist sehr wich­tig. Er­kun­di­gen Sie sich vor der Rei­se bei Ih­rer Kran­ken­ver­si­che­rung über den ak­tu­el­len Ver­si­che­rungs­stand für Be­hand­lun­gen im Aus­land. Da­bei sind fol­gen­de As­pek­te zu be­ach­ten:

  • Wel­che Leis­tun­gen wer­den von der Kran­ken­ver­si­che­rung im Aus­land über­nom­men? Vor al­lem bei ei­ner Früh­ge­burt ent­ste­hen er­heb­li­che Kos­ten, die vie­le Ver­si­che­run­gen bei ei­nem Aus­lands­auf­ent­halt nicht tra­gen.

  • Auch die Rück­trans­port­kos­ten im Krank­heits­fall soll­ten mit der Ver­si­che­rung be­spro­chen wer­den. Falls die Kran­ken­ver­si­che­rung die­se nicht trägt, soll­ten Sie über den Ab­schluss ei­ner se­pa­ra­ten Rei­se­ver­si­che­rung nach­zu­den­ken.

  • Im Fal­le ei­nes aus­ser­eu­ro­päi­schen Aus­lands­auf­ent­hal­tes be­sor­gen Sie sich am bes­ten eine Ver­si­che­rungs­po­li­ce auf Eng­lisch ge­holt.

  • Emp­feh­lens­wert ist je nach Si­tua­ti­on der Ab­schluss ei­ner An­nul­la­ti­ons­ver­si­che­rung (Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung).

Tipps für eine un­ver­gess­li­che Rei­se in der Schwan­ger­schaft


  • Tei­len Sie Ihre Rei­se – wenn mög­lich – in meh­re­re kur­ze Stre­cken auf und pla­nen Sie ge­nü­gend Rei­se­zeit ein.

  • Neh­men Sie ge­sun­de Snacks wie zum Bei­spiel Obst oder Mües­li­rie­gel und ge­nü­gend Ge­trän­ke mit. Ge­ra­de wäh­rend der Schwan­ger­schaft ist eine aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr auf der Rei­se sehr wich­tig. Mi­ne­ral­was­ser und Frucht­saft­schor­le sind die rich­ti­ge Wahl; wenn Sie Kaf­fee trin­ken, neh­men Sie dazu ein gros­ses Glas Was­ser.

  • Blei­ben Sie nicht zu lan­ge sit­zen, son­dern ste­hen Sie ab und zu auf, um Ihre Bei­ne aus­zu­stre­cken und ein paar Schrit­te zu ge­hen. Bei Au­to­fahr­ten soll­ten Sie alle zwei Stun­den eine Pau­se von min­des­tens 15 Mi­nu­ten ein­le­gen und sich be­we­gen. Auch wäh­rend Bahn­fahr­ten und län­ge­ren Flug­rei­sen ist re­gel­mäs­si­ge Be­we­gung wich­tig. So sor­gen Sie für eine gleich­mäs­si­ge Durch­blu­tung Ih­rer Bei­ne und  beu­gen ei­ner Throm­bo­se vor. Sehr emp­feh­lens­wert sind auch Kom­pres­si­ons­strümp­fe – sie wir­ken dem Blut­rück­stau in den Bein­ve­nen ent­ge­gen.

  • Un­ge­wohn­tes Kli­ma, vor al­lem heis­se Tem­pe­ra­tu­ren, be­las­ten den Kreis­lauf noch mehr als sonst in der Schwan­ger­schaft, in der die meis­ten Frau­en oh­ne­hin schon sehr hit­ze­emp­find­lich sind. Durch Schwit­zen ver­lie­ren Sie wert­vol­le Mi­ne­ral­stof­fe. Neh­men Sie Ma­gne­si­um-Brau­se­ta­blet­ten mit, das beugt Wa­den­krämp­fen vor. 

  • Von Rei­sen ins Ge­bir­ge und an­stren­gen­den Berg­wan­de­run­gen auf ei­ner Höhe über 2500 Me­ter wird eher ab­ge­ra­ten – es sei denn, Sie ha­ben aus­rei­chend Zeit zur Ge­wöh­nung an die dün­ne­re Luft.

  • Ur­laub am Was­ser ist ide­al, denn ent­spann­tes Schwim­men tut Schwan­ge­ren be­son­ders gut. Vom Tau­chen mit Sauer­stoff­fla­sche ist strikt ab­zu­ra­ten, schnor­cheln ist aber er­laubt. 

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Bei Berg­wan­de­run­gen soll­ten Sie Ex­tre­me ver­mei­den, das sind Auf­stie­ge mit ei­nem Hö­hen­un­ter­schied von über 2000 m und ein sehr ra­scher Auf­stieg (z.B. mit der Seil­bahn) auf über 3000 m Ziel­hö­he. Die dün­ne­re Luft ab ei­ner Höhe von 2500 m führt zu Sauer­stoff­man­gel, bringt Sie in Atem­not und …
Mehr In­fos zur Be­hand­lung von Durch­fall >>>
Letzte Aktualisierung: 23.04.2021, BH/AG
Anzeige
Anzeige