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Kind springt auf einem Trampolin
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Si­cher­heit auf dem Tram­po­lin


Un­fäl­le auf Tram­po­li­nen en­den oft­mals mit sehr schwe­ren Ver­let­zun­gen. Be­trof­fen sind da­von meis­tens Kin­der und  Ju­gend­li­che im Al­ter zwi­schen 6 und 14 Jah­ren. Die bfu - Be­ra­tungs­stel­le für Un­fall­ver­hü­tung (bfu) hat da­her in ei­ner Bro­schü­re die wich­tigs­ten Hin­wei­se zum si­che­ren Auf­stel­len und Ver­wen­den von Frei­zeit­tram­po­li­nen zu­sam­men­ge­stellt.

Kin­der lie­ben es, auf Tram­po­li­nen zu sprin­gen. Im­mer häu­fi­ger fin­den sich Tram­po­li­ne da­her auch im hei­mi­schen Gar­ten. Und die sport­li­che Be­tä­ti­gung ist nicht nur für den Be­we­gungs­ap­pa­rat und das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem wich­tig, son­dern un­ter­stützt auch die geis­ti­ge Ent­wick­lung und men­ta­le Ge­sund­heit. Aus­dau­er, Ko­or­di­na­ti­on und mus­ku­lä­re Kräf­ti­gung sind nur ei­ni­ge der Punk­te, die das Tram­po­lin­sprin­gen auch aus me­di­zi­ni­scher Sicht in­ter­es­sant ma­chen.

Doch der Spass ver­lei­tet Kin­der häu­fig dazu, sich un­vor­sich­tig zu ver­hal­ten. Das kann zu Un­fäl­len füh­ren. Die Ge­fahr steigt mar­kant, wenn zwei oder noch mehr Per­so­nen gleich­zei­tig auf dem Tram­po­lin sprin­gen – un­kon­trol­lier­te Sprün­ge oder Zu­sam­men­stös­se sind vor­pro­gram­miert.

Ab­sprin­gen und lan­den sol­len die Kin­der in der Mit­te des Sprung­tuchs, Sal­ti soll­ten grund­sätz­lich nicht ge­macht wer­den. Wich­tig ist aus­ser­dem, dass der Stopp­sprung ge­übt wird und die Kin­der kei­nes­falls vom Tram­po­lin auf den Bo­den oder auf an­de­re Ge­gen­stän­de sprin­gen.

Be­sit­zer ei­nes Tram­po­lins sind da­für ver­ant­wort­lich, dass es rich­tig auf­ge­stellt und un­ter­hal­ten wird. Vor al­lem klei­ne­re Kin­der sind beim Sprin­gen zu be­auf­sich­ti­gen. Die Auf­sicht ob­liegt nicht nur Per­so­nen, die Tram­po­li­ne auf­stel­len, son­dern auch den Er­zie­hungs­be­rech­tig­ten der Kin­der.

Hin­weis­ta­feln wie „Be­nüt­zen ver­bo­ten“ oder „Jede Haf­tung für Un­fäl­le wird ab­ge­lehnt“ be­frei­en nicht von der Ver­ant­wor­tung. Da­her gilt es, beim Er­werb und Auf­stel­len von Tram­po­li­nen ei­ni­ge Si­cher­heits­re­geln zu be­ach­ten:

  • Das Tram­po­lin soll­te mög­lichst sta­bil sein und auf ei­ner ebe­nen Flä­che ste­hen. Ge­eig­net sind ins­be­son­de­re Ra­sen­flä­chen oder stoss­dämp­fen­de Un­ter­la­gen.

  • Auf die Um­ge­bung ach­ten. Zäu­ne, Äste oder Lei­tun­gen in der Nähe des Tram­po­lins be­ein­träch­ti­gen die Si­cher­heit beim Sprin­gen.

  • Das Be­sprin­gen des Tram­po­lins soll­te stets un­ter el­ter­li­cher Auf­sicht er­fol­gen. Stu­di­en ha­ben ge­zeigt, dass schwe­re Un­fäl­le be­vor­zugt in Ab­we­sen­heit ei­ner Auf­sichts­per­son und beim miss­glück­ten Ver­such ei­nes Sal­tos pas­sie­ren.

  • Nie meh­re­re Per­so­nen gleich­zei­tig auf das Tram­po­lin las­sen. Um Kol­li­sio­nen und Dis­tor­sio­nen zu ver­mei­den, soll­te das Tram­po­lin nur von ei­nem Kind be­sprun­gen wer­den. Ins­be­son­de­re wenn un­ter­schied­lich schwe­re Kin­der gleich­zei­tig sprin­gen, kann es durch ei­nen Ka­ta­pult­ef­fekt für den leich­te­ren Sprin­ger zu Ver­let­zun­gen kom­men.

  • Ba­bys und Klein­kin­der noch nicht sprin­gen las­sen. Sie ver­fü­gen noch nicht über eine aus­rei­chend kräf­ti­ge Na­cken- und Rumpf­mus­ku­la­tur und wei­sen ein un­güns­ti­ges Ver­hält­nis von Kopf­grös­se/-ge­wicht und rest­li­chem Kör­per auf. Je nach kör­per­li­chem Ent­wick­lungstand des Kin­des soll­te mit dem Tram­po­lin­sprin­gen erst ab dem (spä­ten) Kin­der­gar­ten­al­ter bzw. ab der Ein­schu­lung be­gon­nen wer­den.

  • Ob­li­ga­te In­stal­la­ti­on ei­nes Si­cher­heits­net­zes. Die­ses soll­te re­gel­mäs­sig auf sei­ne Funk­ti­ons­tüch­tig­keit und In­takt­heit ge­prüft wer­den. Ris­se im Netz er­for­dern den um­ge­hen­den Aus­tausch. Die Wit­te­rung kann nach meh­re­ren Jah­ren die Reiss­fes­tig­keit des Net­zes ver­min­dern. Ein Fehl­tritt zwi­schen nicht ge­si­cher­te Fe­dern oder ein Sturz auf die Rah­men­kon­struk­ti­on kann zu ernst­haf­ten Ver­let­zun­gen füh­ren. Tram­po­li­ne, die ohne her­kömm­li­che Stahl­fe­dern aus­kom­men und über ein sta­bi­les Si­cher­heits­netz ver­fü­gen, sind des­halb zu be­vor­zu­gen. Ver­fügt das Tram­po­lin über kein Si­cher­heits­netz, soll­te es kei­nes­falls auf ei­ner har­ten Un­ter­la­ge wie Asphalt, Bo­den­plat­ten oder Ver­bund­stei­nen ste­hen.

  • Ein zu­sätz­li­ches Si­cher­heits­netz zwi­schen Rah­men und Bo­den ver­hin­dert, dass Kin­der un­ter das Tram­po­lin krie­chen.

  • Der Rah­men, die Fe­der­ele­men­te oder Gum­mi­zü­ge soll­ten voll­stän­dig ab­ge­deckt und ge­schützt sein. Die Be­de­ckung darf beim Sprin­gen nicht ver­rut­schen.

Quel­le: Be­ra­tungs­stel­le für Un­fall­ver­hü­tung www.bfu.ch

Letzte Aktualisierung: 19.03.2020, BH
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