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Schwangerschaftsbauch mit Herz und Händen
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Wann und wie sag' ich es...


Der wer­den­de Papa ist na­tür­lich der Ers­te, der über die Schwan­ger­schaft ins Bild ge­setzt wird. Aber wie ist es mit al­len an­de­ren Men­schen, die von dem freu­di­gen Er­eig­nis er­fah­ren wol­len oder müs­sen? Wann ist der rich­ti­ge Mo­ment, es ih­nen zu sa­gen? Meist rät man Schwan­ge­ren, mit der In­for­ma­ti­on bis zum Be­ginn des zwei­ten Tri­me­nons zu­zu­war­ten, da das Ri­si­ko, eine Fehl­ge­burt zu er­lei­den, nun sehr ge­ring ist. Wer­den­de Müt­ter, die nicht so lan­ge war­ten mö­gen, be­schrän­ken sich mit dem Ver­brei­ten der Neu­ig­kei­ten vor­erst am bes­ten auf die Men­schen, de­nen sie sich auch an­ver­trau­en wür­den, falls sich die Schwan­ger­schaft nicht wie er­hofft ent­wi­ckeln wür­de. So­weit die ge­ne­rel­le Faust­re­gel, doch kom­men wir nun zur ent­schei­den­den Fra­ge: Wie sa­gen Sie es...

...den wer­den­den Gross­el­tern?


Auch wenn sich man­che Men­schen erst an den Ge­dan­ken, Gross­el­tern zu wer­den, ge­wöh­nen müs­sen, freu­en sich doch die meis­ten über die Nach­richt, dass ein En­kel­kind un­ter­wegs ist. Be­son­ders schön ist es na­tür­lich, wenn das Ge­heim­nis auf eine über­ra­schen­de Wei­se ge­lüf­tet wird. Auf der swiss­mom-Pin­te­rest-Sei­te ha­ben wir vie­le An­re­gun­gen für Sie ge­sam­melt, wie Sie Ihre gu­ten Neu­ig­kei­ten mit ei­ner lie­be­voll ge­stal­te­ten An­zei­ge oder ei­ner ge­lun­ge­nen Über­ra­schung an­kün­di­gen kön­nen. Manch­mal schei­nen wer­den­de Gross­el­tern al­ler­dings über ei­nen sechs­ten Sinn zu ver­fü­gen, so dass sie der Sa­che auf die Schli­che kom­men, be­vor die wer­den­den El­tern Zeit hat­ten, sich eine Über­ra­schung aus­zu­den­ken. 

...den äl­te­ren Ge­schwis­tern des Ba­bys?


Wie bald das Kind über die Schwan­ger­schaft in­for­miert wird, hängt von der Si­tua­ti­on ab. Man­che Kin­der sor­gen sich sehr, wenn die Mama un­ter Schwan­ger­schafts­be­schwer­den lei­det und sind er­leich­tert, wenn sie bald er­fah­ren, dass es für die an­dau­ern­de Übel­keit ei­nen schö­nen Grund gibt. Ein klei­nes Plap­per­maul hin­ge­gen in­for­mie­ren Sie viel­leicht bes­ser erst, wenn Sie da­mit le­ben kön­nen, dass es die gu­ten Neu­ig­kei­ten gleich in der gan­zen Ver­wandt­schaft ver­brei­tet. Für ein sehr klei­nes Kind wie­der­um sind neun Mo­na­te eine un­vor­stell­bar lan­ge Zeit, wes­halb es noch früh ge­nug ist, das Ge­heim­nis zu lüf­ten, wenn der Bauch sich all­mäh­lich run­det. Egal, ob Sie frü­her oder spä­ter in­for­mie­ren, ein Ge­schwis­ter zu be­kom­men, ist im­mer ein ein­schnei­den­des Er­leb­nis für ein Kind. Eine gute Vor­be­rei­tung auf den klei­nen Bru­der oder die klei­ne Schwes­ter ist also sehr wich­tig. Be­zie­hen Sie ihr Kind wo im­mer mög­lich in die Schwan­ger­schaft ein, zum Bei­spiel, in­dem es Sie mal zum Ul­tra­schall­ter­min be­glei­ten darf, in­dem Sie ihm er­klä­ren, was in Ih­rem Kör­per pas­siert oder in­dem es hel­fen darf, die ers­te Aus­stat­tung für das Klei­ne aus­zu­su­chen. 

...der zu­künf­ti­gen Got­te und dem zu­künf­ti­gen Göt­ti?


Na­tür­lich ist es schön, wenn die zu­künf­ti­gen Pa­ten schon früh an­ge­fragt wer­den, da­mit sie sich ge­mein­sam mit den El­tern auf die An­kunft des Ba­bys freu­en kön­nen. Im Zen­trum steht aber erst mal die Fra­ge, wer die­se be­son­de­re Rol­le im Le­ben des Kin­des ein­neh­men soll. Got­te und Göt­ti soll­ten Men­schen sein, die auch un­ab­hän­gig vom Kind eine gute Be­zie­hung zu den El­tern pfle­gen. Ne­ben der Über­le­gung, auf wel­che Wei­se Sie Got­te und Göt­ti die gute Nach­richt über­brin­gen, soll­ten Sie sich also un­be­dingt auch Ge­dan­ken ma­chen, wel­che Er­war­tun­gen Sie an die Per­so­nen ha­ben, die Ihr Kind durchs Le­ben be­glei­ten wer­den. 

...dem Freun­des­kreis?


Hier be­stimmt die Nähe zu ei­ner Per­son über den Zeit­punkt und die Art und Wei­se der Be­kannt­ga­be. Viel­leicht er­zäh­len Sie ganz bei­läu­fig, dass Sie Nach­wuchs er­war­ten, viel­leicht ge­stal­ten Sie eine schö­ne Schwan­ger­schafts­an­zei­ge, viel­leicht war­ten Sie aber auch ein­fach ab, bis das Bäuch­lein die Neu­ig­kei­ten ver­rät. Oder Sie mö­gen es ganz aus­ge­fal­len und la­den Ihre Freun­de, wie in den USA teil­wei­se üb­lich, zu ei­ner "Gen­der-Re­veal-Par­ty" ein, bei der auch das Ge­schlecht des Ba­bys be­kannt ge­ge­ben wird. Fin­ger­spit­zen­ge­fühl ist ge­fragt bei Freun­den, die sich bis­her ver­geb­lich ein Kind wün­schen. Für sie kann die An­kün­di­gung ei­ner Schwan­ger­schaft sehr schmerz­haft sein, wes­halb sie viel­leicht mit Zu­rück­hal­tung re­agie­ren oder gar für ei­ni­ge Zeit auf Di­stanz ge­hen. Neh­men Sie dies nicht per­sön­lich, son­dern ge­ben Sie Ih­ren Freun­den Zeit, sich an die neue Si­tua­ti­on zu ge­wöh­nen.

...dem Ar­beit­ge­ber?


Vom Ge­setz her ist nicht vor­ge­ge­ben, wann Vor­ge­setz­te über eine Schwan­ger­schaft in­for­miert wer­den müs­sen. Wann der bes­te Zeit­punkt ist, den Ar­beit­ge­ber zu in­for­mie­ren und wor­auf Sie bei der An­kün­di­gung ach­ten soll­ten, le­sen Sie hier. In un­se­rem Be­reich "Kind und Be­ruf" er­fah­ren Sie auch al­les, was Sie über Ge­sund­heits­schutz, Mut­ter­schafts­ver­si­che­rung und Kün­di­gungs­schutz wis­sen müs­sen.

...den Ar­beits­kol­le­gen?


Nach­dem der Ar­beit­ge­ber in­for­miert ist, kön­nen auch die Kol­le­gen ins Bild ge­setzt wer­den. Wann da­für der rich­ti­ge Zeit­punkt ist, hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Wä­ren Sie froh dar­um, die Ar­beits­kol­le­gen wür­den et­was mehr Rück­sicht neh­men, in­for­mie­ren Sie frü­her, wenn Sie lie­ber nicht zu viel Auf­he­bens um Ihre Schwan­ger­schaft ma­chen wol­len, war­ten Sie, bis sich das Bäuch­lein zeigt. Na­tür­lich soll­ten Ihre Kol­le­gen auch ins Bild ge­setzt wer­den, wenn Sie auf­grund Ih­rer Schwan­ger­schaft ge­wis­se Auf­ga­ben nicht mehr über­neh­men kön­nen. Lei­der ma­chen Schwan­ge­re zu­wei­len die Er­fah­rung, dass Team­kol­le­gen sich we­nig be­geis­tert zei­gen über die Schwan­ger­schaft ih­rer Kol­le­gin, da sie fürch­ten, ver­mehrt ein­sprin­gen oder wäh­rend des Mut­ter­schafts­ur­laubs Stell­ver­tre­tun­gen über­neh­men zu müs­sen. In­for­mie­ren Sie sich gut über Ihre Rech­te und Pflich­ten, um un­ge­recht­fer­tig­te Vor­wür­fe kon­tern zu kön­nen, las­sen Sie sich nicht in die Enge trei­ben und su­chen Sie Hil­fe, falls das Ver­hal­ten der Kol­le­gen in Mob­bing um­schlägt. 

...den Ver­si­che­run­gen?


Neu­ge­bo­re­ne müs­sen in­ner­halb von drei Mo­na­ten bei ei­ner Kran­ken­kas­se ge­gen Krank­heit und Un­fall ver­si­chert wer­den. Da­mit das Kind schon von Ge­burt an ver­si­chert ist, schlies­sen Sie am bes­ten schon wäh­rend der Schwan­ger­schaft eine Kran­ken­ver­si­che­rung ab. Alle Kran­ken­kas­sen bie­ten die­se Mög­lich­keit prä­mi­en­frei an. In­for­mie­ren Sie ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft auch Ihre an­de­ren Ver­si­che­run­gen über den er­war­te­ten Fa­mi­li­en­zu­wachs. Wes­halb dies wich­tig ist, le­sen Sie hier

Letzte Aktualisierung: 06.11.2018, TV
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