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Schwangere schaut sich ihre Füsse an
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Ma­gne­si­um


Ma­gne­si­um ist ein na­tür­li­ches Erd­al­ka­li­me­tall und ei­ner der wich­tigs­ten Mi­ne­ral­stof­fe in der Schwan­ger­schaft. Es ist an fast al­len Stoff­wech­sel­vor­gän­gen be­tei­ligt, aber vor al­lem an sol­chen, die mit der Mus­ku­la­tur zu tun ha­ben. Ohne Ma­gne­si­um funk­tio­nie­ren we­der die Ske­lett­mus­keln des Be­we­gungs­ap­pa­ra­tes noch die des Herz-Kreis­lauf- und Ma­gen-Darm-Sys­tems rich­tig. Ma­gne­si­um ist aus­ser­dem ge­mein­sam mit Kal­zi­um und Phos­phor am Auf­bau von Kno­chen und Zäh­nen be­tei­ligt. Auch für die Ge­bär­mut­ter­mus­ku­la­tur ist Ma­gne­si­um un­ent­behr­lich. Es dämpft haupt­säch­lich die Ner­ven-Reiz­bar­keit und löst Ver­kramp­fun­gen.

Für Er­wach­se­ne wird die Auf­nah­me von täg­lich 350-400 mg Ma­gne­si­um emp­foh­len. In der Schwan­ger­schaft und Still­zeit soll­te die Zu­fuhr auf 450-500 mg ge­stei­gert wer­den. Nicht nur, weil der Be­darf er­höht ist, son­dern auch, weil in der Schwan­ger­schaft mehr Ma­gne­si­um über die Nie­ren aus­ge­schie­den wird. Ein stark er­höh­ter Ma­gne­si­um­be­darf (und des­halb häu­fig ein Man­gel) be­steht aus­ser in der Schwan­ger­schaft und Still­zeit auch noch bei chro­ni­schen Ma­gen-Darm-Er­kran­kun­gen, star­kem Al­ko­hol­kon­sum und der Ein­nah­me be­stimm­ter Me­di­ka­men­te.

Herz­rhyth­mus­stö­run­gen, Wa­den­krämp­fe, Ge­fühls­stö­run­gen wie Taub­heit und Krib­beln in den Ar­men und Bei­nen, Durch­fall, Ver­stop­fung und vor­zei­ti­ge We­hen­tä­tig­keit kön­nen ein Zei­chen von Ma­gne­si­um­man­gel sein, aber auch so­ge­nann­te „ner­vö­se Be­schwer­den“ wie Schlaf­lo­sig­keit, Kopf­schmer­zen, Schwin­del, De­pres­si­on, An­triebs­lo­sig­keit und Ner­vo­si­tät.

Ma­gne­si­um kann nur über die Nah­rung auf­ge­nom­men wer­den. Viel Ma­gne­si­um steckt in Milch und Milch­pro­duk­ten, Pou­let­fleisch, Fisch, Nüs­sen, Son­nen­blu­men­ker­nen, Bee­ren­obst, Ba­na­nen, Oran­gen, Ki­wis, Brok­ko­li, Erb­sen, Hül­sen­früch­ten, Soja, Feld­sa­lat, Kar­tof­feln, Voll­korn­brot, Na­tur­reis und Teig­wa­ren. Nor­ma­ler­wei­se ist auch der er­höh­te Be­darf in der Schwan­ger­schaft über eine ma­gne­si­um­rei­che Er­näh­rung zu de­cken.

Ist es aber schon zu ei­nem Ma­gne­si­um­man­gel ge­kom­men, wird es schwie­rig ist, al­lein über die Er­näh­rung aus­rei­chend da­von auf­zu­neh­men. In leich­ten Fäl­len hat sich die Ein­nah­me die­ses Mi­ne­rals in Form von Ta­blet­ten oder Brau­se­pul­ver be­währt. Vor al­lem zur Ver­hü­tung vor­zei­ti­ger We­hen, als Wir­kungs­ver­stär­ker bei Ein­nah­me von we­hen­hem­men­den Me­di­ka­men­ten (To­ko­ly­ti­ka) aber auch bei der Be­hand­lung ei­ner Prä­eklamp­sie ist die Ma­gne­si­um­ga­be in­zwi­schen zum Stan­dard ge­wor­den. In sol­chen Fäl­len muss das Mi­ne­ral oft so­gar hoch­do­siert per In­fu­si­on ver­ab­reicht wer­den.

Eine Über­do­sie­rung ist un­ter nor­ma­len Um­stän­den kaum mög­lich, und die ein­zi­ge be­kann­te Ne­ben­wir­kung ist eine leich­te Stuhl­ver­dün­nung - was in der Schwan­ger­schaft und der da­mit meist ver­bun­de­nen Ver­stop­fung durch­aus an­ge­nehm sein kann. Auch braucht Ma­gne­si­um in den letz­ten Wo­chen vor der Ge­burt nicht ab­ge­setzt zu wer­den - die Angst, da­mit even­tu­ell die ge­burts­ak­ti­ven ech­ten We­hen zu un­ter­drü­cken, ist un­be­grün­det.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

In der Schwan­ger­schaft ist Ma­gne­si­um ei­ner der wich­tigs­ten Mi­ne­ral­stof­fe. Aber selbst eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung (Mi­ne­ral­was­ser mit Ma­gne­si­um an­ge­rei­chert, ge­schäl­te Man­deln und viel grü­nes Ge­mü­se) kann oft nicht ge­nü­gend Ma­gne­si­um zur Ver­fü­gung stel­len. Und ein Ma­gne­si­um­man­gel macht sich sehr …
Letzte Aktualisierung: 07.10.2019, BH
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