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Schwangere macht eine Yoga Übung

Schwan­ger­schaft­syo­ga – eine sanf­te Vor­be­rei­tung für die Ge­burt

In­ter­view mit Bea­te West­di­cken­berg


swiss­mom: Kön­nen Sie kurz er­klä­ren, was Yoga be­deu­tet?

Bea­te West­di­cken­berg: Yoga ist eine alte, tra­di­tio­nel­le, öst­li­che Wis­sen­schaft, die auf der Be­trach­tung von Kör­per, Geist und See­le be­ruht. Erst vor ei­ni­gen Jahr­zehn­ten wur­de Yoga von in­di­schen Leh­rern im Wes­ten ver­brei­tet, und er­fährt seit­her eine im­mer grös­ser wer­den­de Be­liebt­heit bei al­len Al­ters­grup­pen.

swiss­mom: Yoga für Schwan­ge­re, war­um ist die­se Art von Ge­burts­vor­be­rei­tung so emp­feh­lens­wert?

Bea­te West­di­cken­berg: Durch Yoga bleibt der Kör­per ge­schmei­dig, eine bes­se­re Sauer­stoff­ver­sor­gung ist ge­währ­leis­tet. Die An­for­de­run­gen an die in­ne­ren Or­ga­ne (Nie­ren, Herz-Kreis­lauf- und Hor­mon­sys­tem) wer­den un­ter­stützt. Das hat Aus­wir­kun­gen auf die emo­tio­na­le Sta­bi­li­tät. Die Schwan­ge­re er­fährt Si­cher­heit in sich selbst, lässt sich ein auf ei­nen Pro­zess von „Wach­sen und Wer­den“ und nimmt die Be­zie­hung zu ih­rem Baby auf. Bei­de sind be­reit für das star­ke Er­eig­nis „Ge­burt“.

Zur Per­son

Beate Westdickenberg

Beate Westdickenberg ist diplomierte Physiotherapeutin (Schwerpunkt Babies/Kinder) und Yogalehrerin (Schwerpunkt Frauen vor und nach der Geburt). Sie ist auch Tragetuch Kursleiterin und gibt Baby Massagekurse. Zudem hat sie sich in pränataler Psychologie weitergebildet und begleitet Frauen nach schwierigen Geburten. Sie arbeitet freiberuflich in eigener Praxis sowie in der Privatklinik "Bethanien". Beate Westdickenberg ist Mutter zweier Kinder.

swiss­mom: Ist ein Ein­stieg auch für nicht Yoga ge­üb­te Frau­en in der Schwan­ger­schaft mög­lich?

Bea­te West­di­cken­berg: Ja, al­les wird ex­akt und ein­fach er­klärt. Die Grup­pen soll­ten nicht zu gross sein, da­mit auch in­di­vi­du­el­le An­lei­tung mög­lich ist. Zu mei­nem Kurs­kon­zept ge­hö­ren Aus­tausch un­ter­ein­an­der und schwan­ger­schaftspe­zi­fi­sche The­men dazu.

swiss­mom: Ab wel­chem Mo­nat emp­feh­len Sie ei­nen spe­zi­el­len Yo­ga­kurs für Schwan­ge­re?

Bea­te West­di­cken­berg: Emp­feh­lens­wert ist ein Be­ginn zwi­schen 12. und 20. Wo­che. Der Kurs geht dann bis zum Ende der Schwan­ger­schaft.

swiss­mom: Kann Yoga auch hel­fen Schwan­ger­schafts­be­schwer­den, wie Rü­cken­schmer­zen oder Übel­keit zu lin­dern?

Bea­te West­di­cken­berg: Ei­ni­ge Pro­ble­me ent­ste­hen erst gar nicht, an­de­re kön­nen ge­lin­dert wer­den. Bei ganz hart­nä­cki­gen Be­schwer­den emp­feh­le ich ei­ni­ge Ein­zel­stun­den oder an­der­wei­ti­ge The­ra­pi­en.

swiss­mom: Kön­nen wäh­rend der We­hen be­son­de­re Tech­ni­ken auch an­ge­wandt wer­den, um bes­ser zu at­men und sich so stress­frei dem freu­di­gen Er­eig­nis zu nä­hern?

Bea­te West­di­cken­berg: Ja, der Atem spielt eine be­deu­ten­de Rol­le zur Be­wäl­ti­gung der We­hen und der Sauer­stoff­ver­sor­gung. Jede Yo­ga­stun­de be­inhal­tet Atem­übun­gen und be­rei­tet so die Frau­en über län­ge­re Zeit auf die Ge­burt vor.

swiss­mom: Yoga ist auch nach der Ge­burt sehr hilf­reich, war­um?

Bea­te West­di­cken­berg: Die na­tür­li­che Rück­bil­dungs­zeit wird mit kräf­ti­gen­den, vi­ta­li­sie­ren­den Übun­gen für den Be­cken­bo­den, Bauch­or­ga­nen / Mus­keln so­wie Ge­len­ke,  un­ter­stützt. At­mung und Ent­span­nung tra­gen zur in­ne­ren Ba­lan­ce und zur Be­wäl­ti­gung ei­ner neu­en Le­bens­si­tua­ti­on bei.

Kon­takt­adres­se: Bea­te West­di­cken­berg, E-Mail: bwes­t@blu­e­win.chwww.wach­sen­und­wer­den.ch 

Letzte Aktualisierung: 15.10.2019, swissmom-Redaktion

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