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Lachs, Avocado und Nüsse
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Wich­tig für die Ent­wick­lung des Ba­bys:


Ome­ga-3-Fett­säu­ren


Die vor­ge­burt­li­che und früh­kind­li­che Ent­wick­lung des Ge­hirns wird mass­geb­lich von der Ver­sor­gung mit lang­ket­ti­gen, mehr­fach un­ge­sät­tig­ten Ome­ga-3-Fett­säu­ren be­ein­flusst. Eine der wich­tigs­ten Ome­ga-3-Fett­säu­ren ist die aus Al­pha-Lin­o­len­säu­re im Kör­per ge­bil­de­te Do­co­sa­he­xa­en­säu­re (DHA). Sie hat we­sent­li­che Be­deu­tung für die Rei­fung der In­tel­li­genz und des Seh­ver­mö­gens, denn eine be­son­ders hohe Kon­zen­tra­ti­on von DHA fin­det sich in den Ner­ven­zel­len des Ge­hirns und in den Pho­to­re­zep­to­ren der Netz­haut.

In meh­re­ren wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en sind Grup­pen von Ba­bys ver­gli­chen wor­den, die ent­we­der DHA-freie oder DHA-hal­ti­ge Er­näh­rung (in der Mut­ter­milch oder in an­ge­rei­cher­ter Säug­lings­nah­rung) be­kom­men hat­ten. Mit den bis zu ein­jäh­ri­gen Säug­lin­gen wur­den Seh­tests und ein­fa­che In­tel­li­genz­tests durch­ge­führt. Es hat sich her­aus­ge­stellt, dass die mit DHA er­nähr­ten Kin­der im Durch­schnitt eine deut­lich bes­se­re Seh­schär­fe hat­ten als die Kin­der der Ver­gleichs­grup­pe. Auch bei den In­tel­li­genz­tests wie­sen die Kin­der der DHA-Grup­pe si­gni­fi­kant bes­se­re Re­sul­ta­te auf als die der Kon­troll­grup­pe.

Das un­ge­bo­re­ne Kind er­hält die für ihn es­sen­ti­el­le Fett­säu­re über die Pla­zen­ta, der Säug­ling be­kommt sie über die Mut­ter­milch zu­ge­führt. Die aus­ge­präg­tes­te Spei­che­rung von DHA fin­det beim Fö­tus vor al­lem wäh­rend des letz­ten Schwan­ger­schafts­drit­tels und wäh­rend der ers­ten Wo­chen nach der Ge­burt statt, wenn sich Neu­ro­nen und Glia­zel­len zu ver­meh­ren be­gin­nen. Eine aus­rei­chen­de Ver­sor­gung der Schwan­ge­ren und Stil­len­den mit DHA ist also von ent­schei­den­der Be­deu­tung.

Er­näh­rungs­ex­per­ten for­dern da­her, dass sich schwan­ge­re und stil­len­de Frau­en DHA-reich er­näh­ren, vor al­lem ab der 25. Schwan­ger­schafts­wo­che und bis zum Ende der Still­zeit. Da die­se es­sen­ti­el­le Fett­säu­re vor al­lem in fett­rei­chem See­fisch wie He­ring, Lachs, Ma­kre­le und Thon zu fin­den ist, soll­ten Schwan­ge­re min­des­tens zwei­mal in der Wo­che Fisch auf den Spei­se­plan set­zen. Lei­der ist die im Kör­per ge­bil­de­te Men­ge sehr ge­ring, nur 4% des Be­darfs. Al­ter­na­tiv kann man DHA in Form von Kap­seln ein­neh­men. Wün­schens­wert ist in der Schwan­ger­schaft und Still­zeit eine Do­sie­rung von etwa 200 mg DHA pro Tag. Auch eine An­rei­che­rung von her­kömm­li­cher Ba­by­nah­rung mit Ome­ga-3-Fett­säu­ren wird von Fach­leu­ten be­für­wor­tet.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Queck­sil­ber ist ei­ner der we­ni­gen Stof­fe, die zu Ent­wick­lungs­stö­run­gen beim un­ge­bo­re­nen Kind füh­ren kön­nen. Al­ler­dings müs­sen dazu sehr gros­se Men­gen mit der Nah­rung auf­ge­nom­men wer­den. Das deut­sche Bun­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Le­bens­mit­tel­si­cher­heit (BVL) rät des­halb, in der …
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Letzte Aktualisierung: 08.03.2021, BH
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