Midsection of pregnant woman with friends holding drinks

Gute Stimmung auch ohne Alkohol

Es gibt keinen wissenschaftlich abgesicherten Grenzwert, bis zu dem Alkoholgenuss in der Schwangerschaft völlig unbedenklich ist. Um sicher zu gehen, sollten werdende und stillende Mütter deshalb Ihrem Baby zuliebe in dieser Zeit ganz auf Alkohol verzichten.

Ein paar Tipps, wie Ihnen der Verzicht auf Alkohol – vor allem während der Weihnachts-, Silvester- und Partyzeit und in netter Gesellschaft - leichter fällt:

  • Bitten Sie Ihren Partner, ebenfalls auf Alkohol zu verzichten.
  • Probieren Sie phantasievolle alkoholfreie Cocktails aus.
  • Trinken Sie Grapillon (weiss oder rot), Süssmost oder Apfelschorle (Apfelsaft mit Mineralwasser).
  • Alkoholfreier Sekt (z.B. Rimuss) ist nicht nur für Kinder gedacht.
  • Alkoholfreies Bier ist auch eine gute Alternative. Achten Sie darauf, ob es auch wirklich alkoholfrei oder nur alkoholreduziert ist.
  • Bringen Sie zur Party ein paar alkoholfreie Flaschen mit - damit die Gastgeber nicht in Verlegenheit kommen.
  • Überlegen Sie sich schon vor der Party, was Sie erwidern können, wenn Sie jemand zu Alkohol überreden will. Normalerweise ist die beste Strategie Ehrlichkeit, denn heutzutage ist eigentlich überall bekannt, dass Alkohol in der Schwangerschaft schädlich ist.
  • Wollen Sie die Schwangerschaft noch geheim halten, greifen Sie zur bewährten Ausrede "gestern zuviel getrunken" oder "nehme gerade Medikamente ein".
  • Hören Sie auf zu rauchen. Rauchen und Alkohol bedingen und fördern sich oft gegenseitig.
  • Übrigens: Alkohol im Käsefondue (aber nicht als Schnaps nebenbei!!!) ist für Schwangere nicht gefährlich. Der grösste Teil des Alkohols verdampft durch die Hitze und es bleibt nur noch der Alkoholgeschmack. Auch wegen einer versehentlich gegessenen Alkohol-Praline brauchen Sie keine schlaflosen Nächte zu haben.

Sollte Ihnen die völlige Abstinenz schwer fallen, könnte es sein, dass Sie alkoholabhängig sind. Bitte lassen Sie sich dann ärztlich beraten.


Häufige Frage zum Thema

Wie sieht es aus mit alkoholfreiem Bier in der Schwangerschaft?


Newsticker

IRIS hilft…: Alkohol und Zigaretten in der Schwangerschaft können schwerwiegende Schäden beim ungeborenen Kind zur Folge haben. Trotzdem hören viele schwangere Frauen nicht damit auf. Ein Online-Angebot des Universitätsklinikums Tübingen unterstützt nun dabei: IRIS II (www.iris-plattform.de/). Das Programm ist kostenlos und dauert zwölf Wochen. Die Teilnehmerinnen können zwischen einem speziellen Tabakprogramm, einem Alkoholprogramm oder einem Programm bei kombiniertem Konsum wählen. Sie erhalten wöchentlich persönliche E-Mail-Unterstützung durch einen professionellen E-Coach. Dabei werden bewährte und in ihrer Wirksamkeit gut untersuchte (psycho-) therapeutische Techniken angewandt. Zudem wird einem Rückfall vorgebeugt und der Partner eingebunden. (swissmom Newsticker, 26.8.15)