Bluthochdruck

Chronischer Bluthochdruck

Weisen Sie unbedingt Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin darauf hin, wenn Sie schon vor der Schwangerschaft einen zu hohen Blutdruck (Hypertonie) hatten. Eventuell müssen Sie sich häufiger von Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrer Hebamme untersuchen lassen als andere Schwangere. Falls Ihr Blutdruck steigt, ist Bettruhe zu empfehlen. Bei einem extrem starken Anstieg des Blutdrucks werden Sie ins Spital eingewiesen, wo Ihr Gesundheitszustand genauer beobachtet werden kann.

Ihre Medikamente werden eventuell durch für das Baby unschädliche Präparate ersetzt, wie z.B. Alpha-Methyl-Dopa. Bekannt ist, dass viele Mittel gegen hohen Blutdruck zu angeborenen Fehlbildungen (v.a. Herzfehler) beim Kind führen, vor allem wenn sie im 2. und 3. Schwangerschaftstrimenon eingenommen werden. ACE-Hemmer und AT-1-Rezeptorantagonisten (Sartane) dürfen beispielsweise auf keinen Fall eingesetzt werden. 

Eine Blutdruckerhöhung bedeutet immer, dass eine Präeklampsie ausgeschlossen werden muss. Während der Schwangerschaft werden deshalb bei jedem Frauenarztbesuch der Blutdruck gemessen, der UrinuntersuchungenUrinBluthochdruck auf Eiweiss untersucht und es wird überprüft, ob Ihre Hände oder Knöchel geschwollenen sind. Vermutet der behandelnde Frauenarzt, die behandelnde Frauenärztin, dass Ihr Kind gefährdet ist, kann die Geburt eingeleitet oder ein Kaiserschnitt vorgenommen werden.

Sie selbst sollten sorgfältig auf Ihr Gewicht achten, damit Wassereinlagerungen früh erkannt werden. Wenn Sie auffallend häufig unter Kopfschmerzen oder Brechreiz leiden oder Sehstörungen, wie Flimmern vor den Augen, bemerken, sollten Sie auch hierüber Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin unterrichten.

Letzte Aktualisierung : 05.2016, BH

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