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Schwangere Mutter mit Kind
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Ge­schwis­ter muss man vor­be­rei­ten


Nor­ma­ler­wei­se kön­nen es Kin­der kaum er­war­ten, bis das Baby, ihr Ge­schwis­ter­chen, auf die Welt kommt. Sie zei­gen schon früh In­ter­es­se am wach­sen­den Bauch und den Be­we­gun­gen, die sie durch die Bauch­de­cke spü­ren kön­nen. Er­klä­ren Sie jetzt al­les, wo­nach Ihr Kind fragt und las­sen Sie es auch ein­mal bei ei­ner Vor­sor­ge­un­ter­su­chung da­bei sein.

Neh­men Sie even­tu­ell Kin­der­bü­cher zu Hil­fe, die sich mit dem The­ma „Ich be­kom­me ein Brü­der­chen/Schwes­ter­chen“ be­schäf­ti­gen. Es gibt sie in­zwi­schen in al­len Buch­hand­lun­gen in gros­ser Aus­wahl und für alle Al­ters­grup­pen. Das ge­mein­sa­me Le­sen die­ser Ge­schich­ten kann sehr gut vor­be­rei­ten auf die Zeit, wenn das Baby da ist und sich alle in der Fa­mi­lie in ein neu­es Zu­sam­men­spiel fü­gen müs­sen, bis sie wie­der ein rich­tig gu­tes Team sind.

Man­che Kin­der zei­gen schon wäh­rend der Schwan­ger­schaft Ei­fer­sucht auf das Ge­schwis­ter­kind. Dann soll­te man, so gut es geht, auf mög­li­che Ängs­te ein­ge­hen und das Kind in die Vor­be­rei­tun­gen auf die Zeit nach der Ge­burt mit ein­be­zie­hen.

Wäh­rend der Schwan­ger­schaft ist auch eine gute Zeit, das Selbst­be­wusst­sein des äl­te­ren Kin­des zu stär­ken, bei­spiels­wei­se mit dem Be­such des Kin­der­gar­tens oder ei­ner Kin­der­krip­pe. Auf kei­nen Fall soll­te das gleich nach der Ge­burt ge­sche­hen, Ihr äl­te­res Kind fühlt sich sonst ab­ge­scho­ben! Auch das Ba­by­bett­chen soll­te schon lan­ge vor der Ge­burt den Be­sit­zer wech­seln. Ver­su­chen Sie, dem äl­te­ren Kind das Ge­fühl zu ge­ben, dass es noch ge­nau­so wich­tig ist für Sie, auch wenn Sie bald viel Zeit für das Baby auf­brin­gen müs­sen. Ein wich­ti­ger Satz in die­ser Zeit ist "Ich hab Dich lieb". Und der zweit­wich­tigs­te "Das Baby hat Dich auch lieb".

Im Spi­tal wird das Kind zum ers­ten Mal das neue Baby se­hen. Er­war­ten Sie aber nicht, dass es sein Ge­schwis­ter­chen auch schon rich­tig wahr­nimmt. Wahr­schein­lich ist sei­ne wich­tigs­te Fra­ge: "Mami, wann kommst Du heim?" Ge­ben Sie ihm eine Ex­tra­por­ti­on Schmu­seein­hei­ten oder le­sen Sie ihm eine kur­ze Ge­schich­te vor, eng an­ein­an­der­ge­ku­schelt.

Wenn Sie heim­kom­men:


  • Brin­gen Sie Ih­rem gros­sen Kind ein klei­nes Ge­schenk mit - und sa­gen, dass es vom neu­en Baby kommt.

  • Hef­ten Sie ein Foto vom äl­te­ren Kind in­nen an das Ba­by­bett­chen und er­zäh­len Sie, dass das Baby ger­ne sei­nen gros­sen Bru­der / sei­ne gros­se Schwes­ter an­schaut.

  • Ma­chen Sie Ihr Kind zum "Mit­be­sit­zer". Sa­gen Sie so oft es geht "An­na's klei­ne Schwes­ter" oder "Lu­ca's klei­ner Bru­der".

  • Las­sen Sie Ihr Kind stolz dar­auf sein, wenn es bei der Ba­by­pfle­ge mit­hel­fen kann. Es kann zum Bei­spiel die Ze­hen und Fin­ger zäh­len und auf­pas­sen, dass noch alle da sind!

  • Er­zäh­len Sie über­all, wie lie­be­voll und ver­ant­wor­tungs­be­wusst Ihr Kind mit dem Baby um­geht.

  • Eta­blie­ren Sie mög­lichst vie­le Ri­tua­le (vor al­lem beim Auf­wa­chen und Zu­bett­ge­hen), die dem grös­se­ren Kind ganz al­lei­ne ge­hö­ren.

  • Las­sen Sie - wenn es die räum­li­chen Um­stän­de er­lau­ben - Ihr Kind nicht mit dem Baby in ei­nem Raum schla­fen, so­lan­ge das Baby noch nicht durch­schläft.

Für Vä­ter ist die zwei­te Schwan­ger­schaft eine Mög­lich­keit, mit dem erst­ge­bo­re­nen Kind eine in­ten­si­ve­re Be­zie­hung auf­zu­bau­en. Der Va­ter för­dert da­bei Fä­hig­kei­ten, die das Kind selbst mit dem Grös­ser­wer­den in Ver­bin­dung bringt und es mit Stolz er­füllt (zum Bei­spiel Sport, eher tech­nisch ori­en­tier­te Spie­le). Und ge­nü­gend Zeit für Schmu­sen und Zärt­lich­keit soll­te so­wie­so im­mer da sein.

In­ter­es­san­te In­for­ma­tio­nen zur Ge­schwis­ter­bin­dung fin­den Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 17.03.2020, AG

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