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Mutter am Laptop, Vater mit Kindern in der Küche
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Gut or­ga­ni­siert im Fa­mi­li­en- und Be­rufs­all­tag


Egal, ob Sie Teil­zeit oder Voll­zeit ar­bei­ten, ob Sie ei­nen Teil Ih­rer Ar­beit im Home-Of­fice er­le­di­gen oder Ihr ei­ge­nes Ge­schäft auf­bau­en - das Le­ben be­rufs­tä­ti­ger El­tern bringt im­mer Her­aus­for­de­run­gen mit sich. Kin­der sind nun mal kei­ne Ro­bo­ter, die sich auf per­fek­te All­tags­taug­lich­keit pro­gram­mie­ren las­sen und so wird Ihre Fle­xi­bi­li­tät im­mer wie­der ge­for­dert sein, da­mit Sie auf die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on re­agie­ren kön­nen. Den­noch gibt es ei­ni­ges, das Sie tun kön­nen, um sich den Fa­mi­li­en- und Be­rufs­all­tag zu er­leich­tern: 

Sei­en Sie dem All­tag im­mer ei­nen Schritt vor­aus

Das Le­ben mit Kin­dern bringt schon mehr als ge­nug Un­vor­her­seh­ba­res mit sich, da braucht man sich nicht auch noch von den Din­gen über­rum­peln zu las­sen, die ei­gent­lich plan­bar wä­ren. Ma­chen Sie zu Be­ginn des Jah­res eine gro­be Jah­res­pla­nung und set­zen Sie sich jede Wo­che eine hal­be Stun­de mit Ih­rem Part­ner an den Tisch, um zu be­spre­chen, was in den nächs­ten Ta­gen an­steht. 

Re­geln Sie, wer was tut

Ken­nen Sie auch Fa­mi­li­en, die im­mer zu vie­le Jo­ghurts im Kühl­schrank ste­hen ha­ben, weil die Part­ner sich nicht ab­spre­chen, wer für den Ein­kauf zu­stän­dig ist und bei de­nen re­gel­mäs­sig Ter­mi­ne ver­ges­sen ge­hen, weil je­der denkt, der an­de­re küm­me­re sich dann schon dar­um? Ge­hen Sie mit Ih­rem Part­ner sämt­li­che Auf­ga­ben durch, die im All­tag an­fal­len und le­gen Sie fest, wer für wel­chen Be­reich die Haupt­ver­ant­wor­tung über­nimmt. Dies be­deu­tet nicht, dass Sie sich nie mehr um die Wä­sche küm­mern müs­sen, wenn er die­sen Be­reich über­nimmt, es be­deu­tet aber, dass sich ei­ner von bei­den da­für zu­stän­dig fühlt und Alarm schla­gen wird, wenn die Din­ge aus dem Ru­der lau­fen. Nut­zen Sie die wö­chent­li­chen Be­spre­chun­gen, um im De­tail zu fest­zu­le­gen, wer in den kom­men­den Ta­gen was er­le­digt. 

Über­den­ken Sie ein­ge­schlif­fe­ne Mus­ter

Wenn Sie nach ei­ner län­ge­ren Fa­mi­li­en­pau­se wie­der ins Be­rufs­le­ben ein­stei­gen, ist es wich­tig, die bis­he­ri­ge Auf­ga­ben­tei­lung ein­ge­hend zu über­den­ken. Bei vie­len Paa­ren ent­ste­hen im Lau­fe der Zeit ein­ge­schlif­fe­ne Mus­ter, die nicht mehr hin­ter­fragt wer­den, nach­dem sie sich ein­mal be­währt ha­ben. Kehrt die Mut­ter zu­rück in den Be­ruf, bleibt wei­ter­hin ein Gross­teil der Haus­ar­beit an ihr hän­gen, weil es vor­her, als sie voll­zeit­lich zu Hau­se war, ja auch so funk­tio­niert hat. Die­se un­glei­che Ar­beits­tei­lung führt zu Frust und be­las­tet die Be­zie­hung.  

Sei­en Sie nach­sich­tig

Wenn Sie wie­der be­rufs­tä­tig sind, bleibt Ih­nen we­ni­ger Zeit, sich um den Haus­halt zu küm­mern. Ma­chen Sie sich also kei­ne Vor­wür­fe, wenn nicht mehr al­les so per­fekt ist oder wenn es jetzt halt et­was öf­ter Spa­ghet­ti mit To­ma­ten­sauce zum Mit­tag­essen gibt. Sei­en Sie auch nach­sich­tig mit Ih­rem Part­ner, wenn er die Din­ge an­ders an­geht als Sie. Wich­tig ist, dass die Haus­ar­bei­ten er­le­digt wer­den und nicht, dass dies ge­nau so ge­schieht, wie Sie es für rich­tig hal­ten. 

Füh­ren Sie eine Fa­mi­li­en­agen­da

Eine Agen­da, in der sämt­li­che be­ruf­li­chen und pri­va­ten Ter­mi­ne je­des Fa­mi­li­en­mit­glieds ein­ge­tra­gen wer­den, ist ein Muss. Be­son­ders prak­tisch ist es, ge­mein­sam ei­nen elek­tro­ni­schen Ka­len­der zu füh­ren. Wenn Sie sich an­ge­wöh­nen, al­les so­gleich ein­zu­tra­gen, sind neue Ter­mi­ne auch für Ih­ren Part­ner so­fort sicht­bar. Im elek­tro­ni­schen Ka­len­der kön­nen Sie sich auch Re­min­der set­zen, die Sie im tur­bu­len­ten All­tag an die Ter­mi­ne er­in­nern. 

Knüp­fen Sie ein Auf­fang­netz

Wer springt ein, wenn die Krip­pe Be­triebs­fe­ri­en macht oder ei­nes Ih­rer Kin­der län­ge­re Zeit krank ist und Sie nicht dau­er­haft von der Ar­beit fern blei­ben kön­nen? Wer holt die Kin­der ab, wenn Ihre Sit­zung län­ger dau­ert und Ihr Part­ner im Stau fest­steckt? Wer be­treut die Klei­nen, wenn Sie und Ihr Part­ner ein­mal ein paar Stun­den Frei­zeit brau­chen? Su­chen Sie sich Men­schen, die in sol­chen Mo­men­ten ein­sprin­gen kön­nen und be­spre­chen Sie mit Ih­nen die Ab­läu­fe schon im Vor­aus, da­mit Sie sich nicht mit De­tails auf­hal­ten müs­sen, wenn schnel­les Han­deln ge­fragt ist. Falls Sie fest­stel­len, dass die Drei­fach­be­las­tung von Fa­mi­lie, Be­ruf und Haus­halt zu gross wird, kann es sinn­voll sein, eine Haus­halthil­fe zu en­ga­gie­ren, die Ih­nen dau­er­haft ei­nen Teil Ih­rer Auf­ga­ben ab­nimmt. 

Pla­nen Sie Frei­zeit ein

Be­rufs­tä­ti­ge Müt­ter und Vä­ter sind Meis­ter dar­in, als El­tern und Mit­ar­bei­ter ihr Bes­tes zu ge­ben und den All­tag so zu pla­nen, dass nichts ver­ges­sen geht. Die per­sön­li­che Frei­zeit bleibt da­bei aber oft auf der Stre­cke. Das mag in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen, in de­nen man ein­fach funk­tio­nie­ren muss, eine Wei­le lang gut ge­hen, auf die Dau­er ist dies aber kein Zu­stand. Pla­nen Sie Zei­ten der Er­ho­lung ge­nau­so fix ein wie an­de­re Ter­mi­ne und hal­ten Sie sich wann im­mer mög­lich an die­se Pla­nung. Auch dann, wenn Sie ei­gent­lich zu müde sind, um Ihre freie Zeit zu ge­nies­sen. Dann ge­hen Sie eben aus­nahms­wei­se mal schon ins Bett, so­bald die Kin­der schla­fen. Haupt­sa­che, Sie tun hin und wie­der ein­fach das, was Ih­nen gut tut. 

Blei­ben Sie fle­xi­bel

Ja, was denn nun? Erst soll man den All­tag mög­lichst gut pla­nen und dann doch wie­der fle­xi­bel blei­ben? So rich­tig es ist, die Kon­trol­le über Ihre ver­schie­de­nen Le­bens­be­rei­che zu ha­ben, so wich­tig ist es auch, spon­tan zu blei­ben, da­mit Sie schnell re­agie­ren kön­nen, wenn et­was an­ders läuft als ge­plant. Üben müs­sen das die we­nigs­ten El­tern, denn das Le­ben mit Kind und Job birgt ge­nü­gend Über­ra­schun­gen, so dass Sie gar nicht an­ders kön­nen, als top or­ga­ni­siert und trotz­dem an­pas­sungs­fä­hig zu sein. 

Letzte Aktualisierung: 20.04.2020, TV
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