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Testament in deutscher Sprache

Das Tes­ta­ment - Ab­si­che­rung für den schlimms­ten Fall


Die Ge­burt ei­nes Kin­des be­wegt vie­les bei El­tern. Ha­ben Sie bis­her noch kein Tes­ta­ment ge­macht, dann ist die Tat­sa­che, dass Sie El­tern wer­den, ein gu­ter An­lass, sich Ge­dan­ken über die Ver­sor­gung Ih­rer Kin­der im Fal­le ei­nes Un­glücks zu ma­chen. Was ge­schieht mit dem Kind oder den Kin­dern, wenn den El­tern et­was pas­siert?

Müt­ter und Vä­ter kön­nen mit ei­nem gül­ti­gen Tes­ta­ment für ei­nen sol­chen Fall die Zu­kunft ih­rer Kin­der re­geln. Ein Tes­ta­ment stellt si­cher, dass im Fal­le Ih­res To­des ent­spre­chen­de Vor­keh­run­gen für Ihre Nach­kom­men ge­trof­fen sind. Aus­ser­dem legt es fest, dass Ihr Be­sitz und Ei­gen­tum nach Ih­ren Wün­schen auf­ge­teilt wird, un­ter Be­rück­sich­ti­gung be­stimm­ter Pflicht­tei­le für Ehe­part­ner und Kin­der. Sie kön­nen dar­in bei­spiels­wei­se fest­le­gen:

  • Wer für die Kin­der sor­gen soll. Be­nen­nen Sie ei­nen Vor­mund für Ihr Kind, falls Ih­nen und Ih­rem Part­ner et­was zu­stösst. Der Vor­mund ist in der Re­gel ein Fa­mi­li­en­mit­glied oder ein gu­ter Freund bzw. Freun­din der Fa­mi­lie. In je­dem Fall ein Mensch Ih­res Ver­trau­ens, von dem Sie wis­sen, dass er oder sie Ihr Kind oder Ihre Kin­der nach Ih­ren Wün­schen er­zieht. Be­vor Sie je­man­den be­nen­nen, re­den Sie mit der be­tref­fen­den Per­son, da­mit der oder die­je­ni­ge sich auch über die Trag­wei­te der Ver­ant­wor­tung be­wusst ist. Zwar prüft die Kin­des­schutz­be­hör­de bei Wai­sen, was zu ih­rem Wohl ist. Doch ein tes­ta­men­ta­risch fest­ge­leg­ter Vor­mund wird nicht ab­ge­lehnt, wenn er dem Wohl des Kin­des nicht scha­det. Der Vor­mund darf bei­spiels­wei­se nicht Al­ko­ho­li­ker oder schon ein­mal straf­fäl­lig ge­wor­den sein.

  • Wer das Ver­mö­gen für die Kin­der ver­wal­tet und was der- oder die­je­ni­ge da­mit tun soll. Ver­lie­ren Kin­der bei­de El­tern oder auch ei­nen El­tern­teil, wird die Hin­ter­las­sen­schaft gleich­mäs­sig un­ter ih­nen und/oder dem ver­blei­ben­den El­tern­teil auf­ge­teilt, auch ohne Tes­ta­ment. El­tern kön­nen sich je­doch an­ders fest­le­gen. Und sie kön­nen je­man­den be­stim­men, der das Ver­mö­gen ver­wal­tet und nach ih­rem Wil­len an­legt, bis die Kin­der voll­jäh­rig sind. 

Sie kön­nen sel­ber ein gül­ti­ges Tes­ta­ment auf­set­zen, müs­sen aber un­be­dingt ge­setz­li­che Form­vor­schrif­ten ein­hal­ten, an­sons­ten das Tes­ta­ment un­gül­tig ist.

Nach gel­ten­dem Schwei­zer Recht ist es nach wie vor nicht mög­lich, ein ge­mein­schaft­li­ches Tes­ta­ment zu ver­fas­sen, es sei denn, dass bei­de Ver­fas­ser sämt­li­che Form­erfor­der­nis­se er­fül­len. Das be­deu­tet, bei­de Part­ner müs­sen ihr ei­ge­nes Tes­ta­ment auf­set­zen, je­weils den gan­zen Text von Hand selbst schrei­ben und un­ter­zeich­nen. Sehr vie­le Paa­re ma­chen den Feh­ler, dass ei­ner den Text schreibt und der an­de­re nur sei­ne Un­ter­schrift dar­un­ter­setzt. Dies ist aber kein form­gül­ti­ges Tes­ta­ment. Wenn ir­gend mög­lich wird es je­doch als gül­ti­ges Tes­ta­ment für den­je­ni­gen, der den Text hand­schrift­lich ver­fass­te, aus­ge­legt.Wich­tig ist auch, dass das Tes­ta­ment klar und ein­deu­tig for­mu­liert ist d.h.kla­re An­ga­ben dar­über ent­hält, wer wel­chen Ver­mö­gens­teil er­hal­ten soll.

Form­vor­schrif­ten für das Tes­ta­ment


Sie kön­nen sel­ber ein gül­ti­ges Tes­ta­ment auf­set­zen, wenn Sie sich an ge­nau de­fi­nier­te ge­setz­li­che Re­geln hal­ten. Dass Sie die­se ein­hal­ten ist sehr wich­tig, weil an­sons­ten das Tes­ta­ment feh­ler­haft oder un­gül­tig ist.Da­mit Ihr Tes­ta­ment nicht an­ge­foch­ten wer­den kann, soll­ten Sie un­ter an­de­rem fol­gen­des be­ach­ten:

  • Das gan­ze Tes­ta­ment muss von Hand ge­schrie­ben und mit Ort, Da­tum und Un­ter­schrift ver­se­hen sein. Als Al­ter­na­ti­ve kön­nen Sie ein so ge­nann­tes „öf­fent­li­ches Tes­ta­ment“ vor dem No­tar und zwei Zeu­gen er­stel­len und be­glau­bi­gen.

  • Wäh­len Sie kla­re und prä­zi­se For­mu­lie­run­gen. Ein Tes­ta­ment dient dazu, Ih­ren letz­ten Wil­len voll­stre­cken zu kön­nen, es soll dem­nach ge­naue An­ga­ben dar­über ent­hal­ten, wer wel­che Ver­mö­gens­tei­le er­hal­ten soll.

  • Für Ehe­paa­re hat sich im Tes­ta­ment die For­mu­lie­rung be­währt, dass der hin­ter­blie­be­ne Ehe­part­ner die Ge­gen­stän­de aus­su­chen darf, die er un­ter An­rech­nung an sei­nen Erb­teil be­hal­ten möch­te.

  • Sinn­voll wäre auch ei­nen Wil­lens­voll­stre­cker ein­zu­set­zen, der da­für sorgt, dass die Erb­schaft op­ti­mal ver­wal­tet und im Sin­ne des Erb­las­sers ge­teilt wird.

  • Man­che Gross­el­tern möch­ten ihre En­kel­kin­der be­schen­ken oder im Tes­ta­ment be­güns­ti­gen, eine ent­spre­chen­de Re­ge­lung kann in ei­nem Erb­ver­trag fest­ge­hal­ten wer­den. Schen­kun­gen und Erb­schaf­ten an Min­der­jäh­ri­ge zäh­len zum Kin­des­ver­mö­gen und die El­tern müs­sen es bis um 18. Ge­burts­tag des Kin­des sorg­fäl­tig ver­wal­ten, sie dür­fen es nicht ver­brau­chen.

  • Die Er­trä­ge aus dem Ver­mö­gen kön­nen El­tern für Un­ter­halt, Er­zie­hung und Aus­bil­dung des Kin­des ein­set­zen. Tas­ten sie aber das Kin­des­ver­mö­gen an, um etwa eine Aus­bil­dung des Kin­des zu fi­nan­zie­ren, be­nö­ti­gen sie da­für die Zu­stim­mung der Kin­des­schutz­be­hör­de.

  • Ver­hei­ra­te­te mit Kin­dern kön­nen bis zu 3/8 ih­res Nach­lass­ver­mö­gens frei ver­er­ben, Al­lein­ste­hen­de mit Kin­dern höchs­tens 1/4 (freie Quo­te).

  • An­ge­hö­ri­ge, Freun­de und Be­hör­den sol­len ohne Nach­for­schun­gen und schnell Ihr Tes­ta­ment fin­den, da Ihr letz­ter Wil­le voll­streckt wer­den soll. Tei­len Sie mit, dass Sie ein Tes­ta­ment er­stellt ha­ben, und wo die­ses auf­be­wahrt wird. Be­wah­ren Sie die­ses an ei­nem si­che­ren Ort, aber leicht auf­find­bar auf. Als Auf­be­wah­rungs­ort kom­men in Fra­ge: zu Hau­se, bei ei­nem No­tar, auf ei­ner Amts­stel­le wie z.B. bei der Ge­mein­de, bei ei­ner Ver­trau­ens­per­son, even­tu­ell auch bei Ih­rer Bank.

Da­mit Sie al­les rich­tig ma­chen, kön­nen Sie vor­sichts­hal­ber auch ei­nen No­tar hin­zu­zie­hen, die da­mit ver­bun­den Kos­ten soll­ten nicht sehr hoch sein.

Letzte Aktualisierung: 21.04.2020, PvE / NK

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