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Schwangere hat einen Wadenkrampf
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Mus­kel­krämp­fe


Mus­kel­krämp­fe in den Ober­schen­keln, Wa­den oder Füs­sen ge­hö­ren zu den häu­figs­ten Schwan­ger­schafts­be­schwer­den. Sie tre­ten mit Vor­lie­be nachts auf. Die schmerz­haf­ten Ver­kramp­fun­gen sind dann so stark, dass Sie da­von auf­wa­chen. Der aku­te Schmerz kann in ei­nen all­ge­mei­nen, meh­re­re Stun­den an­hal­ten­den Dau­er­schmerz über­ge­hen, und an Ein­schla­fen ist dann mit­un­ter nicht mehr zu den­ken. Be­güns­tigt wer­den Wa­den­krämp­fe, wenn Sie tags­über viel auf ho­hen Ab­sät­zen her­um­ge­lau­fen sind, aber auch durch heis­ses Wet­ter, Krampf­adern und Blut­ar­mut (An­ämie).

Ach­tung

Sehr selten können einseitige Wadenkrämpfe auch ein Symptom für eine Venenentzündung sein. Achten Sie darauf, ob das Bein zusätzlich geschwollen und gerötet ist.

Ur­säch­lich liegt bei Schwan­ge­ren meist ein Man­gel be­stimm­ter Nähr­stof­fe, z.B. Ka­li­um, Kal­zi­um oder Vit­amin B vor. Vor al­lem wer­den nächt­li­che Wa­den­krämp­fe aber mit Ma­gne­si­um­man­gel in Ver­bin­dung ge­bracht. Ma­gne­si­um wird in der Schwan­ger­schaft für vie­le Stoff­wech­sel­vor­gän­ge in grös­se­rer Men­ge be­nö­tigt, aber lei­der durch stär­ke­res Schwit­zen und Harn­pro­duk­ti­on auch ver­mehrt wie­der aus­ge­schie­den. Aus­rei­chen­de Zu­fuhr über die Er­näh­rung ist prak­tisch kaum mög­lich.

Weil Ma­gne­si­um­man­gel auch für Pro­ble­me wie vor­zei­ti­ge We­hen, Prä­eklamp­sie und Wachs­tums­ver­zö­ge­rung des Kin­des mit ver­ant­wort­lich zu sein scheint und aus­ser­dem Be­schwer­den wie Ver­stop­fung und Übel­keit lin­dern kann, emp­feh­len man­che Ex­per­ten in­zwi­schen, wäh­rend der ge­sam­ten Schwan­ger­schaft Ma­gne­si­um­ta­blet­ten ein­zu­neh­men. Eine Über­do­sie­rung ist bei nor­ma­ler Nie­ren­funk­ti­on prak­tisch nicht mög­lich, und als Ne­ben­wir­kung gibt es höchs­tens et­was wei­che­ren Stuhl­gang – was vie­le wer­den­de Müt­ter als Vor­teil an­se­hen.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

In der Schwan­ger­schaft ist Ma­gne­si­um ei­ner der wich­tigs­ten Mi­ne­ral­stof­fe. Aber selbst eine aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung (Mi­ne­ral­was­ser mit Ma­gne­si­um an­ge­rei­chert, ge­schäl­te Man­deln und viel grü­nes Ge­mü­se) kann oft nicht ge­nü­gend Ma­gne­si­um zur Ver­fü­gung stel­len. Und ein Ma­gne­si­um­man­gel macht sich sehr …
Letzte Aktualisierung: 03.07.2020, BH
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