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Die am­bu­lan­te Ge­burt im Spi­tal

Kennenlernen nach der Geburt
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In ei­nem me­di­zi­nisch si­che­ren Um­feld ent­bin­den und nach ei­ni­gen Stun­den mit dem Neu­ge­bo­re­nen in die häus­li­che Ruhe zu­rück­keh­ren – das ist mög­lich bei ei­ner am­bu­lan­ten Ge­burt. 

Was ist eine am­bu­lan­te Ge­burt?


Bei ei­ner am­bu­lan­ten Ge­burt wird das Baby im Spi­tal ge­bo­ren. Nach ei­ner ers­ten Ken­nen­lern­pha­se und ei­ner gründ­li­chen Erst­un­ter­su­chung des Ba­bys keh­ren die Mut­ter mit dem Kind etwa sechs Stun­den nach der Ent­bin­dung nach Hau­se zu­rück, um die ers­ten Tage des Wo­chen­betts in den ei­ge­nen vier Wän­den zu ver­brin­gen.

Meist ent­schei­den sich El­tern oder Frau­en, die be­reits ei­nes oder meh­re­re Kin­der ge­bo­ren ha­ben, für eine am­bu­lan­te Ge­burt. Sie ha­ben al­les schon ein­mal er­lebt und wis­sen, was sie er­war­tet und was sie sich und ih­rem Kör­per zu­mu­ten kön­nen. 

Die Ge­burt sel­ber und auch die Vor­be­rei­tung dar­auf ver­lau­fen ge­nau gleich. Aus­ser­dem kön­nen Sie Ihre Plä­ne je­der­zeit än­dern, zum Bei­spiel wenn die Sie die Ge­burt mehr Kraft ge­kos­tet hat, als Sie er­war­tet hät­ten. Auf der Wo­chen­bett­sta­ti­on kön­nen Sie sich dann viel­leicht bes­ser er­ho­len als im Tru­bel zu Hau­se.

Nach der am­bu­lan­ten Ge­burt


Um si­cher­zu­stel­len, dass Mut­ter und Baby zu Hau­se gut zu­recht­kom­men und all­fäl­li­ge Pro­ble­me recht­zei­tig er­kannt wer­den, nut­zen Ärz­te und Heb­am­men die Zeit nach der Ge­burt für wich­ti­ge Un­ter­su­chun­gen. Bei der  Mut­ter wer­den re­gel­mäs­sig Kör­per­tem­pe­ra­tur, Blut­druck und Herz­schlag kon­trol­liert, aus­ser­dem die Rück­bil­dung der Ge­bär­mut­ter und die Stär­ke der Nach­blu­tung. Be­vor sie nach Hau­se geht, soll­te sie ein­mal Was­ser ge­las­sen ha­ben. Aus­ser­dem darf sie beim Auf­ste­hen kei­nen Schwin­del ver­spü­ren.

Auch das Neu­ge­bo­re­ne wird sorg­fäl­tig un­ter­sucht und be­ur­teilt, ob es ei­nen auf­ge­weck­ten oder eher mü­den und schlap­pen Ein­druck macht. Aus­ser­dem wird be­ob­ach­tet, ob das ers­te An­le­gen an die Brust klappt und das Baby trinkt. Wenn al­les pro­blem­los aus­sieht, dür­fen Mut­ter und Neu­ge­bo­re­nes das Spi­tal ver­las­sen. Den­ken Sie dar­an, dass Sie in die­sem Fall be­reits zur Ge­burt Ba­by­klei­dung für den Nach­hau­se­weg so­wie eine Trag­scha­le für den Trans­port im Auto mit­neh­men.

Vor­aus­set­zun­gen für eine am­bu­lan­te Ge­burt


Da­mit Mut­ter und Baby we­ni­ge Stun­den nach der Ge­burt nach Hau­se ge­hen kön­nen, müs­sen ein paar Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sein:

  • Kom­pli­ka­ti­ons­lo­se Schwan­ger­schaft

  • Pro­blem­lo­se, na­tür­li­che Ge­burt

  • Mut­ter und Kind sind nach der Ge­burt ge­sund.

Vor­be­rei­tun­gen für eine am­bu­lan­te Ge­burt


Wenn Sie eine am­bu­lan­te Ge­burt pla­nen, soll­ten Sie schon in der Schwan­ger­schaft gut in­for­miert und auf die ers­ten Tage zu Hau­se vor­be­rei­tet sein. Dies sind Sie, wenn Sie or­ga­ni­siert ha­ben, dass eine selbst­stän­dig ar­bei­ten­de Heb­am­me oder eine Pfle­ge­fach­frau für die Wo­chen­bett­pfle­ge schon am ers­ten Tag vor­bei­kommt. Die­se Fach­per­son kon­trol­liert wäh­rend den nächs­ten Ta­gen die Ge­bär­mut­ter­rück­bil­dung, be­ant­wor­tet Ihre Fra­gen und hilf Ih­nen bei all­fäl­li­gen Still­pro­ble­men. Aus­ser­dem ver­sorgt sie die Na­bel­wun­de des Ba­bys und kon­trol­liert das Ge­wicht und den All­ge­mein­zu­stand.

Für das frü­he Wo­chen­bett zu Hau­se ist aber nicht nur eine Fach­per­son für Wo­chen­bett­pfle­ge emp­feh­lens­wert, son­dern auch je­mand, der Sie bei All­täg­li­chem un­ter­stützt. Das Wo­chen­bett dient der Er­ho­lung der Mut­ter; die Wä­sche, das Es­sen und den Haus­halt kann Ih­nen viel­leicht je­mand ab­neh­men oder Sie zu­min­dest dar­in un­ter­stüt­zen.

In den ers­ten Ta­gen zu Hau­se soll­ten Sie aus­ser­dem ei­nen Ter­min beim Kin­der­arzt – op­ti­mal wäre ein Haus­be­such – für die  Kon­troll­un­ter­su­chung in der 1. Le­bens­wo­che, das Neu­ge­bo­re­nen- und das Hör­s­cree­ning ver­ein­ba­ren.

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Letzte Aktualisierung: 09.03.2022, BH/KM

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