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Röhrchen mit Blut und Laborformular für hCG test
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Das hu­ma­ne Cho­ri­ongo­na­do­tro­pin (hCG)


Alle Schwan­ger­schafts­tests be­stim­men das­sel­be "Schwan­ger­schafts­hor­mon", näm­lich das hCG (das hu­ma­ne Cho­ri­ongo­na­do­tro­pin), ein Gly­ko­pro­te­in. Die­ses schwan­ger­schafts­er­hal­ten­de Hor­mon wird schon eine Wo­che nach der Be­fruch­tung (zum Zeit­punkt der Ein­nis­tung in die Ge­bär­mut­ter­schleim­haut) von den äus­se­ren Keim­zel­len des noch win­zi­gen Em­bry­os ge­bil­det, aus de­nen spä­ter die Pla­zen­ta, der Mut­ter­ku­chen, ent­steht. Von dort wird es in den müt­ter­li­chen Blut­kreis­lauf ge­schickt. HCG be­wirkt die Ab­ga­be von Ös­tro­gen und Pro­ges­te­ron (Gelb­kör­per­hor­mon) durch den Gelb­kör­per, um das Wachs­tum der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut zu un­ter­stüt­zen. Aus­ser­dem ver­hin­dert es die Mens­trua­ti­on wäh­rend der ers­ten Tage der Schwan­ger­schaft.

Der hCG-Wert im Blut ist ein wich­ti­ger Be­weis für das Vor­han­den­sein und die Über­wa­chung der Früh­schwan­ger­schaft. Der Nor­mal­wert liegt bei nicht-schwan­ge­ren Frau­en im re­pro­duk­ti­ven Al­ter un­ter 2 IE/l (In­ter­na­tio­na­le Ein­hei­ten pro Li­ter). Der frü­hes­te Nach­weis ei­ner Schwan­ger­schaft ist im Blut ca. 1-2 Wo­chen nach der Be­fruch­tung (4.-5. SSW, d.h. 3-4 Wo­chen nach dem ers­ten Tag der letz­ten Mens­trua­ti­on) mög­lich. Der Wert soll­te dann min­des­tens 25 IE/l be­tra­gen. Im Urin, also mit ei­nem we­ni­ger emp­find­li­chen Schwan­ger­schafts­test, soll­te der Nach­weis etwa eine Wo­che nach Aus­blei­ben der Re­gel­blu­tung ge­lin­gen.

Wäh­rend der ers­ten zwei Wo­chen nach der Be­fruch­tung steigt der hCG-Wert im Blut (Se­rum) schnell an und ver­dop­pelt sich min­des­tens alle zwei Tage, spä­ter alle drei Tage und nach 5 Wo­chen nur noch alle fünf Tage. Zwi­schen der 8. und 12. SSW (d.h. am 60.-70. Tag nach der Be­fruch­tung) er­reicht der HCG-Wert sei­nen höchs­ten Stand. Da­nach fällt er wie­der ab und bleibt re­la­tiv kon­stant auf ei­nem nied­ri­ge­ren Wert bis zur Ge­burt und kehrt da­nach auf den Nor­mal­wert vor der Schwan­ger­schaft zu­rück.

Die Schwan­kungs­brei­te des Nor­mal­be­reichs (s.Ta­bel­le) ist sehr gross. Da­her lässt sich an­hand des hCG-Wer­tes kei­ne Aus­sa­ge über die je­wei­li­ge Schwan­ger­schafts­wo­che tref­fen. Sehr hohe Wer­te deu­ten auf eine Mehr­lings­schwan­ger­schaft oder eine Tro­phob­last-Er­kran­kung (z.B. eine Bla­sen­mo­le oder eine ma­li­gne Ent­ar­tung des Cho­ri­ons) hin. Sehr nied­ri­ge Wer­te oder eine feh­len­de Ver­dop­pe­lung in­ner­halb von zwei Ta­gen sind ein Hin­weis auf eine nicht le­bens­fä­hi­ge Schwan­ger­schaft, z.B. ein ver­hal­te­ner Ab­ort oder eine Extrau­te­rin-Gra­vi­di­tät. Bei ei­nem hCG-Wert von mehr als 2500 IE/l soll­te im Va­gi­nalul­tra­schall eine nor­ma­le in­trau­te­ri­ne Schwan­ger­schaft nach­weis­bar sein, bei ei­ner Un­ter­su­chung über die Bauch­de­cken erst ab ei­nem HCG-Wert von 6500 IE/l.

Nor­mal­wer­te für hCG in der Schwan­ger­schaft: 


Woche nach letzter RegelblutunghCG in IE/l
3-40-130
4-575-2.600
5-6850-20.800
6-74.000-200.000
7-1211.500-289.000
12-1618.300-137.000
17-29 1.400-53.000
30-41940-60.000
kurz&bündigkurz&bündig
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Letzte Aktualisierung: 28.01.2021, BH
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