Wir haben noch alte Wasserrohre aus Blei. Ich habe gehört, dass das in der Schwangerschaft sehr gefährlich ist.

Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder reagieren besonders sensibel auf hohe Bleikonzentrationen im Trinkwasser. Blei passiert ungehindert die Plazenta und stört die Entwicklung des Zentralen Nervensystems, was sich möglicherweise erst Jahre später bemerkbar macht. Neuere Untersuchungen zeigen auch, dass Kinder mit erhöhten Bleiwerten schlechter hören. Allerdings wurde bisher kein Grenzwert für den Bleigehalt festgelegt, unter dem sicher keine Gefahr besteht. Deshalb wird zur Zeit nur eine Reduktion der Bleikonzentration im Trinkwasser empfohlen.

Zur Säuglingsernährung und für Schwangere sollte niemals Wasser direkt aus Bleileitungen entnommen werden. Wenn ein Austausch der alten Bleirohre nicht möglich ist, bleibt Wasser- oder Teetrinkern nur übrig, Mineralwasser zu kaufen. Denn die vielfach propagierten Empfehlung, das Wasser vor dem Trinken drei Minuten laufen zu lassen oder abzukochen, vermindert den Bleigehalt noch nicht ausreichend.

Letzte Aktualisierung: 25.10.2019, BH

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