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                              Baby wird mit Brei gefüttert
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                              5. Mo­nat - "Der ers­te Brei"


                              In die­sem Mo­nat hat Emil ei­nen rich­ti­gen Ent­wick­lungs­sprung ge­macht. Er ist jetzt de­fi­ni­tiv kein hilf­lo­ses Neu­ge­bo­re­nes mehr, kann sein Köpf­chen sehr gut hal­ten, ver­sucht sich schon zu dre­hen, isst zwei­mal am Tag eine Brei­mahl­zeit und schläft die meis­ten (lei­der noch nicht alle…) Näch­te von 20:00 bis 06:00 durch.

                              Bei der 4-Mo­nats­kon­trol­le habe ich un­se­ren Kin­der­arzt ge­fragt, ob Emil schon be­reit da­für sei, eine Milchmahl­zeit pro Tag mit Ge­mü­se­brei zu er­set­zen. Der Kin­der­arzt hat­te auf­grund sei­ner kör­per­li­chen Ent­wick­lung kei­ner­lei Be­den­ken und so ging ich vol­ler Ta­ten­drang nach Hau­se und mach­te mich gleich dar­an Ka­rot­ten zu dämp­fen und zu pü­rie­ren. Ich habe die Brei-Pha­se schon bei Ju­li­us sehr ge­nos­sen. Nie mehr wird das Ko­chen für die Klei­nen so ein­fach und un­kom­pli­ziert… Die fer­ti­gen Gläs­chen aus dem Su­per­markt ha­ben mich nie so rich­tig über­zeugt. Mei­ner Mei­nung nach ha­ben sie mit dem Ge­mü­se, das dar­in ent­hal­ten sein soll, farb­lich und ge­ruch­lich nicht mehr viel ge­mein­sam, und ich fra­ge mich, was da sonst noch al­les drin ist. Na­tür­lich gibt es bei Ba­by­nah­rung be­son­ders stren­ge Vor­schrif­ten und Kon­trol­len, und es wer­den ganz be­stimmt kei­ne schäd­li­chen Stof­fe dar­in zu fin­den sein. Trotz­dem müs­sen sie ja ir­gend­wel­che Kon­ser­vie­rungs­stof­fe ent­hal­ten, da­mit sie wo­chen­lang im Su­per­markt-Re­gal ste­hen kön­nen, die ich zu Hau­se nicht brau­che, weil ich das Ge­mü­se frisch ver­ar­bei­te und dann so­fort ver­füt­te­re oder ein­frie­re.

                              An­ge­fan­gen ha­ben wir mit rei­nem Ka­rot­ten-Brei am Mit­tag. Da­für habe ich die fri­schen Bio-Ka­rot­ten ein­fach 20 Mi­nu­ten lang ge­dämpft und dann fein pü­riert. Da­nach habe ich noch je ei­nen Ess­löf­fel Raps­öl und Ace­ro­la-Saft für die bes­se­re Vit­amin-Auf­nah­me hin­zu­ge­fügt. Emil hat schon am ers­ten Tag 50 Gramm da­von ver­drückt, als wäre es die na­tür­lichs­te Sa­che der Welt. Am zwei­ten Tag habe ich ihm be­reits 100 Gramm zu­be­rei­tet und in­zwi­schen isst er täg­lich gute 150 Gramm weg, ohne mit der Wim­per zu zu­cken. Nach ei­ner Wo­che habe ich den Ka­rot­ten-Brei mit Kar­tof­feln er­gänzt, und nach ei­ner wei­te­ren Wo­che noch Pou­let hin­zu­ge­fügt. Jetzt, nach ei­nem Mo­nat, habe ich es auch schon mal mit ei­nem Brok­ko­li-Hack­fleisch-Brei ver­sucht, der al­ler­dings et­was we­ni­ger gut an­kam. Der Kin­der­arzt hat mich noch dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Emil jetzt noch zu­sätz­lich Was­ser trin­ken soll­te, da­mit er kei­ne Ver­stop­fung be­kommt. Das trinkt er auch ganz brav über den gan­zen Tag ver­teilt. Wenn er nachts auf­wacht, be­kommt er auch nur noch Was­ser, meis­tens schläft er dann auch schnell wie­der ein.

                              In die­ser Wo­che, also mit knapp 5 Mo­na­ten, ha­ben wir dann noch eine zwei­te Mahl­zeit am Abend mit Brei er­setzt. Er be­kommt jetzt abends ei­nen Milch-Ge­trei­de-Brei, den er auch sehr schnell ak­zep­tiert hat. Mit 6 Mo­na­ten be­kommt er dann am Nach­mit­tag noch ei­nen Ge­trei­de-Obst-Brei. Und wenn er so wei­ter macht, isst er mit 7 Mo­na­ten dann wahr­schein­lich schon ein gan­zes Steak….

                              Zäh­ne hat Emil al­ler­dings bis jetzt noch nicht be­kom­men, ob­wohl ich oft das Ge­fühl habe, dass ihn da et­was plagt. Abends mas­sie­re ich sei­ne Kau­leis­ten oft pro­phy­lak­tisch mit OSA Zahn­gel, und er ist da­nach tat­säch­lich im­mer ru­hi­ger und schläft leich­ter ein.

                              Auch ich soll­te even­tu­ell die eine oder an­de­re Mahl­zeit mit Ge­mü­se­brei er­set­zen, denn ich kämp­fe noch im­mer mit den letz­ten 3 bis 4 Schwan­ger­schafts-Ki­los. Al­lei­ne mit Rück­bil­dung und Yoga scheint sich da nicht der er­wünsch­te Er­folg ein­zu­stel­len, und so habe ich letz­te Wo­che noch et­was an­de­res aus­pro­biert: das Bug­gy­Fit Trai­ning. Die Platt­form bug­gy­fit.ch wur­de im Rah­men des Pro­jekts PEBS (‘Prä­ven­ti­ve Er­näh­rungs- und Be­we­gungs­be­ra­tung in der Schwan­ger­schaft bis ein Jahr nach Ge­burt’) ent­wi­ckelt, wel­ches 2009 in der Kli­nik für Ge­burts­hil­fe des Uni­ver­si­täts­Spi­tal Zü­rich ins Le­ben ge­ru­fen wur­de. In­zwi­schen gibt es die­se Pro­gram­me in ver­schie­de­nen Schwei­zer Städ­ten. Nach ei­ner un­kom­pli­zier­ten An­mel­dung und ei­nem net­ten Mail­ver­kehr mach­te ich mich also in Sport­klei­dung und mit mei­nem Kin­der­wa­gen und ei­ner Yo­ga­mat­te be­waff­net auf den Weg zum „Jog­ge­li“, wo das Trai­ning in Ba­sel je­weils statt­fin­det. Ne­ben mir war­te­ten dort noch vier an­de­re Müt­ter, die mir alle auf An­hieb sehr sym­pa­thisch wa­ren. 

                              Die Lei­te­rin, wel­che sel­ber zwei Kin­der da­bei hat­te, teil­te uns dann in zwei Grup­pen auf, die Wal­ke­rin­nen und die Jo­ge­rin­nen. Of­fi­zi­ell wird emp­foh­len, mit dem Jog­gen erst 6 Mo­na­te nach der Ge­burt an­zu­fan­gen. Da ich mich aber sehr fit fühl­te und auch pri­vat schon jog­gen war, woll­te ich auf ei­ge­nes Ri­si­ko bei der Jog­ging-Grup­pe mit­lau­fen. Und weil es sich da­bei um ein In­ter­vall-Trai­ning han­del­te und ich nur je­weils drei Mi­nu­ten jog­gen muss­te, war das auch gar kein Pro­blem, ob­wohl ich nach der drit­ten Jog­ging-Fre­quenz doch ziem­lich aus­ser Atem und kurz da­vor war, klein­laut in die Wal­king-Grup­pe zu wech­seln. In die­sem Mo­ment wur­de ich aber er­löst durch die Kraft­übun­gen. Da­für ver­teil­ten wir uns an ei­nem schat­ti­gen Plätz­chen auf un­se­ren Yo­ga­mat­ten und lies­sen uns von der Lei­te­rin Übun­gen für den Bauch, die Bei­ne und die Arme zei­gen. Nach ei­ner Stun­de war das Pro­gramm dann vor­bei und ich fix und fer­tig, aber glück­lich und stolz. Ich habe mich für die nächs­te Wo­che schon an­ge­mel­det und hof­fe, dass so­mit die Bi­ki­ni­fi­gur für den Som­mer we­nigs­tens et­was nä­her rückt… 

                              Ca­ro­li­ne Haf­ner schreibt in den ers­ten 8 Le­bens­wo­chen Ih­res Emils wö­chent­lich, da­nach mo­nat­lich über Ihre Er­fah­run­gen als jun­ge Mut­ter. Fort­set­zung folgt...

                              Letzte Aktualisierung: 11.06.2021, swissmom-Redaktion
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