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Drogen in der Schwangerschaft

Illegale Drogen, ob nun  Strassendrogen, Gesellschaftsdrogen, Freizeitdrogen oder harte Drogen, stellen eine ernste Gefahr für Ihr Baby dar und können während Ihrer Schwangerschaft und nach der Geburt gravierende Störungen verursachen.

Drogen aller Art, sei es Cannabis (Marihuana), Kokain, Heroin oder Ecstasy, gehen sowohl über die Plazenta auf das Ungeborene als auch über die Muttermilch auf das Baby über. Drogenmissbrauch kann zu Fehlgeburt, Frühgeburt, niedrigem Geburtsgewicht und Totgeburt führen. Weil Drogenmissbrauch häufig auch mit Alkoholkonsum und Rauchen verbunden ist, spielen deren negative Auswirkungen auch eine Rolle.

Manche Babys sind schon bei der Geburt drogenabhängig und leiden unter schweren Entzugserscheinungen, wie z.B. Zittern, Krampfanfällen, Schlafstörungen oder Fütterungsproblemen. Sogar Monate nach der Geburt sind noch Entzugssymptome möglich. Auch Neugeborene, deren Mütter an einem Methadonprogramm teilnehmen, leiden unter Entzugserscheinungen.

Eine Schwangere, die gemeinsam mit anderen Abhängigen Injektionsnadeln benutzt, kann sich mit dem HI-Virus oder dem Hepatitis B oder C Virus infizieren. Eine solche Infektion kann schwerwiegende Auswirkungen auf Sie und Ihr Baby haben.

Wenn Sie schwanger und drogensüchtig sind, sollten Sie die Droge nicht abrupt absetzen. Ziehen Sie aber, der Gesundheit Ihres Babys zuliebe, Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder entsprechende Spezialisten so schnell wie möglich zu Rate. Frauen, die nur gelegentlich Drogen nehmen, sollten während ihrer Schwangerschaft darauf verzichten. Es hat sich gezeigt, dass Frauen, die während der Schwangerschaft an einem Drogenrehabilitationsprogramm teilnehmen, gesündere Kinder zur Welt bringen.


Wissen

Partydroge schädigt fetales Gehirn


Newsticker

Kiffen in der Schwangerschaft | 25.06.2019

Eine unterschätzte Gefahr: Während der Schwangerschaft kann Cannabis (Hanf, Gras, THC) das Hirn des Ungeborenen schädigen – und das dauerhaft. Die Veränderungen des Gehirns liessen sich in einer grossen Studie aus den Niederlanden sogar noch bei sechsjährigen Kindern im Kernspintomographen feststellen. Deshalb warnen Frauenärzte anlässlich des Weltdrogentages am 26. Juni vor Haschisch-Rauchen in der Schwangerschaft. Vielfach wird Cannabis für eine harmlose Droge gehalten, weshalb zu befürchten ist, dass Schwangere häufig weiter Haschisch rauchen, weil sie denken, dass das dem Baby nicht schadet. Aber da das Gehirn des ungeborenen Babys sich von Tag zu Tag weiter entwickelt, wirkt Cannabis genau wie Alkohol nicht einfach nur als Droge, sondern als Gift. Laut Europäischem Drogenbericht konsumieren 11% aller Frauen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren Cannabis.

Hasch in der Schwangerschaft | 21.08.2016

Cannabis (Marihuana, Haschisch) gehört zu den beliebtesten Rauschmitteln – leider auch bei Schwangeren. Wegen seiner effektiven Wirkung bei starker Schwangerschafts-Übelkeit wird es immer häufiger zur Selbsttherapie eingesetzt. Der regelmässige Konsum in der Schwangerschaft zeigte jetzt allerdings in einer australischen Untersuchung ein fünffach erhöhtes Risiko auf eine Frühgeburt. Die Befragungen fanden in der 20. Schwangerschaftswoche statt. Frauen, die bis zu diesem Zeitpunkt Cannabis rauchten, brachten ihr Kind im Durchschnitt nach 29,6 Wochen zur Welt. Ohne Cannabis dauerte die Schwangerschaft dagegen im Durchschnitt 34,1 Wochen – ein deutlicher Unterschied. Schwangeren muss deshalb dringend vom Konsum der Droge abgeraten werden.

Letzte Aktualisierung : 03-08-18, BH

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