Viele Risiken sind vermeidbar!

Schädliche Einflüsse in der Schwangerschaft  - viele Risiken sind vermeidbar!

In der Zeit zwischen dem 15. und dem 70. Tag nach der Befruchtung entwickeln sich die Organe des Babys. Es kann daher besonders leicht zu Schädigungen kommen, deshalb sollten Sie während des ersten Trimenons vorsichtig sein. Teratogene, also direkt fruchtschädigende Substanzen sind allerdings im normalen täglichen Leben sehr, sehr selten.

Deshalb: Seien Sie nicht übertrieben ängstlich! Die meisten Umweltgifte schaden Ihnen, der Mutter, und damit nur indirekt Ihrem ungeborenen Kind. Und die meisten Risiken können Sie allein schon durch eine gesunde Ernährung und das Vermeiden einiger bekannter schädlicher Umwelteinflüsse erheblich vermindern.

Vermeiden Sie - wenn möglich - den Kontakt zu Personen mit ansteckenden Krankheiten, denn einige bakterielle und Virus-Infektionen (z.B. Kinderkrankheiten wie Röteln) können für Ihr ungeborenes Kind gefährlich werden.

Manche Nahrungsmittel sind durch Bakterien und andere Keime verunreinigt, was bei anfälligen Menschen, zu denen auch Schwangere und Neugeborene gehören, zu Lebensmittelinfektionen führen kann (z.B. Listeriose, Toxoplasmose, Salmonellose, Hepatitis). Schwangere sollten daher rohes Fleisch, rohe Eier, Rohmilchprodukte und rohen Fisch sowie rohe Austern meiden.

Leber und Leberprodukte, wie z.B. Fleischpasteten oder Leberwurst, enthalten viel Vitamin A, das in zu hoher Dosierung schädlich ist und zu schweren angeborenen Fehlbildungen beim Kind führen kann. Vermeiden Sie bzw. reduzieren Sie diese Nahrungsmittel während Ihrer Schwangerschaft.

Um sich selbst und Ihr Baby zu schützen, sollte es selbstverständlich sein, dass Sie auf AlkoholZigaretten und selbstverständlich auch alle Drogen verzichten. Aber auch Kaffee und schwarzen Tee sollten Sie bewusster und reduzierter geniessen und Medikamente, die Ihnen vor der Schwangerschaft verschrieben wurden, nicht mehr ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin einnehmen.

Falls Sie, Ihr Partner, ältere Kinder oder andere Kinder in Ihrer Verwandtschaft in der Vergangenheit unter Heuschnupfen, Asthma, Ekzemen oder anderen Allergien litten, kann der Verzehr von nusshaltigen Nahrungsmitteln während der Schwangerschaft dazu führen, dass Ihr Baby später eine schwere Allergie gegen Nüsse entwickelt. Bei einer entsprechenden Veranlagung in der Familie sollten Sie während der Schwangerschaft und der Stillzeit alle nusshaltigen Nahrungsmittel vermeiden. Dazu gehören auch alle Erdnussprodukte, wie z.B. Erdnussbutter, unraffiniertes Nussöl und bestimmte Süssigkeiten wie z.B. Schokoriegel.

Viele Schwangere machen sich Sorgen, was Hitze (z.B. Solarium, Sauna oder ein heisses Vollbad), Lärm, Mikrowellen, Haarefärben und Mobilphon-Benutzung angeht. Antworten auf diese Fragen und viele mehr finden Sie unter Schwangerschaft/Häufige Fragen/Umwelteinflüsse.

Falls Sie befürchten, an Ihrem Arbeitsplatz gesundheitlichen Risiken oder schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt zu sein (z.B. giftigen Chemikalien und Bestrahlung, schweren Lasten, Raucherzonen), sollten Sie mit Ihrem Arbeitgeber darüber sprechen. Sie haben als Schwangere ein Recht auf eine ungefährlichere Arbeit oder einen anderen Arbeitsplatz.


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Stress macht stark | 10.08.2016

Mütterlicher Stress und psychische Belastungen wie Depressionen während der Schwangerschaft können möglicherweise Schutzmechanismen beim Baby aktivieren. Dies lässt sich aus bestimmten epigenetischen Veränderungen beim Neugeborenen schliessen, wie Psychologen der Universität Basel herausfanden. Offensichtlich wird das Oxytocinrezeptor-Gen unter „widrigen“ Umständen besser aktivierbar. Oxytocin beeinflusst nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind während und nach der Geburt, sondern auch soziale Interaktionen wie die Anpassung an Stress. So können die Babys mit späteren Herausforderungen und Belastungen besser fertig werden. Frühere Forschungen haben ergeben, dass Belastungen der werdenden Mutter das Risiko für psychische Störungen und körperliche Erkrankungen beim Nachwuchs erhöhen.

Letzte Aktualisierung : 04.2016, BH

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