Schwangere stützt sich auf Gymnastikball
Schwangerschaft | Sport | Vorsicht! (Risiko)

Wann ist Sport für Schwangere nicht mehr erlaubt?

Denken Sie daran, dass regelmässiger Sport nur dann gesund ist, wenn Sie sich dadurch wohler fühlen. Übertreiben Sie nichts, überanstrengen Sie sich nicht und hören Sie während der Schwangerschaft noch mehr als sonst auf die Signale Ihres Körpers. Wärmen Sie sich langsam und gründlich auf, trinken Sie viel und atmen Sie gleichmässig. Ihr Puls sollte nicht auf über 130 Schläge pro Minute ansteigen. 

Signale, die Sie ernst nehmen sollten

Unterbrechen Sie die Übungen sofort, wenn Sie

  • erschöpft sind
  • sich schwindelig fühlen
  • kraftlos sind
  • ausser Atem geraten
  • Übelkeit spüren
  • Schmerzen oder Krämpfe bekommen

Zwischenfälle wie zum Beispiel Blutungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Schwächeanfälle, Atemnot oder vorher nie aufgetretene Schmerzen sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Frauenarzt besprechen.

Sehr wichtig ist, dass Sie Ihre Übungen auf die jeweilige Schwangerschaftsphase abstimmen. Ab dem dritten Monat sollten Übungen in Rückenlage vermieden werden, weil es dadurch zum sogenannten Vena-cava-Syndrom kommen kann. Dabei drückt der wachsenden Bauch auf die grosse Körpervene, der Blutfluss wird gestört und es kann Ihnen schwindelig werden. Aber auch die Bauchmuskulatur kann zu stark belastet werden und zu einer Rektusdiastase auseinanderklaffen. Später führt dann die wachsende Gebärmutter zu einer Schwerpunktverlagerung und zu einer Beckenkippung nach vorne, wodurch Sie leichter das Gleichgewicht verlieren.

Vorsicht bei Komplikationen

Bestimmte Komplikationen in der jetzigen oder einer früheren Schwangerschaft können zusätzlich ein Grund sein, warum man Ihnen empfiehlt, die sportlichen Aktivitäten ganz oder teilweise einzuschränken. Dazu gehören

Erst nach einer Untersuchung bei Ihrer Frauenärztin und wenn sie es ausdrücklich befürwortet, können Sie weiter Sport treiben.

Newsticker

Sport und Fehlgeburt | 17.06.2020

Frauen werden generell ermutigt, sich vor, während und nach der Schwangerschaft sportlich zu betätigen. Eine US-Studie zeigte jetzt aber, dass Frauen mit einer Fehlgeburt in der Vorgeschichte häufiger einen erneuten Spontanabort erlitten, wenn sie in der Frühschwangerschaft stark trainierten. In der Zeit der Einnistung ist der Embryo offensichtlich extrem verwundbar, und hohe körperliche Belastung könnte die frühe Entwicklung stören. Bei 188 von 785 beobachteten schwangeren Frauen kam es zu einer sehr frühen Fehlgeburt, die durch einen deutlichen Abfall des Schwangerschaftshormons hCG-Tests bestätigt wurde. Frauen mit mittlerer und hoher Trainingsbelastung verloren etwa doppelt so häufig die Schwangerschaft wie diejenigen mit niedriger körperlicher Aktivität. Wenn die Schwangerschaft weiter fortgeschritten war, wurde kein Zusammenhang mehr zwischen der körperlichen Aktivität und dem Risiko für eine Fehlgeburt beobachtet. Frauen mit früherer Fehlgeburt sollten daher in der Kinderwunschphase sowie im Frühstadium einer Schwangerschaft Aktivitäten mit hoher Belastung vermeiden.

Letzte Aktualisierung : 15-04-20, BH/AG

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