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Kinder auf Rädern: Rollschuhe und Rollbrett
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Roll­brett, Roll­schu­he & Co.


Je Grös­ser das Kind, umso grös­ser die Aus­wahl an so­ge­nann­ten "fahr­zeu­g­ähn­li­chen Ge­rä­ten" (FäG), mit de­nen es sich wun­der­bar her­um­kur­ven lässt. Die­se Ge­fähr­te wer­den ein­zig durch Kör­per­kraft an­ge­trie­ben und er­for­dern ziem­lich viel Ge­schick­lich­keit und Ko­or­di­na­ti­on. Grund­sätz­lich ist es also sehr zu emp­feh­len, dass Kin­der sich mit FäGs fort­be­we­gen.

Ob es sich nun um In­li­ne-Skates, Roll­schu­he, Skate­boards han­delt, im Hin­blick auf die Si­cher­heit gilt es je­doch ei­ni­ge wich­ti­ge Punk­te zu be­ach­ten:

  • Knie-, Hand­ge­lenk- und Ell­bo­gen­schüt­zer so­wie ein gut sit­zen­der Helm schüt­zen Ihr Kind vor schwe­ren Ver­let­zun­gen. Lei­der wird das Un­fall­ri­si­ko häu­fig un­ter­schätzt, wes­halb vie­le Kin­der un­ge­schützt un­ter­wegs sind.

  • Ehe Ihr Kind auf Trot­toirs, Rad­we­gen, etc. un­ter­wegs ist, muss es si­cher fah­ren und vor al­lem auch brem­sen kön­nen. Las­sen Sie Ihr Kind in ei­nem vor dem Ver­kehr ge­schütz­ten Be­reich üben, bis es si­cher ge­nug ist. Auch der Be­such von Skate­parks, etc. ist erst zu emp­feh­len, wenn Ihr Kind gut und si­cher fah­ren kann.

  • FäG als Ver­kehrs­mit­tel sind an fol­gen­den Or­ten er­laubt: Auf für Fuss­gän­ger be­stimm­ten Ver­kehrs­flä­chen, auf Rad­we­gen, auf der Fahr­bahn von Tem­po-30-Zo­nen und Be­geg­nungs­tras­sen, wenn es sich um Ne­ben­stras­sen han­delt, auf Ne­ben­stras­sen, wenn es dort kei­ne Trot­toirs gibt und das Ver­kehrs­auf­kom­men ge­ring ist. Die­se Re­ge­lung gilt auch für Vor­schul­kin­der, mit oder ohne Be­glei­tung ei­ner er­wach­se­nen Per­son.

  • Als Spiel­ge­rät dür­fen FäG an fol­gen­den Or­ten ver­wen­det wer­den: Auf für Füss­gän­ger be­stimm­ten Ver­kehrs­flä­chen, auf der Fahr­bahn von Tem­po-30-Zo­nen und Be­geg­nungs­tras­sen, wenn es sich um Ne­ben­stras­sen han­delt, auf Ne­ben­stras­sen, wenn es dort kei­ne Trot­toirs gibt, dies je­doch nur an Or­ten, wo we­nig Durch­gangs­ver­kehr herrscht, also z. B. in Wohn­quar­tie­ren.

  • Auch ein Kind, das gut und si­cher fährt, soll­te nur auf ver­kehrs­ar­men We­gen un­ter­wegs sein, da Kin­der im Stras­sen­ver­kehr auf­grund ih­res Ent­wick­lungs­stan­des noch über­for­dert sind. 

Ne­ben den klas­si­schen FäGs, die sich zur Fort­be­we­gung eig­nen, sind bei Kin­dern zwei wei­te­re Spiel­ge­rä­te mit Rä­dern sehr be­liebt, näm­lich vier­räd­ri­ge, recht­ecki­ge Roll­bret­ter so­wie Schu­he mit Rä­dern in den Soh­len, am be­kann­tes­ten un­ter dem Mar­ken­na­men "Hee­ly". Da­mit es nicht zu schwe­ren Un­fäl­len kommt, ist Fol­gen­des zu be­ach­ten:

Roll­brett


  • Im Ge­gen­satz zum Skate­board sind Roll­bret­ter nicht lenk­bar. Des­halb soll­te man auf ih­nen nie ste­hend fah­ren, son­dern im Sit­zen oder im Lie­gen.

  • Lan­ge Haa­re müs­sen zu­sam­men­ge­bun­den wer­den, da­mit sie sich beim Fah­ren im Lie­gen nicht mit den Rä­dern ver­wi­ckeln kön­nen. Auf Pull­over mit Ka­pu­zen und Bän­dern soll­te aus dem glei­chen Grund ver­zich­tet wer­den.

  • Da­mit man nicht über die ei­ge­nen Fin­ger fährt, muss das Kind die Hän­de beim Schwung­ho­len seit­lich des Bret­tes hal­ten.

  • Ge­nü­gend Ab­stand hal­ten zu an­de­ren Roll­brett­fah­rern, da­mit man die­sen kei­ne Hand­ver­let­zun­gen zu­fügt.

  • Nicht auf schie­fen Ebe­nen fah­ren, da das Brett sonst zu viel Schwung be­kommt und sich nicht mehr brem­sen lässt.

  • Nicht auf stei­ni­gen, un­ebe­nen Un­ter­grün­den fah­ren, da sonst die Rä­der blo­ckie­ren kön­nen, was zu Un­fäl­len füh­ren kann.

  • Roll­bret­ter sind kei­ne FäGs und ge­hö­ren des­we­gen we­der auf Fuss- noch Rad­we­ge.

"Hee­lys" und an­de­re Stras­sen­schu­he mit Rol­len


  • Auch wenn man mit die­sen Schu­hen nicht schnel­ler fah­ren soll­te, als man ge­hen kann, kom­men Kin­der da­mit ganz schön in Fahrt. Die Fol­ge sind ähn­li­che Un­fäl­le wie beim Fah­ren mit In­li­ne-Skates oder Roll­schu­hen, mit dem Un­ter­schied, dass hier kaum je­mand dar­an denkt, Schutz­klei­dung zu tra­gen, weil es ja All­tags­schu­he sind.

  • Bei Bil­lig­mo­del­len kön­nen sich die Rol­len lö­sen, was zu schlim­men Stür­zen füh­ren kann.

Letzte Aktualisierung: 20.03.2020, TV
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