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                              Neugeborenes nackt schlafend auf den Rücken
                              ©
                              iStock

                              Hör­s­cree­ning


                              Ei­nes von 1.000 Kin­dern wird taub ge­bo­ren und ei­nes von 100 ist zu ei­nem ge­wis­sen Grad hör­ge­schä­digt. Um die­se Kin­der op­ti­mal be­han­deln zu kön­nen, muss spä­tes­tens im sechs­ten Le­bens­mo­nat mit der The­ra­pie be­gon­nen wer­den. An­sons­ten steigt auch die Ge­fahr, dass das Baby nicht mehr rich­tig spre­chen lernt.

                              Lei­der be­mer­ken die El­tern oft erst nach zwei Jah­ren, dass ihr Kind Pro­ble­me hat, al­les zu hö­ren – vor al­lem dar­an, dass die Sprach­ent­wick­lung ver­zö­gert ist. Nur wer hö­ren kann, lernt auch zu­hö­ren und spre­chen. Mehr als 90 Pro­zent von dem was Ba­bies ler­nen, stammt aus bei­läu­fig ge­hör­ten Ge­sprä­chen. Bis zur An­pas­sung von Hör­ge­rä­ten ist wert­vol­le Zeit ver­stri­chen, was in vie­len Fäl­len eine nicht mehr auf­zu­ho­len­de Ver­zö­ge­rung der Sprach­ent­wick­lung be­deu­tet. Die­se Kin­der blei­ben dann in ih­rer sprach­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on zeit­le­bens schwer be­hin­dert.

                              Da­bei lässt sich das Ge­hör von Neu­ge­bo­re­nen schon ei­ni­ge Tage nach der Ge­burt tes­ten. Die Un­ter­su­chung dau­ert un­ge­fähr zwei Mi­nu­ten, ist ab­so­lut schmerz­frei für das Neu­ge­bo­re­ne und kann durch­ge­führt wer­den, wäh­rend es schläft. Da­bei wird eine zier­li­che Son­de, die lei­se Klick­lau­te von etwa 80 De­zi­bel er­zeugt, in das Ohr ein­ge­führt. Wenn die Oh­ren ge­sund sind, re­agie­ren sie dar­auf mit " tran­si­to­risch evo­zier­ten oto­akus­ti­schen Emis­sio­nen" (TEO­AE). Dar­un­ter ver­steht man akus­ti­sche Si­gna­le, die von den Haar­zel­len im In­nen­ohr aus­ge­hen. Die­se wer­den von dem an­ge­schlos­se­nen Mess­ge­rät re­gis­triert und ge­mes­sen. Wenn kei­ne Re­ak­tio­nen nach­weis­bar sind, wird der Test noch ein­mal durch­ge­führt, denn es gibt ver­schie­de­ne harm­lo­se Ein­flüs­se, wie Res­te von Frucht­was­ser im Ohr, die fälsch­lich zu ei­nem auf­fäl­li­gen Er­geb­nis füh­ren kön­nen. Oder es wer­den Ner­ven- und Hirn­po­ten­zia­le ab­ge­lei­tet, die au­di­to­risch evo­zier­ten Po­ten­zia­le. Da­mit kann ge­mes­sen wer­den, ob die Über­tra­gung der Schall­si­gna­le ins Ge­hirn funk­tio­niert.

                              1999 wur­de in der Schweiz das all­ge­mei­ne Hör­s­cree­ning ein­ge­führt. Lei­der gibt es aber im­mer noch 20% der Neu­ge­bo­re­nen, die nicht un­ter­sucht wer­den! Eine Vor­aus­set­zung für die flä­chen­de­cken­de Durch­füh­rung des Hör­s­cree­nings in der Schweiz ist lei­der noch die Über­nah­me der Un­ter­su­chungs­kos­ten (etwa 30 CHF) als Pflicht­leis­tung der  Kran­ken­kas­sen (Grund­ver­si­che­rung). 

                              Die Un­ter­su­chung fin­det in­ner­halb der ers­ten Le­bens­wo­che in der Ge­burts­kli­nik statt. Das Scree­ning gilt als be­stan­den, wenn an BEI­DEN Oh­ren oto­akus­ti­sche Emis­sio­nen nach­weis­bar sind. Dann wer­den wei­te­re Ge­hör­un­ter­su­chun­gen im Rah­men der nor­ma­len Re­gel­un­ter­su­chun­gen beim Kin­der­arzt fol­gen. 

                              Wenn in der ers­ten Un­ter­su­chung an ei­nem oder so­gar bei­den Oh­ren un­ge­nü­gen­de oto­akus­ti­sche Emis­sio­nen ge­mes­sen wer­den, folgt das er­wei­ter­te Scree­ning mit zu­sätz­li­cher Ohr­spie­ge­lung und Tym­pano­gramm beim Kin­der­arzt oder HNO-Arzt mit ca. ei­nem Mo­nat. Nur etwa ein Vier­tel der zu­nächst fest­ge­stell­ten Hör­schä­den bei Neu­ge­bo­re­nen wer­den auch tat­säch­lich in ei­ner ge­naue­ren Un­ter­su­chung be­stä­tigt, denn die Hör­funk­ti­on kann vor­über­ge­hend durch den Ge­burts­vor­gang be­ein­träch­tigt sein. Ist aber auch hier das Er­geb­nis nicht beid­sei­tig un­auf­fäl­lig, setzt mit ca. drei Mo­na­ten die drit­te Stu­fe der Ge­hörsprü­fung mit auf­wän­di­ge­ren Un­ter­su­chun­gen bei ei­nem spe­zia­li­sier­ten HNO-Arzt oder in ei­nem pädau­dio­lo­gi­schen Zen­trum ein.  

                              Die­ser Stu­fen­plan gilt nur für ge­sun­de, reif­ge­bo­re­ne Neu­ge­bo­re­ne. Bei Früh­ge­bo­re­nen (< 32. SSW) und Neu­ge­bo­re­nen mit spe­zi­el­len Ri­si­ko­fak­to­ren (z.B. Ge­burts­ge­wicht

                              So­gar in be­son­ders schwe­ren Fäl­len von Hör­schä­den kön­nen durch die rich­ti­ge Be­hand­lung gros­se Er­fol­ge er­zielt wer­den. Nicht nur Hör­ge­rä­te, son­dern auch Co­ch­lea-Im­plan­tan­te kön­nen be­reits sehr früh zur An­wen­dung kom­men. Wenn Kin­der von Be­ginn an mit ei­ner pas­sen­den Hör­hil­fe auf­wach­sen, gibt es spä­ter kaum Un­ter­schie­de zu ih­ren Al­ters­ge­nos­sen.

                              Aber auch wenn alle Test­ergeb­nis­se un­auf­fäl­lig sind, soll­ten die El­tern re­gel­mäs­sig dar­auf ach­ten, ob das Kind gut hört. Stö­run­gen müs­sen nicht im­mer an­ge­bo­ren sein, son­dern kön­nen sich auch durch In­fek­tio­nen er­ge­ben. Die gro­be Check­lis­te sieht so aus:

                              • Im 3. bis 4. Le­bens­mo­nat soll­ten Ba­bys la­cheln, brab­beln und die Au­gen zum Ge­räusch wen­den.

                              • Im 6. bis 7. Mo­nat soll­ten sie ers­te zwei­sil­bi­ge Lau­te von sich ge­ben und auf Mu­sik lau­schen.

                              • Mit 10 bis 12 Mo­na­ten soll­ten Ba­bys auf lei­se Lau­te aus ca. 1m Ent­fer­nung re­agie­ren.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Kin­der un­ter acht Mo­na­ten ge­hö­ren na­tür­lich nicht ne­ben die Gug­ge­mu­sik, da ihr Sta­pe­di­us­re­flex noch nicht aus­lös­bar ist. Die­ser Re­flex schützt un­se­re Oh­ren na­tür­li­cher­wei­se vor zu lau­tem Krach. Durch Kon­trak­ti­on ei­nes Mus­kels im Ohr wird die Schall­lei­tungs­ket­te und da­mit der na­tür­li­che Ver­stär­ker …
                              Letzte Aktualisierung: 04.11.2019, BH

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                              11/9/2021
                              Gemüse, Früchte, Nüsse und Hülsenfrüchte

                              Ve­ga­ne All­er­gi­en

                              Hoch­ver­ar­bei­te­te Pro­duk­te sol­len Ve­ga­nern als Flei­scher­satz, Kä­se­al­ter­na­ti­ve, Pasta­va­ri­an­te und Eier-Op­ti­on die­nen. …

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