Alles übers Abstillen

Abstillen

Manche Mütter werden ganz wehmütig, wenn sie daran denken, anderen kann es nicht schnell genug gehen. Tatsache ist, dass nur weniger als ein Drittel aller Mütter ihre Babys die von der WHO empfohlenen sechs Monate voll stillt. Aber alle müssen sich Gedanken darüber machen, wie sie den Abschied von der Brust ihrem Baby, aber auch sich selbst so angenehm wie möglich machen.

Grundsätzlich ist Abstillen nach zweierlei Methoden möglich:

Und wann ist der beste Zeitpunkt zum Abstillen? Und wie geht es am leichtesten -  welche Massnahmen helfen, die Milchproduktion zu verringern? Gibt es Tricks, das Kind zu entwöhnen?

Wichtig ist, dass Sie Ihre Brust auch nach dem Abstillen noch regelmässig kontrollieren, da es auch Monate später noch zu einer Brustentzündung oder einem Abszess kommen kann.

Abstillen bedeutet nicht nur Abschied, sondern auch Neubeginn. Geniessen Sie die Fortschritte und neuen Fähigkeiten Ihres Kindes. Entwickeln Sie gemeinsam neue Rituale, in denen Nähe und Geborgenheit wie beim Stillen erfahren werden kann. Und sehen Sie das Abstillen als ersten Schritt, sich an das allmähliche Loslassen Ihres Kindes in den nächsten zwei Jahrzehnten zu gewöhnen!

Häufige Fragen zum Thema

Wenn die ersten Zähnchen durchbrechen, muss keineswegs abgestillt werden.

Viele Mütter stillen zwar ab, weil sie Angst haben, dass es ungemütlich wird, wenn das Baby sie in die Brust beisst. Doch das ist – theoretisch – eigentlich nicht möglich, denn noch fehlt dem Zahn-Neuling der Gegenbiss. Und...

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Eine Mangelsituation wird bei hochwertiger, vernünftiger Ernährung und sicherheitshalber zusätzlicher Kalzium-,  Multivitamin- und Eisensubstitution bei Ihnen oder Ihrem ungeborenen Kind höchstwahrscheinlich nicht eintreten. Aber je weiter Sie mit der Schwangerschaft sind, umso empfehlenswerter wäre...

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Abstillen müssen Sie wegen einer Erkältung sicher nicht. Solange Sie es körperlich einigermassen schaffen, sollten Sie weiter stillen. Eine Ansteckung durch die Muttermilch ist ausgeschlossen, denn die Grippe-Erreger werden durch Tröpfcheninfektion aus dem Nasen-Rachenbereich weitergegeben. Das...

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Mit einer leichten Lebensmittelvergiftung oder Magen-Darm-Infektion kann durchaus weiter gestillt werden. Ihr Baby sollte keinerlei Symptome zeigen. Achten Sie aber darauf, nun noch viel mehr zu trinken, damit Ihr Flüssigkeitsverlust ausgeglichen wird und die Milchmenge nicht abnimmt.

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Newsticker

Ausgestorben – warum? | 28.11.2020

Die Neandertaler sind vor rund 40.000 Jahren ausgestorben. Eine Theorie dazu lautete: Sie haben ihre Kinder zu lange gestillt und ihnen so für ihre Entwicklung notwendige Nahrungsbestandteile vorenthalten. Das haben Forscher der Frankfurter Goethe-Universität an hauchdünnen Präparaten von vier 40 - 70.000 Jahre alten Milchzähnen überzeugend widerlegt. So wie Bäume Wachstumsringe haben, haben auch Zähne Wachstumsringe, die genau abbilden, welche Nahrungsmittel gegessen wurden - und zwar auf den Tag genau. Anhand der chemischen Analyse lässt sich nachweisen, wann die Neandertaler-Kinder abgestillt wurden. Die Antwort: Neandertaler-Babys bekamen genauso lange die Brust wie die Säuglinge des Homo Sapiens damals und noch heute, nämlich fünf bis sechs Monate. Die Dauer des Stillens bestimmt indirekt auch die Abstände zwischen den Geburten und damit die Zahl der Kinder pro Frau. Langes Stillen war diesen Erkenntnissen zufolge also nicht der Grund, dass die Neandertaler ausgestorben sind.

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