Schwangere Frau auf einem Bett mit Blutdruckmessgerät

Behandlung einer Präeklampsie

Wie eine Präeklampsie behandelt wird, ist von der Schwere der Symptome abhängig. Leiden Sie an einer leichten Form der Präeklampsie, ist Bettruhe als Behandlung wahrscheinlich ausreichend. Sie können zu Hause bleiben und werden alle 2-3 Tage überwacht. Das bedeutet:  Ihre Leber- und Nierenfunktion wird regelmässig kontrolliert, ausserdem der Blutdruck, der bei maximal 160/100 liegen darf. Ultraschalluntersuchungen zeigen, ob das Wachstum Ihres Kindes noch normal ist. Doppler-Sonographien und CTG-Kontrollen überwachen die kindliche Blutversorgung.  

Magnesium wird mit blutdrucksenkenden Mitteln, Acetylsalicylsäure und evtl. Heparin zur Thrombose-Vorsorge kombiniert. Die Ernährung sollte protein- und kalorienreich und nicht salzarm sein. Viel Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Reis-Obst-Tage werden heute als gefährlich angesehen, und harntreibende Mittel oder Medikamente sind verboten. Sobald das Kind eine ausreichende Lungenreife zeigt, wird dann sicherheitshalber die Geburt eingeleitet.

Bei deutlichen und sich verschlimmernden Anzeichen einer Präeklampsie, einer kindlichen Mangelentwicklung oder Krampfbereitschaft besteht eine Notfallsituation. Sie wird mit einer raschen Entbindung (Kaiserschnitt) behandelt, egal wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten oder wie reif das Kind ist.

Newsticker

Aspirin gegen Präeklampsie: Die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin) in der Schwangerschaft senkt das Risiko auf eine Präeklampsie bei der Hochrisikogruppe von Schwangeren mit vorausgegangener Präeklampsie, bei Frauen, die Mehrlinge erwarten, mit Diabetes mellitus oder hohem Blutdruck. Eine systematische Übersicht bestätigt die derzeitigen Empfehlungen zur niedrig-dosierten Therapie täglich ab der 12. Schwangerschaftswoche. Dem deutlichen Nutzen (weniger Mangelgeburten und Frühgeburten) standen keine signifikanten Risiken für Mutter oder Kind gegenüber. Die Kinder zeigten bis zum Alter von 18 Monaten keine Auffälligkeiten in der Entwicklung. (swissmom Newsticker, 22.4.14)

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