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Shi­atsu in der Schwan­ger­schaft – mit Be­rüh­rung hel­fen

Mit sanf­tem Druck das In­ners­te be­rüh­ren, das ist Shi­atsu. Die The­ra­pie­me­tho­de stammt aus Ja­pan, be­deu­tet über­setzt „Fin­ger­druck“ und ist in der tra­di­tio­nel­len fern­öst­li­chen Phi­lo­so­phie und Ge­sund­heits­leh­re ver­an­kert.

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Shiatsu Gesellschaft Schweiz
In Zusammenarbeit mit:
Shiatsu Gesellschaft Schweiz

Gast­bei­trag der Shi­atsu Ge­sell­schaft Schweiz

Shi­atsu ge­hört zum Be­rufs­feld der Kom­ple­men­tärThe­ra­pie. Die Be­hand­lung un­ter­stützt Kör­per, See­le und Geist bei Be­schwer­den und Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen. Der ganz­heit­li­che An­satz för­dert die Selbst­wahr­neh­mung, stärkt die Selbst­re­gu­lie­rung und un­ter­stützt die Ge­ne­sung.

Was ist Shi­atsu?


Im Shi­atsu ar­bei­ten The­ra­peu­tin­nen und The­ra­peu­ten mit Be­rüh­rung am Kör­per. Sie neh­men den en­er­ge­ti­schen Zu­stand der Me­ri­dia­ne und der da­zu­ge­hö­ren­den Or­ga­ne der Kli­en­tin­nen wahr, er­spü­ren Blo­cka­den oder en­er­gie­ar­me Zo­nen und nut­zen ver­schie­de­ne Tech­ni­ken wie Hand- und Fin­ger­druck, Deh­nun­gen und Ro­ta­tio­nen der Ge­len­ke, um den En­er­gie­fluss in den Me­ri­dia­nen und im gan­zen Kör­per aus­zu­glei­chen. Die Be­hand­lung fin­det in ei­ner ru­hi­gen At­mo­sphä­re auf ei­nem Fu­ton oder ei­ner Lie­ge im be­klei­de­ten Zu­stand statt.

Kli­en­tin­nen neh­men die Be­rüh­rung auf ver­schie­de­nen Ebe­nen wahr, sie spü­ren, wie ihr Kör­per auf die Be­hand­lung re­agiert und wie sie da­bei zur Ruhe kom­men. Fra­gen zum ak­tu­el­len Kör­per­emp­fin­den wäh­rend der Be­hand­lung un­ter­stüt­zen die be­han­del­te Per­son dar­in, die Ge­scheh­nis­se im Kör­per und da­mit Mus­ter, Be­dürf­nis­se und Ge­füh­le zu er­spü­ren und sich selbst be­wuss­ter wahr­zu­neh­men. Denn: Selbst­wahr­neh­mung ist ein we­sent­li­cher As­pekt für die Ge­ne­sung. Sie er­laubt der Kli­en­tin, in Kon­takt mit Ge­fühls-, Denk-, Hal­tungs- oder Hand­lungs­mus­ter zu kom­men.

Shi­atsu be­glei­tet Schwan­ge­re


Die Schwan­ger­schaft ist eine be­son­de­re Le­bens­pha­se für jede Frau. Sie er­fährt fort­lau­fend Ver­än­de­run­gen kör­per­li­cher, psy­chi­scher und see­li­scher Art. Die wer­den­de Mut­ter be­ginnt eine Be­zie­hung zum Kind auf­zu­bau­en. Sie be­rei­tet sich auf die vie­len Um­stel­lun­gen im ei­ge­nen Le­ben und in der Part­ner­schaft vor. Aus dem Paar wird eine Fa­mi­lie. Vie­le Pha­sen der Schwan­ger­schaft wer­den als sehr glück­lich er­lebt. Die Ver­än­de­run­gen der Le­bens­si­tua­ti­on kön­nen aber auch Sor­gen und Ängs­te aus­lö­sen. Und wäh­rend der Schwan­ger­schaft kön­nen ver­schie­de­ne Be­schwer­den auf­tre­ten, wel­che das Be­fin­den stark be­ein­träch­ti­gen und die Vor­freu­de trü­ben kön­nen.

Shi­atsu be­glei­tet Schwan­ge­re in ih­ren Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen und un­ter­stützt sie, Ver­trau­en in ih­ren Kör­per und des­sen Kraft zu ha­ben. In der The­ra­pie kön­nen die Frau­en of­fen über ihre Ängs­te und un­an­ge­neh­men oder ver­meint­lich un­an­ge­brach­ten Ge­füh­le spre­chen. Das Ein­las­sen auf die Si­tua­ti­on und das be­wuss­te Aus­ein­an­der­set­zen mit Sor­gen be­züg­lich Zu­kunft, Ver­än­de­run­gen, Schmer­zen und Ge­burt kann hel­fen, Span­nun­gen und Blo­cka­den ab­zu­bau­en. Da­her eig­net sich Shi­atsu auch als Er­gän­zung zur Ge­burts­vor­be­rei­tung.

Wäh­rend der Shi­atsu-Be­hand­lung kön­nen Frau­en oft bes­ser wahr­neh­men, was im Kör­per vor sich geht. Die Ver­bin­dung zwi­schen Mut­ter und Kind wird ge­stärkt. Das Baby im Bauch re­agiert dar­auf auf un­ter­schied­li­che Wei­se: manch­mal mit viel Stram­peln, manch­mal mit Ruhe.

Kei­ne Schwan­ger­schaft ver­läuft gleich. Jede Frau, je­des Paar, bringt in­di­vi­du­el­le Be­dürf­nis­se auf dem Weg zu Ge­burt und El­tern­schaft mit. Im Shi­atsu trägt man die­sen Be­dürf­nis­sen Sor­ge und stimmt die Be­glei­tung dar­auf ab.

„So in­di­vi­du­ell wie jede Schwan­ger­schaft, so in­di­vi­du­ell ist die Be­glei­tung mit Shi­atsu.“ Ca­ro­li­na Hügi, Shi­ats­uthe­ra­peu­tin und Mit­glied der Shi­atsu Ge­sell­schaft Schweiz

Bei wel­chen Be­schwer­den kann Shi­atsu hel­fen?


Wäh­rend der Schwan­ger­schaft kön­nen ver­schie­de­ne Be­schwer­den auf­tre­ten. Shi­atsu kann z. B. bei fol­gen­den ty­pi­schen Sym­pto­men hel­fen:

  • Mor­gen­übel­keit/Er­bre­chen

  • Rü­cken­be­schwer­den

  • Is­chi­as­schmer­zen

  • Kar­pal­tun­nel­syn­drom

  • En­ge­ge­fühl in Bauch und Be­cken

  • Schlaf­stö­run­gen/Mü­dig­keit

  • Stress/Ver­span­nun­gen

  • Ängs­te hin­sicht­lich Schwan­ger­schaft und Ge­burt

  • Dif­fu­se Ängs­te, so­wie Angst vor Ver­än­de­rung oder Kon­troll­ver­lust

Je nach En­er­gie-Be­fund und be­schrie­be­nen Be­schwer­den, be­han­delt die The­ra­peu­tin ent­spre­chen­de Me­ri­dia­ne und Punk­te, um Er­leich­te­rung zu ver­schaf­fen. Die ent­span­nen­de Wir­kung ei­ner Shi­atsu-The­ra­pie kann noch un­ter­stützt wer­den durch Me­ri­di­an-Dehn­übun­gen, die von der The­ra­peu­tin ge­zeigt wer­den und wel­che den Kör­per stär­ken, die At­mung ver­tie­fen und so­mit den En­er­gie­fluss aus­glei­chen.

Vie­le The­ra­peu­tin­nen ar­bei­ten mit ei­nem spe­zi­el­len Body-Cushion, wel­ches er­laubt, selbst Hoch­schwan­ge­re auch in Bauch­la­ge zu be­han­deln, in der die Wir­bel­säu­le eine voll­kom­me­ne Ent­las­tung er­fährt.

Vä­ter im Shi­atsu


Wenn Schwan­ge­re sich für Shi­atsu als Ge­burts­vor­be­rei­tung ent­schei­den, geht es meist um eine ganz­heit­li­che Ein­stim­mung auf die neue Le­bens­si­tua­ti­on. Da­bei spielt der Part­ner eine wich­ti­ge Rol­le. Wenn die wer­den­den El­tern es wün­schen, wird der Va­ter in die Shi­atsu-Be­hand­lung mit ein­be­zo­gen. Er lernt, durch ge­ziel­te Be­rüh­run­gen die Ver­bin­dung von Mut­ter und Kind zu un­ter­stüt­zen. Mit der Stim­me kön­nen Schwin­gun­gen er­zeugt wer­den, was eine vor­ge­burt­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem Baby er­laubt. Das Baby spürt die­se Schwin­gun­gen und be­ru­higt sich. Die­se ers­ten Er­fah­run­gen ei­ner Ein­heit ist für die gan­ze Fa­mi­lie ein be­rüh­ren­des Er­leb­nis.

Zur kon­kre­ten Un­ter­stüt­zung wäh­rend der Ent­bin­dung lernt der Part­ner ver­schie­de­ne Atem­übun­gen und Be­we­gun­gen ken­nen. Er weiss, wel­che Po­si­tio­nen und Punk­te zur Ent­span­nung der Mut­ter bei­tra­gen. Bei­spiels­wei­se kann durch Druck auf die Ver­tie­fun­gen im Kreuz­bein Span­nung ab­ge­baut wer­den. Manch­mal hilft es nur schon, das Ge­wicht des Bau­ches mit­zu­tra­gen. Der Va­ter er­fährt auch, wie er die oft ver­spann­ten Schul­tern mas­sie­ren und die Ent­span­nung durch At­mung för­dern kann. Die Frau lei­tet ih­ren Part­ner an, wo sie wel­chen Druck be­nö­tigt.

Wenn Vä­ter wis­sen, wie sie hel­fen kön­nen, füh­len sie sich der Ge­burts­si­tua­ti­on we­ni­ger aus­ge­lie­fert. Sie sind sich ih­rer un­ter­stüt­zen­den Rol­le ge­wahr, neh­men ak­tiv an der Ge­burt teil und kön­nen so der Frau Halt bie­ten.

Eine The­ra­peu­tin / ei­nen The­ra­peu­ten fin­den


Ei­ni­ge The­ra­peu­tIn­nen ha­ben sich auf die Be­glei­tung in der Schwan­ger­schaft spe­zia­li­siert. Es gibt ver­schie­de­ne Wei­ter­bil­dun­gen dazu, z. B. „Well­mo­ther“, die sich ganz der Un­ter­stüt­zung wer­den­der El­tern wid­met.

Für die Su­che nach ei­ner pas­sen­den The­ra­peu­tin oder ei­nem pas­sen­den The­ra­peu­ten eig­net sich die Such­ma­schi­ne der Shi­atsu Ge­sell­schaft Schweiz. Dort sind alle Ak­tiv­mit­glie­der ver­merkt. Die Mit­glied­schaft im Ver­band ge­währ­leis­tet eine fun­dier­te Aus­bil­dung, re­gel­mäs­si­ge Wei­ter­bil­dung und die Ein­hal­tung der ethi­schen Richt­li­ni­en.

Shi­atsu-Be­hand­lun­gen wer­den von den meis­ten Zu­satz­ver­si­che­run­gen ver­gü­tet. Bit­te in­for­mie­ren Sie sich bei Ih­rer Kran­ken­kas­se.

De­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen:

Shi­atsu Ge­sell­schaft Schweiz
Et­zel­matt 5 / 5430 Wet­tin­gen
Tel. 056 427 15 73 / gs@shi­at­su­ver­band.ch

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Letzte Aktualisierung: 24.03.2022, swissmom-Redaktion

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